Ausgabe Juni 2004

Was kann die NATO? Is purchaseable

Analysen / Essays / Standpunkte / Debatten

  • Bündnis in Bedrängnis Is purchaseable

    Die NATO in ihrer größten Bewährungsprobe

    von Constanze Stelzenmüller | Westliche Welt, NATO

    Die NATO, die institutionelle Verkörperung des transatlantischen Bündnisses, der noch unlängst die Totenglocke geläutet wurde, ist heute bemerkenswert aktiv. Doch die Allianz, so Constanze Stelzenmüller, Redakteurin der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, steht jetzt vor größeren Herausforderungen als jemals zuvor. Zwar sei der alte Feind verschwunden, doch sehe sich die NATO einem breiten Spektrum diffuser Risiken und Gefahren gegenüber, von Netzwerken der Organisierten Kriminalität über Terrorismus bis hin zur Verbreitung von Massenvernichtungswaffen.

  • Der NATO-Gipfel von Istanbul Is purchaseable

    Projektion von Stabilität als Herausforderung für das Bündnis

    von Jaap de Hoop Scheffer | Westliche Welt, NATO

    Am Vorabend des Gipfeltreffens der NATO in Istanbul beschreibt ihr seit einem halben Jahr amtierender Generalsekretär die Situation der Allianz. Für ihn besteht die Hauptaufgabe des Bündnisses in der „Projektion von Stabilität“. Durch den Aufbau von Sicherheitsbeziehungen mit immer mehr Partnerstaaten, durch militärische Operationen, wo auch immer sie notwendig sein sollten, und durch die Modernisierung der Verfahren zur Streitkräfteplanung werde die NATO Stabilität schaffen. Sie werde damit ihren Anspruch, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen, untermauern.

  • Amerikas Erwartungen an die NATO Is purchaseable

    von Stephen J. Flanagan | Vereinigte Staaten von Amerika, NATO

    Obwohl die Wunde, die den transatlantischen Beziehungen durch den Irak-Krieg zugefügt wurde, noch lange nicht verheilt ist, ist man in Washington entschlossen, sich über die Verbitterung hinwegzusetzen und gangbare Wege zu finden, die neuen Sicherheitsherausforderungen anzugehen. Um diesen Heilungsprozess voranzutreiben, müssen sich jedoch die europäischen Verbündeten besser den Bündnisstrukturen anpassen, vor allem größere Belastungen übernehmen und ihre Verteidigungsfähigkeit transformieren.

  • Gut gerüstet für die Zukunft Is purchaseable

    Die neue NATO – eine multifunktionale Sicherheitsagentur

    von Patrick Fitschen, Jan C. Irlenkaeuser | Westliche Welt, NATO

    Neue Sicherheitsbedrohungen in erster Linie ausgehend von der Nahost-Region haben eine Diversifizierung des Aufgabenspektrums und damit eine Transformation der NATO unabdingbar gemacht. Die Autoren schildern Maßnahmen, die im Rahmen dieses Transformationsprozesses unternommen werden, sowie die Konzepte und Strukturen, die daraus hervorgegangen sind. Um den nachhaltigen Erfolg dieses ambitionierten, aber notwendigen Projekts zu sichern, sei der Wille zur Kooperation und zur Umsetzung von oft schwierigen Strukturreformen dringend geboten.

  • Die Sicherheitspolitik der EU im Werden

    von Hans-Georg Ehrhart | Europa, GASP/GSVP

  • „Preemptive Strikes“ Is purchaseable

    Eine neue sicherheitspolitische Realität

    von Karl-Heinz Kamp | Vereinigte Staaten von Amerika, Sicherheitspolitik

    Nicht nur in den Vereinigten Staaten wächst die Akzeptanz des Konzepts der Präemption. Neuartige Sicherheitsbedrohungen und Menschenrechtsverletzungen legen eine Weiterentwicklung des Völkerrechts nahe. Demnach könnte man völkerrechtliche Grundwerte gegeneinander abwägen und, wenn nötig, Prinzipien der staatlichen Souveränität und des Gewaltverbots außer Kraft setzen. Wann wäre jedoch die Bedrohung der Sicherheit dringlich genug und die Informationslage schlüssig genug, um einen vorbeugenden Militäreinsatz zu rechtfertigen?

  • Zur Partnerschaft verurteilt: Russland und die NATO Is purchaseable

    von Dmitri Trenin | Russische Föderation

    Die Kooperation zwischen Russland und der NATO funktioniert noch lange nicht in allen Bereichen. Doch die heutigen Probleme resultieren aus der Vergangenheit und können überwunden werden – so auch die Sorge Moskaus, dass Russland von neuen amerikanischen Stützpunkten in den baltischen Staaten und Polen eingekreist werden könne. In spätestens 15 Jahren, so der stellvertretende Direktor des Carnegie-Zentrums in Moskau, werde Russland ein vollwertiger Partner des Westens sein.

  • Die „Achse des Guten“ Is purchaseable

    Realpolitischer Antiamerikanismus oder theorielastiger Fehlschluss?

    von August Pradetto | Vereinigte Staaten von Amerika

    Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Russland und Frankreich in der Irak-Krise ist sicherlich ein Präzedenzfall. Der an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg lehrende Professor beschreibt anschaulich die praktische Abstimmung zwischen den drei Akteuren und fragt nach der theoretischen Bewertung einer solchen Achsenbildung. Dabei unterscheidet er zwischen „Institutionalisten“, die eher auf das Völkerrecht und die Vereinten Nationen setzen, und „Realisten“, die sich mehr an der Machtpolitik orientieren.

  • Militärmacht EU? Is purchaseable

    Erwartungen der Bürger an eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik

    von Sven Bernhard Gareis | Europa, GASP/GSVP

    Einer qualitativen Umfrage des Autors zufolge haben die Deutschen hochfliegende Erwartungen an die EU. Sie trauen ihr jedoch gleichzeitig nicht zu, diese Erwartungen zu erfüllen. Bei der weltweiten Friedenssicherung wünschen sie sich eine stärkere Rolle der EU, aber nicht auf Kosten der NATO. Letztlich sollte die Friedenssicherung jedoch möglichst ohne Krieg und Kampf von statten gehen – in Zukunft sogar vielleicht nicht durch nationale Verbände, sondern durch eine europäische Freiwilligenarmee.

  • „ Wir sind bereit, den Preis zu zahlen“ Is purchaseable

    Interview mit dem rumänischen Außenminister Mircea Geoana

    Rumänien

    Mit dem Beitritt von zehn neuen Staaten scheint auch für Rumänien die Mitgliedschaft in der EU zum Greifen nahe, ist aber durch die „Erweiterungsmüdigkeit“ vieler Mitgliedstaaten gefährdet. Dadurch wird Rumänien die Gratwanderung zwischen EU und USA noch weiter erschwert. Als EU-Kandidat und NATO-Mitglied hat das Land eine einzigartige Perspektive auf Probleme des transatlantischen Verhältnisses, die EU-Verfassung und eine mögliche Integration der Länder der Schwarzmeer-Region in die EU.

  • Eine Strategie für den Schwarzmeer-Raum

    von Ronald D. Asmus, Bruce P. Jackson | Schwarzmeerraum

    Noch immer fehlt es dem Westen an einer Strategie gegenüber dem Schwarzmeer-Raum. Das ist jedoch die unerlässliche Voraussetzung dafür, die Länder dieser Region im Westen zu verankern oder sie zumindest für eine enge Zusammenarbeit zu gewinnen. Nur so kann der Stabilitätsraum über die südöstlichen Grenzen Europas hinaus ausgedehnt werden, und nur so kann die Grundlage dafür geschaffen werden, Stabilität in den Weiteren Nahen Osten zu projizieren.

  • Die Interventionspolitik der USA Is purchaseable

    von Lothar Rühl | Vereinigte Staaten von Amerika

    Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten ist seit dem 11. September 2001 von drei Zielsetzungen geprägt, denen Vorrang vor allen anderen Vorhaben und Beziehungen eingeräumt wird: dem Kampf gegen den internationalen Terror, der Beseitigung von Massenvernichtungswaffen in den geheimen Arsenalen von Schurkenstaaten und einer weit ausgreifenden, beweglichen Vorwärtsverteidigung durch vorauseilendes Handeln zur Gefahrenbeseitigung. Nach Ansicht des Sicherheitsexperten Lothar Rühl handelt es sich dabei um eine „Akzentverschiebung zwischen schon früher gesetzten Prioritäten“, nicht jedoch um einen radikalen Paradigmenwechsel.

  • Fratze im Spiegel Is purchaseable

    Zur Diskussion um die Relegitimierung der Folter

    von Jan Philipp Reemtsma | Weltweit, Recht

    Eigentlich sollte es in Deutschland keine Debatte über Folter geben, denn es gibt darüber nichts zu diskutieren, so der Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Folter ist und bleibt unter allen Umständen verboten und jede Abweichung von diesem Verbot stellt einen Zivilisationsbruch dar. Wenn man Ausnahmen zulasse, so der Autor, werde der Rechtsstaat und damit die moderne westliche Zivilisation in ihren Grundfesten erschüttert.

Buchkritik

  • Das fragile Bündnis Is purchaseable

    Driften Europa und die USA auseinander?

    von Dirk Nabers | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    Im März dieses Jahres wuchs die NATO von 19 auf 26 Mitglieder, und im Mai öffnete die EU für zehn neue Staaten die Tür zum „europäischen Haus“. Beide Erweiterungen wurden, gewiss zu Recht, als historisch bezeichnet. Dirk Nabers stellt drei Neuerscheinungen vor, die ungeachtet dieser Erfolgsgeschichte die Zukunft beider Organisationen mit wenig Optimismus betrachten und vor einer wachsenden Entfremdung zwischen Europa und den Vereinigten Staaten warnen.

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

ip archiv
Meistgelesen
  • Altes Problem

    28. August 2019 - 0:00

    Nationalismus und Gender: der Siegertext des Sylke Tempel Essaypreises

  • Letzte Chance

    1. September 2019 - 0:00

  • Krise ohne Grenzen

    1. September 2019 - 0:00

    China und die USA, Frankreich und Polen: Wie ist es um die Klimapolitik dieser vier Volkswirtschaften bestellt?