Ausgabe November/Dezember 2004

Entwicklungspolitik Is purchaseable

Analysen, Essays, Standpunkte, Debatten

  • Richtungswahl in den USA Is purchaseable

    von Ernst-Otto Czempiel | Vereinigte Staaten von Amerika, Politische Partizipation

    Die Wahl war kein Ausrutscher, ein neues imperiales Zeitalter ist angebrochen. Mit George W. Bush werden sich die USA ganz von der Selbstbändigung der Macht verabschieden. Südstaatenrepublikaner, christliche Fundamentalisten und Neocons sehen sich bestätigt, der Atlantik-Graben wird breiter, so Ernst-Otto Czempiel, der große alte Herr der deutschen Amerika-Forschung.

  • Goodbye, liberales Amerika? Is purchaseable

    Die Außenpolitik der zweiten Präsidentschaft Bush

    von Christian Hacke | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    Die Europäer können sich keinen eigenen amerikanischen Präsidenten backen, und sie können auch George W. Bush kein politisches Valium verabreichen. Also sollten sich beide Seiten der Realität stellen, erklärt Christian Hacke, der profilierte Bonner Amerika-Kenner. Viel wird von den Personalentscheidungen in den nächsten Wochen abhängen, Bush könnte drei verschiedene außenpolitische Wege einschlagen.

  • Jetzt ist die Zeit zu handeln! Is purchaseable

    Deutschland und USA vor gemeinsamen Aufgaben

    von Jackson Janes, Eberhard Sandschneider | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    Was, fragen Jackson Janes vom American Institute for Contemporary German Studies und Eberhard Sandschneider vom Forschungsinstitut der DGAP, bedeutet das Ergebnis der amerikanischen Präsidentschaftswahlen für die transatlantischen Beziehungen, besonders für das Verhältnis zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten? Sie beschreiben sieben Handlungsfelder, in denen die gestörten Beziehungen durch eine Politik der kleinen Schritte auf eine tragfähige Basis gestellt werden können.

  • Das zerrissene Erbe der Aufklärung Is purchaseable

    von Harald Müller | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika zählen zu den unumstößlichen Bestandteilen der (ungeschriebenen) auswärtigen Doktrin Deutschlands. Tief greifende Meinungsunterschiede im transatlantischen Verhältnis werden, so das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, bestehen bleiben, so lange eine „neokonservative Kamarilla“ die Macht in Washington in den Händen hält.

  • Iran: Der Atomkonflikt ist nur die Spitze des Eisbergs Is purchaseable

    von Thomas Weihe | Iran, Konflikte und Strategien

    Wie schwierig der Dialog zwischen Iran und den westlichen Staaten nach wie vor ist, zeigt Thomas Weihe in seinem Bericht über den 127. Bergedorfer Gesprächskreis in Isfahan (Iran). Iran lehnt jede Einmischung ab und fordert Verständnis für seine sicherheitspolitischen Interessen und politisch- normativen Traditionen, während der Westen den Verzicht auf iranische Kernwaffen sowie eine Demokratisierung verlangt.

  • Deutschland tut zu wenig Is purchaseable

    Die Herausforderung durch globale Instabilität und Armut im Jahr 2005

    von Jeffrey D. Sachs | Deutschland, Entwicklungspolitik

    Jeffrey Sachs, Professor an der Columbia-Universität in New York, Berater Kofi Annans und einer der weltweit wichtigsten Entwicklungsexperten, nimmt kein Blatt vor den Mund: Einige europäische Länder tun viel, aber Deutschland gibt zu wenig, und es ist viel zu sehr auf die Innenpolitik fixiert. Deutschland wird gebraucht, wenn Europa mit einer Stimme sprechen und die amerikanische Politik ausgleichen soll – und schließlich wollen die Deutschen auch einen Sitz im Sicherheitsrat.

  • Braucht Europa nationale Entwicklungsministerien? Is purchaseable

    von Stefan Brüne | Europa, Entwicklungspolitik

    Stefan Brüne vom Deutschen Übersee-Institut untersucht, welche Anforderungen diese neuen, bislang kaum bedachten Entwicklungen an die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten stellen und konstatiert, dass die in Aussicht genommene Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik vor der Herausforderung stehe, den weltpolitischen Trends konzeptionell und handlungsbezogen Rechnung zu tragen.

  • Was ist „Fortschritt“? Is purchaseable

    Ein interkultureller Näherungsversuch

    von Franziska Donner | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Eine glänzende Idee: Der Fortschritt soll in den wenig entwickelten Ländern Einzug halten. Aber was ist überhaupt der Fortschritt? Franziska Donner, Direktorin bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), berichtet von einer erstaunlichen Serie weltweiter Konferenzen, auf der nach dem Entwicklungsbegriff vor Ort – in Indien, Ägypten oder unter indigenen Völkern Südamerikas – gefragt wurde. Das Ergebnis ist eine Vielfalt von Fortschrittsbegriffen.

  • Effizienz der Entwicklungshilfe Is purchaseable

    Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit

    von Peter Nunnenkamp | Westliche Welt, Entwicklungspolitik

    Zwar hat die „Gebermüdigkeit“ der Industriestaaten inzwischen etwas nachgelassen. Doch werden die allmählich wieder zunehmenden Finanzmittel wirklich effizient eingesetzt? Peter Nunnenkamp vom Kieler Institut für Weltwirtschaft kritisiert, dass die dazu von der Weltbank und Anderen entwickelten Kriterien auch heute noch – bis auf ein paar Ausnahmestaaten – ungenügend angewandt werden. Entwicklungshilfe ist nach wie vor weder besonders selektiv noch wirklich zielgerichtet.

  • Eine neue Allianz? Is purchaseable

    Das Verhältnis der Entwicklungspolitik zum Militär wird enger

    von Stephan Klingenbiel, Katja Roehder | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Noch vor wenigen Jahren wäre undenkbar gewesen, wie eng heute mancherorts Akteure der Entwicklungspolitik und des Militärs zusammenarbeiten, etwa in Afghanistan. Die Möglichkeiten, Vorteile und Risiken dieser Kooperation erörtern die Autoren, die für das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik tätig sind.

  • Es bleibt noch viel zu tun Is purchaseable

    Der weltweite Kampf gegen die Armut erfordert mehr Investitionen in reproduktive Gesundheit

    von Catherina Hinz | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Eine gemischte Bilanz ziehen die Vereinten Nationen zehn Jahre nach der Weltbevölkerungskonferenz von Kairo. In vielen Ländern hat sich das Angebot an Familienplanung erheblich verbessert. Der Mangel an finanziellen Ressourcen, veränderte Prioritäten in der Entwicklungshilfe und nicht zuletzt eine Ideologisierung der Debatte um reproduktive Rechte drohen die bisher erzielten Fortschritte jedoch zunichte zu machen.

  • Aid gegen AIDS Is purchaseable

    Die Auswirkungen von HIV/AIDS müssen in die Entwicklungspolitik einbezogen werden

    von Stefan Elbe | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Die weltweite AIDS-Epidemie erschwert gegenwärtig nicht nur die internationale Entwicklungspolitik; in vielen Entwicklungsländern droht sie sogar die hart erkämpften Verbesserungen der letzten Jahrzehnte rückgängig zu machen. Für den an der University of Sussex lehrenden Politikwissenschaftler Stefan Elbe ist in den kommenden Jahren Entwicklungspolitik ohne die Einbeziehung der wirtschaftlichen, sozialen und sicherheitspolitischen Auswirkungen von HIV/AIDS undenkbar.

  • Was bringt die Doha-Runde? Is purchaseable

    Weltmarktintegration ist kein Entwicklungspessimismus

    von Georg Koopmann | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Welche Rolle kann die aktuelle Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO) für die Entwicklungsländer spielen? Kann die Marginalisierung der am wenigsten entwickelten Länder durch ihre stärkere Mitwirkung in der WTO überwunden werden? Antworten auf diese Fragen gibt Georg Koopmann vom Hamburger Welt- Wirtschaftsarchiv, der für eine entwicklungspolitische Gesamtstrategie plädiert, deren Kernstück die Armutsbekämpfung bilden müsse.

  • Entwicklungskiller Is purchaseable

    Die Konflikte in der Region der Großen Seen Afrikas sind noch weit von jeder Lösung entfernt

    von Helmut Strizek | Zentralafrika, Innere Konflikte

    Über der neuen humanitären Katastrophe Darfur ist die Region der Großen Seen in Afrika aus den Schlagzeilen verschwunden. Das heißt aber bei weitem nicht, dass dort die Konflikte gelöst wären. Helmut Strizek zeigt ganz im Gegenteil auf, dass die Interessen der autoritären Regime von Kongo, Ruanda, Uganda und anderen in einem bisher unentwirrbaren Knäuel verstrickt sind und noch lange eine Entwicklung dieser Länder verhindern werden.

  • Genozid in Afrika Is purchaseable

    Darfur: fernbleiben oder sich einmischen?

    von Rainer Tetzlaff | Sudan, Innere Konflikte

    Die schwelende Krise in der im Westen von Afrikas größtem Staat Sudan gelegenen Provinz Darfur ist zu einer „menschlichen Katastrophe in der Größenordnung und Schwere eines Genozids“ eskaliert. Angesichts dieser Entwicklung fragt der Hamburger Politikwissenschaftler, wie die Europäische Union bzw. die internationale Staatengemeinschaft „angemessen“ auf das Morden in Darfur reagieren sollten.

  • Herausforderung Kosovo Is purchaseable

    Die Europäer müssen sich noch stärker engagieren

    von Marie-Janine Calic | Kosovo, Internationale Politik/Beziehungen

    Der ungeklärte Status Kosovos steht nicht zuletzt seit den blutigen Unruhen vom März 2004 weit oben auf der politischen Agenda des Westens. Marie-Janine Calic, die südosteuropäische Geschichte an der Universität München lehrt, plädiert für ein noch stärkeres Engagement der Europäischen Union in der seit 1999 international verwalteten Provinz, um den Prozess der Stabilisierung und „Europäisierung“ zu begleiten und zu unterstützen.

  • Transformation und Entwicklung messen Is purchaseable

    Zur Relevanz des Bertelsmann-Transformationsindexes für die Entwicklungspolitik

    von Siegmar Schmidt | Weltweit, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Entwicklungshilfe wird immer wieder kritisiert, weil sie angeblich ineffektiv sei. Doch um diese Frage beurteilen zu können, muss man einen Vergleichsmaßstab für „Entwicklung“ oder „Transformation“ besitzen. Siegmar Schmidt, der an der Universität Koblenz-Landau lehrt, stellt einen neuen Transformationsindex vor, den die Bertelsmann-Stiftung entwickelt hat. Dieser Transformationsindex weist einige Vorteile gegenüber bisherigen Indices auf.

  • Der lange Weg nach Europa Is purchaseable

    Die Saga von den Beziehungen der Türkei zur EU

    von Soli Özel | Türkei, Erweiterungsprozess

    Die Beziehungen der Türkei zur Europäischen Union müssen im Zusammenhang mit dem Bemühen des Landes um Modernisierung nach westlichem Vorbild gesehen werden. Für den an der Bilgi Universität in Istanbul lehrenden Verfasser werden von der Fortsetzung des Integrationsprozesses in hohem Maße Stabilität und Wohlstand der Türkei abhängen.

  • Die Türken vor Brüssel Is purchaseable

    Eine amerikanische Sicht der Beziehungen zwischen der Türkei und der EU

    von F. Stephen Larrabee | Türkei, Erweiterungsprozess

    Die Entscheidung der EU, ob sie mit der Türkei Beitrittsverhandlungen aufnehmen wird oder nicht, hat nicht nur für die Türkei, sondern auch für die EU und die USA strategische Bedeutung. F. Stephen Larrabee von RAND plädiert entschieden dafür, der Türkei im Interesse des gesamten Westens und im Interesse gedeihlicher Beziehungen zu der muslimischen Welt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen zur EU anzubieten.

  • Der Blick auf den großen Bruder Is purchaseable

    von Fraser Cameron | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    Das Ansehen der amerikanischen Regierung in der europäischen Öffentlichkeit ist so schlecht wie nie. Fraser Cameron, Studiendirektor des European Policy Center in Brüssel, untersucht die Gründe für diesen Vertrauensverlust und fordert die EU-Staaten auf, die Konsequenz daraus zu ziehen und ihre außenpolitischen Ressourcen in der EU zu bündeln. Nur so könne Europa ein echter Partner der USA werden.

  • Was einmal war, wird nicht mehr sein Is purchaseable

    Rückblick auf 60 Jahre amerikanische Europa-Politik

    von William Richard Smyser | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    In Tagen transatlantischer Verstimmung nach der jüngsten Wahl wirft der Georgetown-Professor W. R. Smyser einen Blick zurück auf die amerikanische Europa-Politik. Amerika stationierte seine Truppen in Europa und unterstützte den europäischen Einigungsprozess, dafür bekam es die strategische Kontrolle, konsultierte aber die Verbündeten. Erst George W. Bush hat sich davon verabschiedet.

  • Auf dem Weg zum Elysée Is purchaseable

    Die pragmatische Profilierungspolitik des Senkrechtstarters Nicolas Sarkozy

    von Martin Koopmann | Frankreich, Politische Partizipation

    In Frankreich hat bereits jetzt das Rennen um die Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen des Jahres 2007 begonnen. Für Martin Koopmann vom Forschungsinstitut der DGAP hat der bisherige Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy gute Chancen; er sieht den „politischen Senkrechtstarter der Bürgerlichen“ schon heute „auf dem Weg zum Elysée“.

  • Immanuel Kant und die Reichweite der Kanonen Is purchaseable

    Die Abkehr von der Illusion eines ewigen Friedens

    von Heinz Kluss | Weltweit, Krieg/Kriegführung

    Sein 200. Todestag hat Immanuel Kant eine Vielzahl von Würdigungen und seinem Werk erhebliche Beachtung eingetragen. Heinz Kluss, ehemaliger Generalstabsoffizier der Luftwaffe, macht sich aus diesem Anlass Gedanken über eine mögliche Abkehr von der „Illusion eines ewigen Friedens“ des Königsberger Philosophen.

Aus amerikanischen Zeitschriften

  • Morgentau des Realismus Is purchaseable

    von Tim B. Müller | Vereinigte Staaten von Amerika, Internationale Politik/Beziehungen

    Nachdem in den vergangenen Jahren viel von den Neocons die Rede war, ist nun ein genauer Blick auf die realistische Variante der Außenpolitik nötig. Man darf gespannt sein, welches Mischungsverhältnis aus Idealismus und Realismus Amerika in den kommenden Jahren finden wird, denn von der richtigen Mischung hängt Amerikas Erfolg ab.

Buchkritik

  • Am Scheideweg Is purchaseable

    Zwischen klassischer Entwicklungshilfe und Sicherheitspolitik

    von Peter Thiery | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Die Handlungsspielräume der bilateralen ebenso wie der multilateralen Entwicklungspolitik haben sich verändert. Auf der Seite der Entwicklungsländer sind zu den alten, oftmals ungelösten Problemen neue hinzugekommen; die Industrieländer versuchen zunehmend, Entwicklungspolitik auch unter sicherheitspolitischen Aspekten zu bestimmen. Peter Thiery stellt drei Bücher vor, die sich mit der Neujustierung der Entwicklungspolitik auseinandersetzen.

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