Ausgabe Februar 2006

Energie für das 21. Jahrhundert Is purchaseable

Titelthema

  • Europas nächster Kalter Krieg

    Die EU braucht endlich ein Konzept zur Versorgungssicherheit

    von Frank Umbach | Rohstoffe & Energie

    Deutschlands, aber auch Europas sichere Energieversorgung wird noch immer primär als wirtschaftliche, nicht als außen- und sicherheitspolitische Frage betrachtet. Angesichts des russisch-ukrainischen Gaskonflikts wird vor einer zu großen Abhängigkeit von Russland gewarnt. Welche Folgen ergeben sich daraus für die deutsche Energiesicherheit?

  • Die neue OPEC

    Wie Russland zur globalen Energie-Supermacht werden will

    von Alexander Rahr | Rohstoffe & Energie

    Enttäuscht vom Westen, wendet sich Moskau dem asiatischen Raum zu und schmiedet neue geostrategische Allianzen. Dabei setzt der Kreml Russlands riesige Energieressourcen gezielt als Instrument ein, um die verlorene Weltmachtstellung wieder zu erobern. Europa und der Westen müssen diese geopolitische Herausforderung sehr ernst nehmen.

  • Die Gasölmedienbankkolchose Is purchaseable

    Außen- und Innenansichten eines russischen Energiegiganten

    von Stefan Scholl | Russische Föderation, Rohstoffe & Energie

    Gasprom ist das neue Herzstück des russischen Staatspatriotismus. Faktisch im Besitz des Kremls, setzt der Konzern nicht nur Wirtschafts-, sondern auch russische Staatsinteressen durch. Das wirkt nicht nur im Westen manchmal bedrohlich. Auch in Russland selbst wächst die Kritik an den bisweilen mafiösen Praktiken des Gasriesen.

  • Öl-Junkie Amerika

    Was die Abhängigkeit vom Erdöl für die USA politisch bedeutet

    von Michael T. Klare | Rohstoffe & Energie

    Schon zu Beginn seiner Amtszeit war es George W. Bush bewusst, dass die USA sich in einer Energiekrise befinden. Folgerichtig setzte er die Politik seines Vorgängers Clinton fort, den amerikanischen Zugriff auf ausländische Energiequellen zu sichern, vor allem im Nahen Osten, am Kaspischen Meer, in Westafrika und Südamerika. Zunehmend vermischen sich dabei amerikanische Außen-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik.

  • Wundersame Ölvermehrung

    Über die Reserven Saudi-Arabiens liegen nur dubiose Daten vor

    von André Salem | Rohstoffe & Energie

    Von den Ölreserven des größten Produzenten Saudi-Arabien hängt die globale Wirtschaft ab. Seit Jahren aber verweigert das Land eine Überprüfung. Die Reserven dürften weit geringer sein als offiziell angegeben – was fatale Auswirkungen auf Ölpreis und Weltwirtschaft hätte.

  • Neomerkantilistische Energie-Diplomatie

    China auf der Suche nach neuen Energiequellen

    von Heinrich Kreft | Rohstoffe & Energie

    China ist inzwischen der zweitgrößte Energiekonsument nach den USA. Zwar verfügt das Land über riesige eigene Kohle-, Öl- und Gasvorkommen, es ist aber zunehmend auf Importe angewiesen. Um sich Energiequellen exklusiv zu sichern, scheut es nicht vor Konflikten mit Nachbarländern oder Abkommen mit Paria-Staaten zurück. Eine stärkere Einbindung Chinas in die internationale Energiekooperation, vor allem in die Strukturen der Internationalen Energieagentur (IEA), ist vordringlich.

  • Atomkraft, ja bitte!

    Nachhaltige Politik braucht einen ausgewogenen Energiemix

    von | Kernenergie

    Ein ausgeglichener Energiemix ist die Basis für eine nachhaltige Energiepolitik. Sollte Atomenergie zu dieser Energiekombination gehören? Meine Antwort ist: Ja. Wenn wir den Klimawandel in den Griff bekommen und nachhaltige Energiepolitik betreiben möchten, bleibt keine andere Möglichkeit.

  • Kohle ist unverzichtbar Is purchaseable

    Clean Coal – Perspektiven der Kohleverstromung

    von Heinz Scholtholt | Deutschland, Rohstoffe & Energie

    Muss es Kernenergie sein? Clean Coal-Technologien haben viel Zukunftspotenzial

  • Nach dem Weltklimagipfel von Montreal

    Neue Hoffnung für die globale Klimapolitik?

    von Andreas Rechkemmer, Falk Schmidt | Klima und Umwelt

    Die Weltklimakonferenz in Montreal hat dem Kyoto-Protokoll neues Leben eingehaucht und die Weichen für die Zeit nach 2012 gestellt. Dann nämlich läuft die erste Etappe von Kyoto aus. In den folgenden Jahren geht es darum, sicherzustellen, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen auch greifen und darüber hinaus ambitionierte Folgevereinbarungen getroffen werden. Vor allem gilt es, Anreize dafür zu schaffen, dass mehr Staaten als bisher eine aktive Klimapolitik betreiben.

  • Globales Klima – deutsche Technik

    Warum der Einsatz deutscher Energietechnik im Ausland sinnvoller ist als bei uns

    von Jürgen Hofgrefe | Deutschland, Umwelttechnologie

    Vermeidung von klimaschädlichen CO2-Emissionen ist hierzulande viel teurer als in Entwicklungsländern. Smarte Klimapolitik wäre es also, deutsche Energieeffizienz-Technologie in alle Welt zu exportieren: Davon profitierten nicht nur deutsche Unternehmen, sondern die ganze Umwelt. Es wird Zeit, dass die Politik diese Chance erkennt und fördert.

Internationale Politik

  • Kein Retter in der Not

    Das Ende der Ära Scharon

    von Jakob Hessing | Staat und Gesellschaft

    Der Rückzug aus Gaza offenbarte eine Lüge: Demokratie in Israel und Besatzung für die Palästinenser ließen sich nicht vereinbaren. Dieser Fehler musste korrigiert werden. Hätte Scharon in der Westbank gehandelt wie in Gaza? Das Programm des Mannes, der in vorweggenommener Trauerarbeit als beinahe mythologische Figur verehrt wurde, bleibt im Dunklen. Jetzt muss die israelische Gesellschaft ohne Übervater auskommen.

  • Ein Tandem für Nahost

    Deutschlands und Frankreichs Beitrag für eine Konfliktlösung

    von Isabel Schäfer, Dorothée Schmid | Konflikte und Strategien

    Frankreich pflegt seit Jahrzehnten ein intensives Verhältnis zu den Palästinensern. Deutschland verbinden „besondere Beziehungen“ mit Israel. Die Betrachtung des Nahost-Konflikts fällt dementsprechend unterschiedlich aus. Vor Ort arbeiten deutsche und französische Diplomaten kaum zusammen. Trotzdem gelang es den Gründungsnationen der EU, eine für alle EU-Länder akzeptable und zukunftsweisende Nahost-Politik zu formulieren.

  • Ein Vordenker des 21. Jahrhunderts

    Zum Tode des großen „idealistischen Realisten“ John H. Herz

    von Christian Hacke | Forschung

    Am 26. Dezember 2005 verstarb in Scarsdale, New York, im Alter von 97 Jahren einer der berühmtesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Internationalen Politik, Professor Dr. John H. Herz. Mit seinen Arbeiten nahm Herz maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des „Außenpolitischen Realismus“, der die Wissenschaft von der Internationalen Politik, aber auch führende Politiker in aller Welt nachhaltig beeinflusst hat.

  • Die wichtigen neun Prozent

    Der Agrarhandel als ein Hemmschuh bei der WTO-Konferenz

    von Claudia Decker, Stormy-Annika Mildner | Welthandel

    In Hongkong wurde kein Durchbruch in den WTO-Verhandlungen über eine Liberalisierung des Welthandels erwartet – das war schon im Vorfeld klar. Doch Fortschritte, besonders im Agrarbereich, sind erforderlich, wenn das Einkommen der Entwicklungländer steigen soll. Selbst ein Minimalkonsens der Doha-Runde wäre für diese Länder besser als der Schuldenerlass von 2005 oder die Erhöhung der Entwicklungshilfe.

  • Protektorate erfolgreich managen

    Warum externer Staatsaufbau heute so häufig misslingt

    von Carlo Masala | Staatsaufbau

    Externe Staatenbildungsprozesse sind kompliziert und langwierig – wie derzeit im Irak, in Afghanistan, Bosnien und im Kosovo zu beobachten. Sie scheitern auch oft: Die meisten dieser internationalen Protektorate stehen immer noch weit unten auf der Liste fragiler, vom Kollaps bedrohter Staaten. Not tut also eine genaue Analyse: Was unterscheidet gelungene von erfolglosen Nation-Building-Prozessen?

  • Plädoyer für Mitteleuropa

    OstOstmittel- MOE? Die Sprache hinkt der Geschichte hinterher

    von Gereon Schuch | Politische Kultur

    In Deutschland wird der Begriff „Mitteleuropa“ noch immer als politisch kontaminiert verstanden. Doch in Warschau, Budapest, Bratislava und Prag gilt das schon lange nicht mehr: Seit dem Fall der Mauer hat sich Mitteleuropa aufs Neue entwickelt – Zeit, dem Rechnung zu tragen.

  • Das „Zentrum“ führt auf einen Irrweg

    Polen und Deutsche stehen an einer Wegkreuzung

    von Irena Lipowicz

    Die Idee eines „Zentrums gegen Vertreibungen“ wird von den Polen als Bedrohung für die deutsch-polnischen Beziehungen angesehen. Sie missachte, so wird befürchtet, die historischen Zusammenhänge und berge die Gefahr von unkontrollierbaren Emotionen. Es gibt bessere Wege, gemeinsam der Vergangenheit zu gedenken, ohne die deutschen Gefühle bei diesem schwierigen Thema beiseite zu schieben.

  • Diplomatie in Zeiten des Friedens

    Die ungeliebte Weltregierung im Einsatz, rund um den Globus

    von Tim B. Müller | Internationale Politik/Beziehungen

    Die USA als Weltregierung ist zwar überall unbeliebt, aber derzeit an vielen Orten der Welt wieder dringend gebraucht – was natürlich niemand gern zugibt

  • Geologie und Geopolitik

    Buchkritik

    von Tim B. Müller | Rohstoffe & Energie

    Ihr habt immer nur weggesehen: Energie als Idee und Strategie

  • Abendland im Morgengrauen

    Buchkritik

    von Undine Ruge | Europäische Union

    Wie es dazu kam, was die Deutschen heute über Europa denken

  • Nachrichtendienste in der Nachrichtenflut

    Buchkritik

    von Christoph Grams | Sicherheitspolitik

    Besser informiert: Ein umfassendes Lagebild hat viele Zuträger

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