Ausgabe Dezember 2007

Entwicklungspolitik: Adieu, Almosen! Is purchaseable

Titelthema

  • Schneepflüge für Guinea

    Warum die Entwicklungshilfe gescheitert ist und was wir daraus lernen können

    von Bartholomäus Grill | Entwicklungspolitik

    Die Bilanz eines halben Jahrhunderts Entwicklungspolitik ist desaströs. Milliarden sind vom Norden in den Süden geflossen, aber sie haben das Los der Hilfsempfänger keineswegs verbessert – vielen Afrikanern geht es schlechter denn je. Nicht weitere Big-Push-Initiativen, sondern eine radikale Fehleranalyse tut not: Was ging schief? Was ist zu tun?

  • Investieren geht über Schmieren

    Statt korrupte Eliten sollte der Westen in Afrika innovatove Unternehmen fördern

    von Andrew M. Mwenda | Afrika, Entwicklungspolitik

    Machen wir uns nichts vor: Das Konzept der Entwicklungshilfe in Form von Geldtransfers an die Regierenden in Afrika ist gescheitert. Um für nachhaltiges Wachstum zu sorgen, gilt es stattdessen, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass sich privates Unternehmertum erfolgreich entfalten kann.

  • »Wir sind alle Entwicklungsländer«

    Hilft Entwicklungshilfe überhaupt? Ja - wenn sie auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt

    von Thomas Wolf | Entwicklungspolitik

    Hilft Entwicklungshilfe überhaupt? Der Streit darüber wird derzeit wieder heftig geführt. Die Meinungen reichen von „viel mehr Geld investieren“ bis zu „total abschaffen“. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit setzt seit langem erfolgreich auf das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe – was simpel klingt, aber in der Praxis schwer zu verwirklichen ist.

  • Das Netz der Ideen

    Wie das Internet die Entwicklungszusammenarbeit herausfordert

    von Christian Kreutz | Afrika, Entwicklungspolitik

    Mit seiner mittlerweile mehr als einer Milliarde Nutzern ist das Internet auch zur globalen Plattform für radikal neue Formen der Entwicklungszusammenarbeit geworden: Wer Hilfe braucht, sucht sich seine Geber selber im Netz. Traditionelle Entwicklungsorganisationen können von dieser neuen Dynamik, die von ganz alleine wächst, viel lernen.

  • Die Große Divergenz

    ... oder warum es noch nie so arme und so reiche Mensch gab wie heute

    von Gregory Clark | Wirtschaft & Finanzen

    Die gewaltigen Einkommensunterschiede, die die Welt von heute prägen, gibt es erst seit rund 200 Jahren: In den 100 000 Jahren der Menschheitsgeschichte vor dem Ende des 18. Jahrhunderts verbesserte sich der Lebensstandard kaum. Das änderte sich total mit der industriellen Revolution. Aber warum? Und warum begann es in England, nicht in China?

  • Reich ohne Rohstoffe

    Rechtstaatlichkeit und Bildung als Garanten nachhaltiger Entwicklung

    von Ronald Bailey | Wirtschaft & Finanzen

    „Money can’t buy me love“, sang einst Paul McCartney, ein Diktum, das mutatis mutandis auch heute noch Gültigkeit beanspruchen kann. Etwa für die Entwicklungspolitik: Nicht Geld oder Bodenschätze, sondern „immaterielles“ Kapital wie Rechtsstaatlichkeit und Bildung ist nach einer Studie der Weltbank Garant für nachhaltige Entwicklung.

  • Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht

    Entwicklung braucht effiziente Programme und überprüfbare Verpflichtungen

    von Joachim Betz | Entwicklungspolitik

    Seit die Welt über Millenniumsziele und internationale Entschuldungskampagnen debattiert, feiert auch die totgesagte Entwicklungszusammenarbeit ein fulminantes Comeback. Doch mehr Geld muss mehr Güte folgen – sonst drohen die zusätzlichen Mittel im Durcheinander unterschiedlicher Projekte und widersprüchlicher Interessen der Geber zu zerrinnen.

  • Die Clinton-Formel

    Der ehemalige US-Präsident erschließt neue Ressourcen der Weltpolitik

    von Manuel Fröhlich | Globale Fragen

    Wenn er ruft, kommen die Mächtigen und Reichen und wollen Gutes tun. In nur drei Jahren ist es Bill Clinton gelungen, seine Initiative als Drehscheibe der globalen Philanthropie zu etablieren. Konkrete Hilfszusagen in Milliarden-Höhe werden in Projekte umgesetzt, die der Entwicklung dienen und zugleich auch Profit bringen können.

  • „Ma Ellen“ macht Staat

    Wie Liberias Präsidentin für den Wiederaufbau des Staates kämpft

    von Thorsten Benner, Till Blume | Liberia, Politisches System

    Vor knapp zwei Jahren übernahm Ellen Johnson-Sirleaf als erstes frei gewähltes weibliches Staatsoberhaupt Afrikas das Ruder in Liberia. Die Erwartungen der Bevölkerung sind enorm. Schnell avancierte die Harvard-Absolventin auch zum Liebling der Geber. Doch der Aufbau der völlig zerstörten Staatsstrukturen ist ein Sisyphusjob.

Internationale Politik

  • Jenseits von Darfur

    Zum EU-Engagement im Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik

    von Hans-Georg Ehrhart | Tchad, GASP/GSVP

    Der siebte Afrika-Einsatz der EU geht in die Nachbarländer des Sudan, die eine gemeinsame Grenze mit der Krisenregion Dafur haben. Diese auf ein Jahr begrenzte „Überbrückungsoperation“ soll das gegenwärtige Engagement der AU bis zum Eintreffen der UN-Blauhelme unterstützen. Keine leichte Aufgabe angesichts der schwierigen Lage vor Ort.

  • Ein Kommando für Afrika

    Warum die USA ihre militärische Präsenz auf dem schwarzen Kontinent ausbauen

    von Dustin Dehéz | Vereinigte Staaten von Amerika, Sicherheitspolitik

    Mit der Schaffung von AFRICOM, einem eigenen Afrika-Kommando, bauen die USA ihre militärische Präsenz auf dem schwarzen Kontinent deutlich aus. Dabei haben sie vor allem zwei Interessen im Blick: die Energieversorgung und den Kampf gegen den Terror. Wird aber Afrika von seiner gestiegenen Rolle profitieren können?

  • Mit gutem Beispiel voran

    ... in der Energie- und Klimapolitik: eine Aufgabe für Deutschland und die EU

    von Hanns W. Maull, Michael Sander | Europa, Klima- und Energiepolitik

    Die Aufgabenstellung ist anspruchsvoll: krisenflexibel soll sie sein, umweltverträglich, effizient und gerecht. Deutschland und die EU sollten in der Energie- und Klimapolitik eine Vorreiterrolle übernehmen und mit der Einführung einer CO2-Steuer notwendige Veränderungen in Gang setzen.

  • Europas wunderbares Chaos

    Wird die EU je mit einer Stimme sprechen? Wohl nicht - und das ist auch gut so

    von Rachel Herp Tausendfreund | Europa, Europäische Union

    Wird sich das „Demokratiedefizit“ der Europäischen Union jemals beheben lassen? Wird die EU je ein mächtiger globaler Akteur werden, der mit einer Stimme spricht? Werden die außerordentlich mühsamen Abstimmungsprozeduren bald leichter? Vermutlich nicht. Aber das ist auch gut so, argumentiert die Autorin dieses Beitrags.

  • Wahl zwischen Pest und Cholera

    Nützt das geplante amerikanisch-indische Nuklearabkommen der Abrüstung?

    von Harald Müller, Carsten Rauch | Indien, Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Die USA wollen den Export nuklearer Brennstoffe und ziviler Technologie nach Indien erlauben, obwohl Delhi den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat. Damit hätte die De-facto-Atommacht eine Sonderstellung. Zurzeit liegt das umstrittene Abkommen auf Eis – und es ist fraglich, ob es jemals in Kraft treten wird.

  • Neubeginn mit Altlasten Is purchaseable

    Montenegros junge Unabhängigkeit: Erfolge und Herausforderungen

    von Jenni Winterhagen | Montenegro, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Seit seiner Unabhängigkeit im Juni 2006 ist Montenegro stabil und kann erste Fortschritte verzeichnen. Doch die Nachfolgepartei der Kommunisten dominiert die demokratische Kultur, eine sorgfältige Vergangenheitsaufarbeitung findet nicht statt und die politischen Parteien definieren sich zunehmend nach ethnischen Kriterien.

  • Zwischen Hofnarr und Agendasetter Is purchaseable

    Über wissenschaftliche Beratung in der Außen- und Sicherheitspolitik

    von Volker Perthes | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Einen Studiengang „wissenschaftlicher Politikberater“ gibt es nicht. In der Außen- und Sicherheitspolitik muss sich wissenschaftliche Beratung daher selbst einen Orientierungsrahmen geben. Wie könnte der aussehen? Einige Betrachtungen über Relevanz, Unabhängigkeit, Distanz, Nähe und die Fallstricke des von den Medien so geschätzten Alarmismus.

  • Auf Seelensuche Is purchaseable

    Amerikas Interlektuelle sind verunsichert und diskutieren über Grundsatzfragen

    von Patrick Keller | Vereinigte Staaten von Amerika, Internationale Politik/Beziehungen

    Angesichts der verfahrenen außenpolitischen Lage und der innenpolitischen Zerrissenheit prüft die amerikanische Öffentlichkeit ihr Gewissen, sucht nach ihrer Identität und einer angemessenen Richtung für die Zukunft. Von welcher Breite und Tiefe diese Suche ist, zeigt ein Blick in die amerikanische Zeitschriftenlandschaft. Public intellectuals aller Art wurden nach ihrem Sommerurlaub an den Schreibtisch zitiert, um Aufschluss zu geben über die Lage des Landes.

  • In den Sand gesetzt Is purchaseable

    Buchkritik

    von Renate Wilke-Launer | Weltweit, Entwicklungspolitik

    Drei Neuerscheinungen und die Frage, warum Entwicklungspolitik scheitert

  • Parlament der Menschheit? Is purchaseable

    Buchkritik

    von Steffen Bauer, Julia Leininger | Weltweit, Vereinte Nationen

    Die Vereinten Nationen auf dem Prüfstand

  • 90 Jahre und kein bisschen milde Is purchaseable

    Buchkritik

    von Henning Hoff | Weltweit, Internationale Politik/Beziehungen

    Wohin treibt die Welt? Für die Zukunft erwartet Eric Hobsbawm wenig Gutes

  • Bombenstimmungsmache Is purchaseable

    Buchkritik

    von Bernd Volkert | Vereinigte Staaten von Amerika, Internationale Politik/Beziehungen

    Norman Podhoretz schwört Amerika auf den vierten Weltkrieg ein

Kolumnen

  • Verwirrungen über den Geist der Zeit Is purchaseable

    Werkstatt Deutschland

    von Manfred Güllner | Deutschland, Politische Kultur

    Rückt Deutschland nach „links“? Nein. Aber die Kluft zwischen Bürgern und gesellschaftlichen Institutionen wächst dramatisch

  • Ab nach Putrajaya! Is purchaseable

    Ökonomie

    von Norbert Walter | Weltweit, IWF

    Der IWF muss seinen Sitz nach Asien verlegen, um in der neuen Weltordnung noch eine gewichtige Rolle spielen zu können

  • Das Rätsel der „Zebra Killings“ Is purchaseable

    Kultur

    von Lorenz Jäger | Vereinigte Staaten von Amerika, Kultur

    Hollywood macht einen Fall von schwarzem Rassismus zum Thema. Aber die hässliche Realität dieser Mordserie wird wohl ausgeblendet bleiben

  • Mondsüchtig Is purchaseable

    Technologie

    von Tom Schimmeck | Weltweit, Technologie und Forschung

    Plötzlich interessiert sich alle Welt wieder für den Erdtrabanten. Vor allem die aufstrebenden asiatischen Mächte wollen unbedingt hin

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