Ausgabe Juli 2006

Russlands Renaissance Is purchaseable

Titelthema

  • Rückkehr auf die Weltbühne

    Moskaus Ambitionen sind größer als sein politisches Gewicht

    von Hannes Adomeit | Russische Föderation, Internationale Politik/Beziehungen

    Auf internationalem Parkett tritt Russlands Präsident, beflügelt durch hohe Energiepreise, wieder mit großem Selbstbewusstsein auf. Aber die russischen Supermacht-Allüren stehen auf tönernen Füßen: Seine bisweilen ruppige Interessenpolitik schmälert den Einfluss des Landes als globaler Akteur – Russland, so die Diagnose, mangelt es an Soft Power.

  • Geopolitischer Infantilismus

    Europas Unsicherheit im Umgang mit Russland nimmt zu

    von Alexander Rahr | Russische Föderation, Internationale Politik/Beziehungen

    Die Zeit russischer Charmeoffensiven Richtung Europa ist vorbei. Man zeigt sich die kalte Schulter; selbstbewusst distanziert sich die „Energie-Supermacht“ von der früher angestrebten Wertegemeinschaft mit dem Westen und hält nach neuen Partnerschaften Ausschau. Die EU sollte jedoch vermeiden, Russland allzu aktiv in die Arme Chinas zu treiben.

  • Weder Partner noch Gegner

    Auch die USA suchen nach dem richtigen Umgang mit Russland

    von Nikolas K. Gvosdev | Russische Föderation, Internationale Politik/Beziehungen

  • Russlands Wirtschaftsentwicklung

    Abhängig vom Ölpreis oder von der staatlichen Politik?

    von Roland Götz | Russische Föderation, Wirtschaft & Finanzen

    Die russische Wirtschaft befindet sich seit 1999 in einem Aufschwung, der allerdings stark vom Ölpreis gesteuert und damit instabil ist. Die Wachstumsaussichten werden von der demographischen Entwicklung, der Verbesserung der Infrastruktur sowie davon beeinflusst werden, ob die in einigen Branchen zu beobachtende Renationalisierung wirtschaftlichen Erfolg haben wird.

  • Energie für die Welt

    Wie Staatskonzern Gazprom das Thema Energiesicherheit sieht

    von Aleksej Borisovič Miller | Russische Föderation, Rohstoffe & Energie

    Die russische Firma Gazprom ist einer der größten Energiekonzerne der Welt. Von ihren verlässlichen Gaslieferungen hängt Europas Energiesicherheit ebenso ab wie das stabile Wachstum der Weltwirtschaft. Denn neue Abnehmer in Asien und Nordamerika konkurrieren inzwischen um das russische Gas. Kann Gazprom regionale und globale Energiesicherheit gewährleisten? Nutzt der Staatskonzern die russischen Ressourcen effizient? Antworten vom Vorstandsvorsitzenden Alexej Miller.

  • Ukrainische Wünsche an die G-8

    Plädoyer für einen weltweiten Dialog über Energiesicherheit

    von Anatolij Orel | Ukraine, Rohstoffe & Energie

  • Putins Vermächtnis

    Wie die russische Elite die Modernisierung des Landes blockiert

    von Lilija Fedorovna Sevcova | Russische Föderation, Politisches System

    Das politische System des heutigen Russlands am Ende der Ära Wladimir Putin lässt sich als „bürokratischer Kapitalismus“ bezeichnen, der mit Demokratie und Liberalität wenig zu tun hat; er dient einzig den Interessen einer Klasse von Technokraten. Der Westen steht den russischen Entwicklungen mehr oder weniger hilflos gegenüber.

  • Zwischen neuer Macht und alten Mythen

    Russlands Zivilgesellschaft steht unter wachsendem Druck

    von Barbara von Ow-Freytag | Russische Föderation, Staat und Gesellschaft

    Für die meisten Russen war die „Demokratie“-Erfahrung der neunziger Jahre ein Schockerlebnis. Umso schwieriger ist es heute für die entstehende Bürger- und Menschenrechtsbewegung, sich gegen die autoritären Tendenzen und verquasten Ideologien der herrschenden Elite durchzusetzen. Doch sie verdient die Unterstützung des Westens.

  • Im Visier des Kremls

    Wie das neue russische NGO-Gesetz „bunte“ Revolutionen verhindern soll

    von Michael Mertes | Russische Föderation, Politische Partizipation

  • Demokratie mit Feindbild

    Das Konzept der „souveränen Demokratie“ geht mit antiwestlichen Affekten einher

    von Stefan Scholl | Russische Föderation, Politische Kultur

  • Jenseits von Demokratie und Diktatur

    Erziehung zur Gewalt: Russische Orte männlicher Sozialisation

    von Sonja Margolina | Russische Föderation, Politische Kultur

    Unvorstellbare Grausamkeiten, Folter und Erpressung gehören heute in russischen Institutionen wie den Streitkräften, der Miliz und dem Strafvollzug zum Alltag. Dort werden ganze Generationen junger Männer zu psychischen und physischen Krüppeln gemacht. Diese Deformationen tragen sie in die Gesellschaft hinein – mit dramatischen Folgen.

Internationale Politik

  • Die Neuorientierung deutscher Europa-Politik im Jahr 2014

    Ein europäischer Blick in die Glaskugel – natürlich rein fiktiv

    von Alexander Lambsdorff, Graf | Europa, Europäische Union

  • Israel in die NATO? Was dagegen spricht

    Eine Replik auf Ralf Fücks’ Vorschlag in der IP 6/2006

    von Helga Haftendorn | Israel, NATO

  • Gereifte Erkenntnis

    Auch die EU verstärkt ihr Engagement im Südkaukasus

    von Dieter Boden | Kaukasische Staaten der ehemaligen Sowjetunion, Europäische Nachbarschaftspolitik

  • Rumänien auf dem Weg nach Europa

    Welche wirtschafts- und finanzpolitischen Perspektiven hat der EU-Beitritt?

    von Klaus W. Grewlich | Europa, Europäische Union

  • No peace, but war

    Der Friedensprozess in Sri Lanka ist gescheitert

    von Kristina Eichhorst | Sri Lanka, Konflikte und Strategien

    Am 30. Mai 2006 entschied die EU, die „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE) auf die Liste der verbotenen Terrororganisationen zu setzen. Sie reagierte damit auf eskalierende Gewalt zwischen den srilankischen Konfliktparteien, die im Februar 2002 offiziell Waffenstillstand geschlossen haben. Diese Maßnahme markiert einen Tiefpunkt im Friedensprozess. Doch was genau ging schief? Eine Analyse.

  • Unruhe in Australiens „Hinterhof“

    Die Interventionen auf den Salomonen ist aktive Machtpolitik, vergleichbar mit dem Antiterrorkampf der USA

    von Andreas Holtz | Australien, Internationale Politik/Beziehungen

    Die australische Intervention auf den Salomonen wird von Canberra gern als mustergültiges Nation-Building-Projekt dargestellt. Dabei betreibt das Land bereits seit Beginn der neunziger Jahre eine durchaus machtpolitisch motivierte Politik im Südpazifik. Ökonomische und Sicherheitsinteressen der regionalen Hegemonialmacht spielen dabei eine Rolle.

  • Implosion eines Traumes

    Immer wieder kommt es zu Ausbrüchen der Gewalt. Wird Osttimor zu einem humanitären Dauerpflegefall?

    von Till Skrobek | Timor-Leste, Konflikte und Strategien

    Im Mai 2006 landete erneut eine internationale Eingreiftruppe in Osttimor, um eine Welle der Gewalt zu beenden. Im Unterschied zu 1999 sind die Ursachen des Konflikts heute hausgemacht. Australien fürchtet in Osttimor einen humanitären Dauerpflegefall. Zudem kühlt das Verhältnis Canberras zu Indonesien durch die Ereignisse in Westpapua weiter ab.

  • Keine Kunst ohne KGB

    In Moskaus Printmedien ist eine neue Kulturdiskussion entbrannt

    von Stefan Scholl | Russische Föderation, Politische Kultur

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