Ausgabe April 2008

Die Neue Weltölordnung Is purchaseable

Titelthema

  • Wege finden, wenn Ressourcen schwinden

    Das Thema Energiesicherheit ist zu wichtig für unreflektierte Scheinlösungen

    von Felix Christian Matthes | Rohstoffe & Energie

    „Die Antwort ist Ja, aber wie war noch mal die Frage?“ So lässt sich, frei nach Woody Allen, die aktuelle Debatte zur Energiesicherheit beschreiben. Doch statt den Krieg um Ressourcen auszurufen, „nationale Champions“ zu züchten oder überflüssige Autarkiediskussionen anzuzetteln, sollten wir erst einmal die Probleme klären.

  • Weg vom Öl?

    Die Welt steht vor einer neuen Versorgungskrise - was tun?

    von Enno Harks, Sascha Müller-Kraenner | Klima- und Energiepolitik

    Schwindende Ressourcen, geopolitische Spannungen, Klimawandel: Welchen Weg sollten Deutschland und die EU wählen, um eine verlässliche und umweltfreundliche Energieversorgung zu ermöglichen? Wie lange dürfen wir noch fossile Energien verfeuern? Und wie vertragen sich Energiesicherheit und Klimaschutz? Eine Debatte.

  • (E)Mission impossible?

    Wie wir die unerlässliche Senkung des CO2-Ausstoßes erreichen können

    von Hans-Joachim Ziesing | Klima und Umwelt

    Trotz aller bisherigen Maßnahmen zur Emissionsreduzierung wird der Ausstoß von Treibhausgasen nach Schätzungen der IEA bis 2030 sogar noch um 27 bis 57 Prozent zunehmen. Was tun? Vor allem zwei Klimaschutzstrategien versprechen Erfolg: massive Steigerung der Energieproduktivität und verstärkter Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

  • Klimaschutzpolitik als Beitrag zur Versorgungssicherheit

    Emissionen senken, Stromverbrauch sichern: Es geht, ohne Atomkraftwerke

    von Matthias Machnig | Klima und Umwelt

  • »Die Sirenen schrillen«

    Der Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA) im Gespräch

    von Astrid Schneider, Fatih Birol | Rohstoffe & Energie

    Energiehunger trifft Energieknappheit: Während die Nachfrage nach Öl wächst, sinkt die Förderung – es drohen Lieferklemmen, eskalierende Preise, Inflation. Im Gespräch mit der Energiepolitikerin Astrid Schneider fordert der Chefökonom der IEA, Fatih Birol, die Mitgliedsstaaten zu einem Politikwechsel auf. Sein Motto: Wir sollten das Öl verlassen, bevor es uns verlässt.

  • Global Energy Governance

    Die weltweiten Strukturen im Energiesektor müssen überholt werden

    von Andreas Goldthau, Jan Martin Witte | Klima- und Energiepolitik

    Geopolitische Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der Energiepolitik. Oft übersehen wird jedoch, dass Öl und Gas nicht nur strategische Ressourcen sind, sondern vor allem auch Güter, die auf Märkten gehandelt werden. Welche Art von Governance, von Regeln und Institutionen, brauchen die globalen Öl- und Gasmärkte heute?

  • Langer Marsch in die CO²-Freiheit

    Pekings Energiepolitik zwischen fossiler Energiesicherheit und Klimaschutz

    von Andreas Oberheitmann | Klima und Umwelt

    Um sein enormes Wirtschaftswachstum anzufeuern, setzt China weiter auf heimische Kohle. Doch was Energieimporte, vor allem Öl, spart, ist schlecht für das Klima. Erneuerbare Energien könnten einen Ausweg aus dem Dilemma weisen – als Brücke ins postfossile Zeitalter zieht die Volksrepublik allerdings eher Clean-Coal-Technologien in Betracht.

  • Nicht jeder in Delhi sollte Auto fahren

    Indien muss globaler Energieakteur werden und lokal weniger verbrauchen

    von Leena Srivastava | Indien, Klima und Umwelt

  • Russlands Energie: Europas Achillesferse?

    Trotz Misstönen und gebotener kritischer Distanz: Die Kooperation ist alternativlos

    von Klaus Töpfer | Russische Föderation, Rohstoffe & Energie

    Russlands neues Selbstbewusstsein als „Energie-Großmacht“ beunruhigt den Westen. Auch Deutschland, der wichtigste Handelspartner, ist auf russische Energielieferungen absolut angewiesen. Doch Angst war noch nie ein guter Ratgeber: Das Verhältnis braucht Glaubwürdigkeit, Vertrauen und neue Formen eines vertieften deutsch-russischen Dialogs.

  • Klima-Weltmacht Europa

    Brüssel diktiert Staaten und Industriesektoren energiepolitische Regeln

    von Jochen Luhmann | Europa, Klima- und Energiepolitik

    Die EU ist abhängig von Öl- und Gasimporten – und macht aus der Not eine Tugend: Sie dominiert die Entwicklung neuer Energietechnologien und strebt bei Emissionshandel und Schadstoffreduktion eine Vormachtstellung an. Es gilt die Maxime: Wer mitmacht, wird belohnt. Und sollte Kyoto II scheitern, geht die Union auch ohne die USA voran.

  • Der Klimakiller denkt um

    Zumindest verbal sind alle US-Präsidentschaftsbewerber große Klimaschützer

    von Wolfgang Fischer, Petra Holtrup Mostert, Olga Schenk | Klima- und Energiepolitik

    Zum ersten Mal in der Geschichte der amerikanischen Vorwahlen ist die Klimaschutzpolitik ein wichtiges Thema, und zwar bei Demokraten wie Republikanern. Alle Kandidaten beteuern, den Kampf gegen die Erderwärmung künftig ernsthaft voranzutreiben. Wie hoch sind die Chancen für eine radikal neue Politik?

Internationale Politik

  • Steuerflucht als soziale Entantwortung

    Der Fall Zumwinkel et.al.: Wie die neuen Eliten den Staat untergraben

    von Birger P. Priddat | Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

  • Die gute alte Zeit kommt nicht wieder

    Die CDU/CSU muss aus ihrem außenpolitischen Schlaf erwachen

    von Jochen Thies | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

  • Raúls vietnamesischer Weg

    Versöhnung mit den USA ohne Aufgabe der Ein-Parteien-Herrschaft?

    von Bert Hoffmann | Politisches System

    Nach dem Ende der Ära Fidel unterzeichnet Kubas neuer Staatschef Raúl Castro UN-Menschenrechtsabkommen, verspricht eine Öffnung der Wirtschaft und fordert die Bevölkerung zu Kritik auf. Washington gegenüber zeigt er sich versöhnlich. So könnten die USA wie auch Kuba ein Feindbild verlieren – eine Herausforderung für den Karibik-Sozialismus.

  • Genug gekichert

    Zehn Jahre Friedensprozess in Nordirland

    von Ralf Sotscheck | Irland, Innere Konflikte

    Seit Mai 2007 haben zwei ehemalige Erzfeinde, der radikale Protestantenführer und Hassprediger Ian Paisley und der Ex-Stabschef der IRA in Derry, Martin McGuinness, gemeinsam die nordirische Regierung geführt. Jetzt geht Paisley. Und obwohl immer noch viel gestritten wird, war der zehnjährige Friedensprozess ein großer Erfolg: Belfast blüht auf.

  • Gute Absichten, schlechte Aussichten

    Was Gordon Brown von Ludwig Erhards Erfahrungen lernen kann

    von Klaus Larres | Vereinigtes Königreich, Politische Kultur

    Der britische Premierminister Gordon Brown steht vor großen innen- und wirtschaftspolitischen Problemen. Kann er die Krisenstimmung im Lande überwinden? Und wann endlich wird es ihm gelingen, eigene außenpolitische Akzente zu setzen?

  • Willkommen im nachdemokratischen Zeitalter

    Wir brauchen neue Methoden, um der Mehrheit Gehör zu verschaffen

    von Guy Hermet | Weltweit, Politisches System

    Mit der Demokratie geht es bergab. Daran kann ihre quantitative Verbreitung weltweit nichts ändern. Und wie unsere Vorfahren um 1780 nicht mit einem Sturz des Ancien Régime rechneten, so sind auch wir uns des nahenden Endes des demokratischen Zeitalters nicht bewusst. Zeit, über neue Methoden nachzudenken, der Mehrheit Gehör zu verschaffen.

  • »Demokratie ist instabil«

    von Ágnes Heller | Weltweit, Politisches System

    Wie verträgt sich der Islamismus mit unserer Freiheit? Gibt es Gründe, Politikern zu vertrauen? Welche Schönheiten birgt die Globalisierung? Ein Gespräch mit der ungarischen Philosophin Ágnes Heller über die Schwächen demokratischer Gesellschaften, die radikale Absage an Utopien und die Wurzeln des europäischen Antiamerikanismus.

  • „Europäischer Bastard“

    Russlands Medien betrachten die Anerkennung des Kosovo mit Skepsis

    von Stefan Scholl

    Nicht die Präsidentschaftswahlen standen zuletzt im Fokus der russischen Medien, sondern ein Ereignis, das Russland nur mittelbar betraf: die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo und ihre Anerkennung durch führende westliche Nationen. Russland habe sich zu Recht, so der Tenor, an die Spitze derer gesetzt, die vor einem Präzedenzfall warnen.

  • Was wir vom Wandel wissen

    Buchkritik

    von Felix Christian Matthes | Weltweit, Klima- und Energiepolitik

    Die Diskussion über Klimapolitik hat 2007 eine neue Qualität erreicht. Dazu hat neben der Arbeit von Nicholas Stern zur Ökonomie des Klimawandels insbesondere der scheibchenweise erschienene vierte Sachstandsbericht des IPCC beigetragen. Nun liegt der Report komplett vor, ebenso wie vier weitere Neuerscheinungen zum Thema.

  • Gegengifte zur Verschweizerung

    Buchkritik

    von Joachim Fritz-Vannahme | Europäische Union

    Der ehemalige französische Premier Balladur und Exaußenminister Védrine malten kürzlich das Gespenst einer wirtschaftlich leidlich prosperierenden, aber weltpolitisch recht ehrgeizlosen Europäischen Union an die Wand. Droht Europa die Verschweizerung? Vier Neuerscheinungen zu dieser und anderen europäischen Kernfragen.

  • Architekt aus Leidenschaft

    Buchkritik

    von Thomas Speckmann | Transatlantische Beziehungen

    „Ich habe Gewissensbisse, wer hat ein Verbrechen für mich?“ – Europas Schuldkomplex lähmt den Kontinent. Er bietet das perfekte Alibi dafür, sich von Amerika und dem Rest der Welt abzuschirmen. Ein Irrweg, meint Pascal Bruckner. Die Demokratien des Westens müssen stark sein, um nicht von den Kräften der Tyrannei besiegt zu werden.

  • Wie Amerika tickt

    Buchkritik

    von Jan Techau | Vereinigte Staaten von Amerika, Politische Kultur

    Der Streit war gehässig, fast unversöhnlich. Doch die Braut bleibt anziehend, auch wenn es ein paar Mal fast aus gewesen wäre. Nicht viel anders die transatlantische Lage 2008. Im Vorwahlstreit zwischen -McCain, Clinton und Obama entdeckt Europa das attraktive Amerika wieder, nach dem es sich sehnt. Ein neues Buch liefert die Informationen dazu.

  • Von illegal zu ganz normal

    Buchkritik

    von Hanns W. Maull | Deutschland, Politische Kultur

    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu: Eine neue Biografie zeichnet den Weg Joschka Fischers vom Straßenkämpfer zum Außenminister als typischem Repräsentanten seiner Generation und der jüngeren deutschen Nachkriegsgeschichte nach.

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