Ausgabe März 2006

Migration und Sicherheit Is purchaseable

Titelthema

  • Zuwanderung in Zeiten des Terrors

    Hilft erfolgreiche Integration gegen die islamistische Bedrohung?

    von Steffen Angenendt, Belinda Cooper | Migration

    Einwanderer bringen ihre Arbeitskraft, ihre Kreativität und ihr Know-how in die Aufnahmeländer mit – aber bringen sie auch den Terror? Lassen sich angesichts der neuen Gefahren die Prinzipien offener Gesellschaften aufrechterhalten? Wie kann die Balance twischen Bürgerrechten und Sicherheit gewahrt werden? Europa und die USA reagieren sehr unterschiedlich auf diese Fragen. Eine internationale Debatte über Migration, Integration und Sicherheit ist überfällig.

  • Zusammenhänge sehen, Chancen nutzen

    Empfehlungen der Weltkommission für internationale Migration

    von Rita Süssmuth | Migration

    Nach Schätzungen gibt es 185 bis 200 Millionen Migranten in der Welt. Was diese Wanderungsbewegungen für die Herkunfts- und Aufnahmeländer ökonomisch und politisch bedeuten, wird oft diskutiert. Weniger werden Zusammenhänge von Migration und Sicherheit, Entwicklung, Integration und Menschenrechten beachtet. Die UN-Kommission hat neue Handlungsprinzipien auch für diese Aspekte der Zuwanderung vorgelegt.

  • Mythos Integration

    Über "negative Anpassung", Islam, Terror und Vorstadtkrawalle

    von Robert S. Leiken | Migration

    Warum revoltieren französische Jugendliche? Warum töten scheinbar gut integrierte Marokkaner oder Pakistanis der zweiten Generation niederländische Filmemacher oder legen Bomben in der Londoner U-Bahn? Und was hat das alles mit dem Islam zu tun? Die europäischen Gesellschaften täten gut daran, sich mit den Problemen ihrer Immigranten näher zu befassen – und sich zu fragen, welche sie selbst zu verantworten haben.

  • Religion und Identität

    Vom deutschen Versuch, "Ausländer" zu "Muslimen" zu machen

    von Riem Spielhaus | Deutschland, Integration

    Nachdem jahrzehntelang die Religion von Zuwanderern überhaupt keine Rolle spielte, wird im derzeitigen Diskurs über Muslime in Deutschland häufig deren religiöse Identität betont. Dies geht einher mit der Konstruktion einer muslimischen Gemeinschaft, die hier als solche bisher gar nicht existiert. Das verkennt die ethnische, religiöse und kulturelle Verschiedenheit von Muslimen – und es grenzt sie von der Mehrheitsgesellschaft ab.

  • Kein Zutritt für „Ausländer“

    Die hermetische deutsche Leitkultur schließt Migranten aus

    von Dilek Zaptcioglu | Deutschland, Integration

    Die dritte und vierte Generation der „Gastarbeiter“-Kinder – hier geboren, sozialisiert und ausgebildet – stößt an unsichtbare Grenzen, wenn sie hierzulande Karriere machen will: Deutsche mit türkischem Namen werden immer noch benachteiligt. Deutschland muss sich endlich dazu durchringen, seine Einwanderer willkommen zu heißen und ihnen Chancengleichheit mit seinen anderen Bürgern zu gewähren.

  • High Noon für Virenjäger

    Islamistische Terrornetzwerke müssen offensiv bekämpft werden

    von Jean-Louis Bruguière | Terrorismus

    Der offene europäische Raum und das Fehlen einer gemeinsamen Immigrationspolitik haben die Entstehung dezentraler islamistischer Terrorzellen in Europa begünstigt. Um dieser zersplitterten Bedrohung Herr zu werden, sind schärfere Grenzkontrollen, aber vor allem ein „dynamischerer“ Ansatz der Risikovorbeugung nötig: Am dringlichsten ist eine enge, präzise abgestimmte Kooperation der Nachrichtendienste.

  • „Wir brauchen einen Zaun!“

    Illegale Einwanderung als Sicherheitsbedrohung der USA

    von Ulf Gartzke | Vereinigte Staaten von Amerika, Migration

    In den USA wird der Ruf nach strikteren Maßnahmen gegen illegale Einwanderung immer lauter

  • „Manchmal stehe ich wie in der Luft“

    Ein Rückkehrer krempelt die irakisch-kurdische Stadt Erbil um

    von Susanne Fischer | Irak, Staat und Gesellschaft

    23 seiner 48 Lebensjahre hat Nihad Salim als Asylant in Deutschland verbracht. Heute ist er Oberbürgermeister von Erbil, der Hauptstadt Irakisch-Kurdistans, und er hat diese Stadt zu einer der blühendsten des Iraks gemacht. Denn Salim ist furchtlos genug, um vieles über den Haufen zu werfen, was aus seiner „deutschen“ Perspektive keinen Sinn macht. Seine kurdischen Landsleute lernen über ihn neue Ideen und Werte kennen.

Internationale Politik

  • Wieso will der Iran ein Atomprogramm?

    Iranische und westliche Argument beim 132. Bergedorfer Gesprächskreis in Dubai

    von Thomas Weihe | Iran, Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

  • Europäische Diplomatie in der Sackgasse

    Warum der kritische Dialog mit dem Iran scheitern musste

    von Wahied Wahdat-Hagh | Iran, Politisches System

    Der totalitäre Charakter der Islamischen Republik Iran lässt demokratische Reformen innerhalb des bestehenden politischen Systems nicht zu. Die europäische Außenpolitik gegenüber dem Iran nährte jedoch genau diese Illusion, da der Iran ein begehrter Handelspartner ist, der nicht verschreckt werden sollte. Doch nun entwickelt sich der islamistische Staat auch zu einer Gefahr für Europa und den Westen.

  • Unheimliche Nachbarn

    Islamabad hat kein Interesse an einer Atommacht Iran

    von Irfan Husain | Iran, Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Pakistan entwickelt sich unaufhaltsam zum islamischen Staat – aber zu einem sunnitischen. Deshalb verschärfen sich auch die Konflikte mit dem schiitischen Iran. Sollte das iranische Nuklearprogramm gewaltsam beendet werden, würde man das in Islamabad insgeheim begrüßen.

  • Ein neues System kollektiver Sicherheit?

    Die UN zwischen Stillstand und Reform

    von Peter Wittig | Sicherheitspolitik

    Beim UN-Reformgipfel von 2005 waren sich alle Beteiligten im Prinzip einig, dass neue Regeln zur Sicherung von Frieden und kollektiver Sicherheit unabdingbar sind. Doch die Einigung auf einen erweiterten Sicherheitsbegriff, der die Rechte von Individuen umfasst und notfalls die Pflicht zur Intervention impliziert, scheiterte am Widerstand von Staaten, die um ihre Souveränität fürchten. Reformbedarf für die UN besteht weiterhin.

  • Cry for me, Palästina

    Nach ihrem Wahlsieg betreibt Hamas eine radikale Islamisierung

    von Pierre Heumann | Palästinensische Selbstverwaltungsgebiete, Staat und Gesellschaft

    Bei den Parlamentswahlen von Ende Januar verhalfen die Palästinenser den Islamisten der Hamas zu einem Erdrutschsieg. Nun stellen sie mit Schrecken fest, dass die neue Regierung ein Taliban-Regime in der Westbank und Gaza installieren könnte. Deshalb behilft man sich mit schwarzem Humor. Und hofft auf Neuwahlen in nicht allzu ferner Zukunft.

  • Mit Hamas reden!

    Die Fundamenstalisten sollten an ihrer Politik gemessen werden

    von Jamil Hamad | Palästinensische Selbstverwaltungsgebiete, Internationale Politik/Beziehungen

    Ein palästinensischer Publizist über den Umgang mit den gewählten Fundamentalisten

  • Der erste Schritt vor dem zweiten

    Wie steht es um die strategische Entwicklung der EU?

    von Claudia Major, Henning Riecke | Europa, GASP

    Vor zwei Jahren hat die Europäische Union mit der Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) zum ersten Mal ein Strategiepapier verabschiedet und ihren Anspruch auf eine Rolle als globale Akteurin unterstrichen. Was hat das so genannte „Solana-Papier“ seither bewirkt? Hat es Europas außenpolitische Handlungsfähigkeit entscheidend verbessert? Eine Analyse der Strategie und Empfehlungen zur weiteren Umsetzung.

  • Übertreibungen einer Superbehörde

    Der US-Heimatschutz ist umfassend, wirkt aber am falschen Ort

    von Josef Braml | Vereinigte Staaten von Amerika, Innere Sicherheit

    Eine proaktive Heimatschutzstrategie forcierte Präsident George W. Bush mit der Schaffung des Heimatschutzministeriums. Doch restriktive Visavergaben wirken sich vor allem negativ auf amerikanische Universitäten, die Wirtschaft und die transatlantischen Beziehungen aus.

  • »Fest im Griff des Regimes«

    Die IP im Gespräch mit Garri Kasparow, der im März 2005 seine Schachkarriere beendete und nun Politik macht

    von Garri Kasparow | Russische Föderation, Politisches System

  • Jenseits des Tellerrands

    Plädoyer für eine neue außenpolitische Kultur in Deutschland

    von Cornelius Adebahr | Europa, Bildung

    Deutsche Politiker haben kaum Auslandserfahrung. Für die junge, international ausgerichtete Generation ist eine Karriere in der hiesigen Politik daher kaum attraktiv, argumentiert Cornelius Adebahr. Die Barrieren zwischen Verwaltungs-, Wissenschafts- und Unternehmenskarriere, zwischen Berufswegen im In- und Ausland sollten aufgehoben werden.

  • Überraschungen und Selbstkritik

    Der Wahlsieg der Hamas und der Eklat um die dänischen Mohammed-Karrikaturen im Spigel arabischer Medien

    von Wael Gayar, el, Felix Struening | Arabische Länder, Medien/Information

Kolumnen

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

ip archiv
Meistgelesen
  • Letzte Chance

    1. September 2019 - 0:00

  • Altes Problem

    28. August 2019 - 0:00

    Nationalismus und Gender: der Siegertext des Sylke Tempel Essaypreises

  • Krise ohne Grenzen

    1. September 2019 - 0:00

    China und die USA, Frankreich und Polen: Wie ist es um die Klimapolitik dieser vier Volkswirtschaften bestellt?