Ausgabe Januar 2005

Alles ist Außenpolitik Is purchaseable

Titelthema

  • Neue Welt, altes Denken

    Die Grenzen zwischen Außen- und Innenpolitik lösen sich auf

    von Eberhard Sandschneider | Weltweit, Internationale Politik/Beziehungen

    Seit 1989 hat sich die Welt fundamental verändert; aber die Denkmuster zu ihrer Erklärung sind die gleichen geblieben. Wenn Unübersichtlichkeit die Politik überfordert, sucht sie nach einfachen Antworten. Mit schlichten Dichotomien will auch die Wissenschaft immer komplexere Verhältnisse interpretieren. Beides muss zwangsläufig scheitern.

  • Wettstreit der Akteure

    Die internationalen Verflechtungen revolutionieren das Regieren

    von Dirk Messner | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Längst handelt nicht mehr nur das Auswärtige Amt international. Auch die traditionellen Binnenressorts der Bundesregierung agieren eigen- ständig auf europäischer wie globaler Ebene. Doch trotz der zunehmenden Überlappung von innen- und außenpolitischen Aufgaben mangelt es weiterhin an vernetztem Denken. Und das nicht nur in den Ministerien.

  • Was ging schief?

    Auslandswissenschaft nach der Postmoderne

    von Thomas Hauschild | Westliche Welt, Forschung

    Wohin hat die außenpolitische Diskussion der letzten Jahrzehnte geführt? Staatliche Stellen, Außenpolitik-Redaktionen, auslandswissenschaftliche Universitätsfächer scheinen noch das alte „Westdeutschland“ zu verkörpern, in dem Außenpolitik ein Randgebiet war. Von den Problemen der Gegenwart wissen sie nicht genug. Postmoderne Theorie undstaatstragender Positivismus haben sich dabei ergänzt. Wenn der Westen aber überleben will, muss er wissen, wer seine Feinde sind.

  • »Europa muss Weltmacht werden!«

    EU-Kommissar Günter Verheugen im Gespräch mit der IP

    von Günter Verheugen | Europa, Internationale Politik/Beziehungen

    Die Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft der Türkei sind ein großer Sprung nach vorne. In Zukunft wird Europa seine Interessen bei der Lösung globaler Probleme robust vertreten

Internationale Politik

  • Republik ohne Kompass

    Berlins Außenpolitik ist orientierungslos

    von Hans-Peter Schwarz | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Die westliche Gemeinschaft ist in Auflösung begriffen, unsere außenpolitische Lage kritisch. Doch nicht allein Rot-Grün, allen politischen Lagern fehlen schlüssige Konzepte für die großen Entscheidungsfragen.

  • Europa und Amerika: business as usual?

    Die Zeit ist reif für einen US-EU-Vertrag

    von Ulrike Guérot | Europa, Transatlantische Beziehungen

    Zwar ist das neue Zuwanderungsgesetz am 1. Januar Kurz vor dem Amtsantritt der zweiten Bush-Administration deutet manches auf eine pragmatische Neuorientierung in den transatlantischen Beziehungen hin. Die Europäische Union hat manchen materiellen und institutionellen Nachholbedarf, ehe sie zu einem Akteur der Weltpolitik aufsteigen kann. Die USA müssen die EU als wichtigsten europäischen Partner akzeptieren. Ein formeller Vertrag könnte dazu beitragen.

  • Enorme Unterschiede

    Aktuelle Demoskopie zum EU-Beitritt der Türkei

    von Michael Mertes | Deutschland, Erweiterungsprozess

    Die aktuelle Demoskopie zum EU-Beitritt der Türkei ergibt kein einheitliches Bild. Viel spricht jedoch für die Annahme, dass die Deutschen das Thema ganz nüchtern angehen

  • Der irrelevante Kontinent

    Warum die Amerikaner wenig von den Europäern halten - und was Europa dagegen tun kann

    von Ezra Suleiman | Europa, Transatlantische Beziehungen

    Die Bush-Regierung hat ihre Verachtung für die traditionellen Alliierten sehr weit getrieben. Diese Politik hat sich als kontraproduktiv erwiesen. Amerika, das sich lange Zeit das Engagement seiner Alliierten wünschte, hat letztlich die zurückgewiesen, deren Hilfe es bedarf. Aber es wäre seitens der Europäer gleichermaßen unehrlich und kontraproduktiv, sich lediglich auf die Rolle des unschuldigen und ohnmächtigen Zuschauers zurückzuziehen.

  • Sanfter Machtverlust

    Die USA müssen wieder mehr in Softpower investieren

    von Joseph S. Nye, Jr. | Vereinigte Staaten von Amerika, Internationale Politik/Beziehungen

    Es gibt drei Hauptwege für einen Staat, Macht auszuüben: durch den Gebrauch oder die Androhung von Gewalt, durch Belohnung von Gefolgsamkeit oder durch Soft Power – also durch das Gewinnen von Anhängern mit den Werten seines Landes und die Bereitschaft zur Einbindung anderer. Wenn ein Land andere durch den Einsatz von Soft Power dazu bewegen kann, ihm zu folgen, kann es sich den Einsatz von Brot und Peitsche häufig ersparen. Diese Lektion haben die USA zuletzt anscheinend vergessen.

  • Der Traum von einer freien Welt

    Haben Europa und Amerika eine gemeinsame Zukunft? Zwei Denker, zwei Perspektiven

    von Alan Wolfe | Europa, Transatlantische Beziehungen

    Nicht erst der Krieg im Irak hat die transatlantische Allianz entzweit. Die einen feiern Europas moralische Überlegenheit, die anderen beschwören die Gemeinsamkeiten. Höchste Zeit für einen klaren Blick.

  • Auf der Kippe

    Von Deutschlands Entscheidungen hängt ab, wie die EU im Jahr 2015 wirtschaftlich dasteht

    von Adam S. Posen | Europa, Wirtschaft & Finanzen

    Wachsende Schwierigkeiten, ratlose Parteien, reformunwillige Bevölkerung: Die deutsche Wirtschaft zeigt die klassischen Symptome eines reichen Landes, das offenkundige Probleme nicht anpacken mag. Wenn sich nichts ändert, wird auch in zehn Jahren der Osten dem Westen hinterherhinken – auf insgesamt niedrigerem Niveau.

  • Das unsichtbare Dritte

    In der Ukraine hat das Volk, nicht das geopolitische Kalkül der USA gesiegt

    von Sonja Margolina | Ukraine, Staat und Gesellschaft

    Auf Kiews Straßen blühen die Orangen. Das Volk, nicht das geopolitische Kalkül der USA, hat in der Ukraine gesiegt. Russland ist unfähig, seine Fehler einzugestehen

  • Zwischen Bär und Elefant

    Optionen der Ukraine nach den Wahlen

    von Oleksandr Tschaly | Ukraine, Internationale Politik/Beziehungen

    Ohne Zugehörigkeit zu den heutigen geopolitischen Blöcken in Europa –der EU und der NATO auf der einen, Russland auf der anderen Seite – bleibt der Status der Ukraine undefiniert. Seit sie 1995 freiwillig das weltweit drittgrößte Atomwaffenarsenal aufgegeben hat, steht sie ohne Sicherheitsschirm da. Angesichts dieser Realität braucht Kiew eine neue Strategie – und die EU muss klar sagen, welche Ukraine sie möchte.

  • Schröder handelt in Europas Interesse

    Deutschlands Ostpolitik hat sich in der Ukraine-Krise bewährt

    von Alexander Rahr | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Zahlt sich die Freundschaft von Bundeskanzler Schröder zu Präsident Putin aus? Oderschadet die enge Anbindung an Russland langfristig den eigenen Interessen?

  • Schröder verfolgt eine kurzsichtige Strategie

    Die Anbiederung an Moskau führt zu Misstrauen gegen Deutschland

    von Beate Neuss | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Zahlt sich die Freundschaft von Bundeskanzler Schröder zu Präsident Putin aus? Oderschadet die enge Anbindung an Russland langfristig den eigenen Interessen?

  • Demokratie ist machbar, Herr Nachbar!

    Wie Polens Präsident Kwasniewski in der Ukraine vermittelte

    von Christoph von Marschall | Polen

    Der polnische Präsident Aleksander Kwasniewski hat sich in der Ukraine als Vermittler bewährt. Schon bald könnten neue Herausforderungen auf ihn zukommen.

  • Wieder vereinte Nationen?

    Die Weltorganisation steht vor einschneidenden Veränderungen

    von Ramesh Thakur | Weltweit, Vereinte Nationen

    Die UN stecken in einer der größten Krisen seit ihrer Gründung. Vor allem die Kontroverse um den Irak-Krieg hat die Spannung zwischen dem ideellen Anspruch und den realen Machtverhältnissen deutlich gemacht. Jetzt liegen die Empfehlungen der Reformkommission vor. 2005 kann zum Schicksalsjahr für die Vereinten Nationen werden.

  • Klüger geht’s nicht

    Das UN-Panel betont die Grenzen des Rechtes auf Selbstverteidigung

    von Constanze Stelzenmüller | Weltweit, Vereinte Nationen

    Die UN-Experten haben Kriterien dafür vorgelegt, wann kollektive Gewaltanwendung auch präventiv legitim sein soll. Ist das hilfreich? Oder werden Grenzen verwischt?

  • Problematische Grauzone

    Das UN-Panel grenzt Präemption und Prävention nicht ausreichend ab

    von Andreas Zumach | Weltweit, Vereinte Nationen

    Die UN-Experten haben Kriterien dafür vorgelegt, wann kollektive Gewaltanwendung auch präventiv legitim sein soll. Ist das hilfreich? Oder werden Grenzen verwischt?

  • Fluch und Segen

    Arafats Tod eröffnet neue Chancen für den Friedensprozess

    von Daoud Kuttab | Arabischer Osten/Israel, Konflikte und Strategien

    Jassir Arafat begründete die palästinensische Nationalbewegung. Sein Mangel an rationaler Urteilskraft verhinderte jedoch die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaats. Der neue PLO-Chef Mahmud Abbas unterscheidet sich in Stil und Ansichten von seinem Vorgänger. Ein echter Erfolg bei zukünftigen Verhandlungen wird aber nicht von Stilfragen, sondern von der Substanz der Angebote abhängen.

  • Die Revolution frisst ihre Kinder

    Vorteil für den Iran: Amerikas Strategen in der Identitätskrise

    von Tim B. Müller | Vereinigte Staaten von Amerika, Internationale Politik/Beziehungen

    Braut sich erneut ein Sturm zusammen, sobald der Winter zu Ende geht? In wenigen Tagen wird Präsident George W. Bush zum zweiten Mal in sein Amt eingeführt. Ein eingespieltes und verschworenes Team lenkt weiter die Staatsgeschäfte. Auf seiner Liste der Bedrohungen steht der Iran ganz oben. Amerika muss handeln. Doch dieses Mal ist nichts mehr so, wie es vor zwei Jahren war.

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