Ausgabe November 2002

Entwicklungspolitik Is purchaseable

Analysen / Essays / Standpunkte / Debatten

  • Überforderte Entwicklungspolitik

    Veränderungen nach dem 11. September

    von Franz Nuscheler | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Rufe nach einer verbesserten, ökologisch verträglichen und politisch stabilisierenden Entwicklungspolitik in den Krisenregionen der Welt nahmen nach dem 11.9. zu. Doch die Schaffung globaler Gerechtigkeit und Sicherheit ist nur mit einer geringfügigen Steigerung der Entwicklungshilfe nicht zu erzielen, vor allem, wenn die „Terrordividende“ ausschließlich die Militärapparate begünstigt.

  • Notwendige Anpassungen

    Entwicklungspolitik im Zeichen des Multilateralismus

    von Bernd Eisenblätter | Deutschland, Entwicklungspolitik

    Angesichts der Globalisierung und zunehmenden Interdependenz in der Einen Welt wird praktische Entwicklungspolitik immer stärker von anderen Politikbereichen abhängig. Als „Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung“ sollte multilaterale Entwicklungspolitik sowohl nationale Interessen berücksichtigen als auch globale Zielvorstellungen verfolgen.

  • Verbesserung traditioneller Entwicklungshilfe

    Die Rolle von Weltbank und IWF in der Globalisierung

    von Peter Nunnenkamp | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Weltbank und Internationaler Währungsfonds sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, bei der Überwindung zentraler entwicklungspolitischer Probleme gescheitert zu sein. Peter Nunnenkamp vom Kieler Institut für Weltwirtschaft analysiert die Rolle der beiden Finanzorganisationen im Hinblick auf Entwicklungs- und Schwellenländer.

  • Zurück zu nationaler Finanzierung?

    Zur Frage von Entwicklung und Verschuldung

    von Heribert Dieter | Entwicklungsländer, Wirtschaft & Finanzen

    Nach den Finanzkrisen der letzten Jahre besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern (der Fall Brasilien wird eingehend behandelt) und angesichts ausbleibender Reformen auf globaler Ebene gibt der Autor drei Empfehlungen, um Entwicklung zu finanzieren: den internationalen Kapitalverkehr teilweise oder umfassend zu beschränken, die inländischen Finanzsektoren mit Nachdruck zu fördern und auf regionaler Ebene Sicherungssysteme zu entwickeln.

  • Dynamik und Divergenz

    Bevölkerungspolitik in Entwicklungsländern

    von Hans Fleisch, Catherina Hinz | Entwicklungsländer, Demografie

    Von 6,2 Milliarden Menschen wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 auf 9,1 Milliarden anwachsen; heute findet dieses Wachstum fast ausschließlich in den ärmeren Entwicklungsländern statt und geht einher mit vielschichtigen, kaum noch zu lösenden Problemen. Die Autoren beklagen das fehlende „Bewusstsein der Dringlichkeit“ in Sachen Weltbevölkerungsentwicklung und die sinkende Finanzierungsbereitschaft für Maßnahmen zur Familienplanung und Bildung.

  • NEPAD auf dem Prüfstand

    Ein erfolgreiches Instrument zur Entwicklung Afrikas?

    von Aiko Bode, Stefan Römer-Blum | Entwicklungsländer, Entwicklungspolitik

    Erst in jüngster Zeit ist die Entwicklungsthematik wieder vermehrt ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit geraten; vor allem Lösungswege für den afrikanischen Kontinent werden zunehmend diskutiert. Die Autoren untersuchen, ob die im Jahr 2001 eingeleitete NEPAD-Initiative ein wirksames Instrument zur Entwicklung Afrikas darstellt.

  • Simbabwe auf Abwegen

    von Shannon Field | Simbabwe, Internationale Politik/Beziehungen

    Die südafrikanische Autorin erläutert, dass Simbabwe unter Präsident Robert Mugabe eine Bedrohung für die Stabilität der Region darstellt. Deshalb seien vor allem die Nachbarländer – und nicht westliche Rhetorik – gefragt, Wege aus der Krise aufzuzeigen. Wahrscheinlichkeit könnten aber nur die Simbabwer selbst in einer „samtenen Revolution“ den Regimewechsel herbeiführen.

  • Die wahre Kluft im transatlantischen Verhältnis

    von Craig Kennedy, Marshall M. Bouton | Europa, Transatlantische Beziehungen

    In europäischen und amerikanischen Medien ist seit dem 11. September 2001 viel über das sich verschlechternde transatlantische Verhältnis geschrieben worden. Doch sieht die Öffentlichkeit dies nicht so. Eine Studie des German Marshall Fund of the United States und des Chicago Council on Foreign Relations über die Einstellungen der Bevölkerung zur Außenpolitik in den USA und in sechs europäischen Ländern gibt Aufschluss, wo die Unterschiede wirklich liegen.

  • Annäherung in der Agrarpolitik

    Trägt der deutsch-französiche Kompromiss?

    von Ulrike Guérot | Europa, Europäische Union

    Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union hat die deutsch-französischen Beziehungen zunehmend belastet. Ulrike Guérot hinterfragt den Ende Oktober 2002 zwischen beiden Ländern überraschend erzielten Kompromiss in der Agrarfrage und seine Auswirkung auf die bevorstehende EU-Erweiterung.

  • Keine KSZE für den Nahen Osten

    Neue Verhandlungen erst in einigen Jahren

    von Shlomo Avineri | Israel, Internationale Politik/Beziehungen

    Der frühere deutsche Außenminister Klaus Kinkel hat unlängst in dieser Zeitschrift angeregt, eine „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen Osten“ ins Leben zu rufen. Der an der Hebräischen Universität Jerusalem lehrende Politikwissenschaftler Shlomo Avineri unterzieht diesen Vorschlag einer kritischen Prüfung.

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