Ausgabe März 2008

Auslaufmodell NATO? Is purchaseable

Titelthema

  • Der steinige Weg ins globale Zeitalter

    In Bukarest muss die NATO die Weichen für das 21. Jahrhundert stellen

    von Michael Rühle | NATO

    Afghanistan, Balkan, Raketenabwehr, Erweiterung: Baustellen, wohin man schaut. Die NATO bietet heute das Bild eines Bündnisses, dem es an Klarheit über seinen Daseinszweck mangelt. Große strategische Konzepte sind aus Bukarest nicht zu erwarten. Entscheidend ist etwas anderes: die Bereitschaft der NATO-Mitgliedsstaaten, sich globalen Herausforderungen auch dann zu stellen, wenn der Preis hoch ist.

  • Friedensstifter oder Fachidiot?

    Was die NATO noch - oder nicht mehr kann

    von Peter van Ham, Karl Kaiser | NATO

    Die Allianz ist zerstritten, es fehlt an Ausrüstung, ihre Militäreinsätze sind in manchen Mitgliedsstaaten innenpolitisch schwer vermittelbar: Ist die NATO ein überfordertes Relikt des Kalten Krieges, das bald verschwinden wird? Oder passt sie sich den Herausforderungen an und bleibt angesichts grenzüberschreitender Bedrohungen unverzichtbar? Peter van Ham und Karl Kaiser vertreten dazu gegensätzliche Positionen.

  • Weniger Taschenkarten, mehr Wirkmittel

    Deutschlands Rolle in der NATO: Afghanistan als Testfall

    von Timo Noetzel | NATO

    Auf dem NATO-Gipfel in Bukarest steht der Allianz eine intensive Debatte zum Afghanistan-Einsatz bevor. Es geht um Risiken und Lastenverteilung. Gesucht wird nach einer schlüssigen Strategie. Unter dem Druck der Verbündeten denkt Berlin über eine Ausweitung des deutschen ISAF-Engagements nach. Entscheidend: Zivile und militärische Mittel müssen integriert zur Wirkung gebracht werden.

  • Liaison dangereuse

    Bienvenue: Eine Rückkehr Frankreichs in die Bündnisstrukturen wäre gut für alle

    von Leo Michel | Frankreich, NATO

    Paris sendet Signale, dass es nach mehr als vier Jahrzehnten Abwesenheit wieder als Vollmitglied in die integrierten NATO-Strukturen zurückkehren will. Der Verhandlungsprozess wird nicht einfach werden. Aber es muss ein multilateraler Prozess sein, nicht nur ein bilateraler; und Verbündete wie Deutschland sollten Frankreich dabei den Rücken stärken.

  • Als Sicherheitsnetz unverzichtbar

    Warum die NATO auf dem Balkan auch in Zukunft wichtig bleiben wird

    von Rafael Biermann | Balkan, Konfliktprävention/-management

    Kosovo, Serbien, Mazedonien, Bosnien: Allerorten zeigt das fortdauernde Krisenpotenzial, dass die Intervention der internationalen Gemeinschaft den Balkan keineswegs nachhaltig befriedet hat. Aber wird die NATO dort noch gebraucht? Sollte die EU nicht besser den gesamten Stabilisierungseinsatz übernehmen? Nein, argumentiert der Autor.

  • Heiße Kartoffel Raketenabwehr

    Dringend gesucht: eine Bündnisstrategie für ein Raketenabwehrsystem

    von Benjamin Schreer | Verteidigungspolitik

    Lange Zeit sah es so aus, als ob der NATO-Gipfel in Bukarest die Weichen für den Aufbau einer strategischen Raketenabwehr in Europa stellen könnte. Doch viele europäische Staaten scheinen weiter auf Zeit spielen und sich vor einer konkreten Entscheidung drücken zu wollen. Das wäre kurzsichtig: Die Allianz braucht eine tragfähige Strategie.

  • Die militärische Sicherung von Energie

    Kann sich die NATO neue strategische Aufgabenfelder erschließen?

    von Johannes Varwick | Rohstoffe & Energie

    Die Sicherung von Transportwegen und die Organisation internationaler Solidarität im Bedarfsfall sind zwei Bereiche, in denen die NATO künftig eine größere Rolle spielen könnte. Doch ohne eine grundsätzliche Verständigung darüber, wie das Bündnis mit den strategischen Fragen der Energiesicherheit umgehen will, wird dies nicht möglich sein.

  • Kooperation statt Konfrontation

    Wie wir die Beziehungen zu Russland wieder in ruhigere Bahnen lenken können

    von Karl-Heinz Kamp

    Das Verhältnis von Washington und Moskau beziehungsweise das der NATO zu Russland ist heute von wechselseitigen Vorwürfen, Drohungen und Abgrenzungsversuchen gekennzeichnet. Wo lagen die Fehler und wie kann die NATO künftig ihr Verhältnis zum schwierigen, aber unverzichtbaren Partner Russland gestalten? Eine „To Do List“ der NATO.

  • Globale NATO – aber wie?

    Amerika setzt auf Allianzen außerhalb der NATO als neue Säule des Bündnisses

    von Henning Riecke, Simon Koschut | Transatlantische Beziehungen

Internationale Politik

  • Röttgen oder Rüttgers?

    „Kampf für Nokia“ oder „Globalisierung gestalten“: Die deutsche Christdemokratie sendet wirtschaftspolitisch äußerst ver

    von Gunter Hofmann | Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

  • Abendlanddämmerung

    Wie das Reich der Mitte zunehmend die globalen Spielregeln bestimmt

    von Frank Sieren | Volksrepublik China, Wirtschaft & Finanzen

    Dank seines wirtschaftlichen Aufstiegs wächst Pekings Rolle im internationalen Machtgefüge dramatisch. Anstatt China penetrant zu belehren, sollte der Westen sich von der Illusion verabschieden, weiterhin als unbestrittener Hegemon die Geschicke der Welt zu lenken. Auch „Exportweltmeister“ Deutschland muss sein Verhältnis zu China überdenken.

  • Was uns bleibt

    Mit seinen Werten steht der Westen langfristig besser da als mit seiner Macht

    von Jan Roß | Westliche Welt, Politische Kultur

    Nicht „Kampf mit dem Islam“ oder „amerikanische Weltherrschaft“ lautet – entgegen so mancher Prophezeiung – die Überschrift für das beginnende 21. Jahrhundert, sondern „Niedergang des Westens“. Statt aber in Angst und Agonie zu versinken, sollte sich der Westen auf das besinnen, was er kann: Irgendwo zwischen Washington und Rom liegt noch immer ein Gravitationszentrum der Humanität, und seine Kraft wirkt fort.

  • Im Schein des olympischen Feuers

    Die chinesische KP will Olympia als Effizienznachweis nutzen

    von Björn Conrad | Volksrepublik China, Politisches System

    Auf der exponierten Bühne der Olympischen Spiele von Peking 2008 wird die Kommunistische Partei Chinas ihre bevorzugte Version der chinesischen Zukunft zur Aufführung bringen. Dargeboten wird die Vision eines energisch aufwärts strebenden Chinas unter der unangefochtenen Herrschaft der KPCh. Die Weltöffentlichkeit als Publikum ist wichtig – aber die zentrale Botschaft von Peking 2008 richtet sich nach innen.

  • Wandel zum Wohlfühlen

    Fünf Lehren aus den amerikanischen Vorwahlen

    von Patrick Keller | Vereinigte Staaten von Amerika, Politisches System

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