Ausgabe Mai 2008

Mazel Tov, Israel! Das selten Gelobte Land Is purchaseable

Titelthema

  • Zion, Sushi, Tarantino

    Was sie noch nie über Israel wussten, aber eigentlich hätten fragen müssen

    von Fania Oz-Salzberger | Israel, Politische Kultur

    Ein paar Medienberichte hier, ein bisschen Think-Tank-Blabla dort: Es ist eine magere Kost, die Europäern und Amerikanern als ernsthafte Auseinandersetzung mit Israel verkauft wird. Dabei braucht das Land nichts dringender als gut informierte, kritische Freunde. Nur so kann aus der Vision eines Friedens in Nahost Wirklichkeit werden.

  • Herzls Traum

    ... war eine wahrhaft moderne Demokratie. Seine Vision prägt das Land noch heute

    von Avi Primor | Israel, Staat und Gesellschaft

    Viele Europäer glauben, Israel sei ein Ergebnis des Holocaust. Man nimmt an, die UN hätten 1947 der Gründung eines jüdischen Staates zugestimmt, um einen Zufluchtsort für die Überlebenden der Schoah zu schaffen. Doch die Saat für den Staat Israel wurde lange vorher gelegt. Herzls Vermächtnis wird heute überschattet von der Siedlungspolitik.

  • »Annapolis war eine Tragödie«

    Hindernisse auf dem Weg zu einem Frieden im Nahen Osten

    von Sari Nusseibeh | Israel, Konfliktprävention/-management

    Wofür Olmert und Abbas kämpfen müssten, welche Fehler die internationale Gemeinschaft macht und wie junge Islamisten wieder auf den Pfad der Tugend zu bringen sind: Sari Nusseibeh, Präsident der Jerusalemer Al Quds-Universität, über die Bedeutung von Vertrauen in Zeiten der Paranoia.

  • Geschichtsschreibung und Politik

    Die "Neuen Historiker" und der Streit um die Historiographie des Staates Israel

    von Benny Morris | Geschichte

    Vor zwei Jahrzehnten wurden mehrere historische Studien junger israelischer Wissenschaftler veröffentlicht. Sie lieferten ein kritisches Bild der Geschichte Israels – und der Palästinenser. Diese Bücher stützten den Friedensprozess von Oslo. Doch heute ist die Gruppe der „Neuen Historiker“ zerfallen. Ein enttäuschtes Mitglied blickt zurück.

  • Unfriedensstifter

    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr

    von Claudia Baumgart-Ochse | Bilaterale Konflikte

    Israels Demokratie sieht sich einer doppelten Bedrohung ausgesetzt. Von außen durch Terror und Gewalt, von innen durch die radikale jüdische Siedlerbewegung. Dass sich die Demokratie gegenüber den Siedlern behaupten kann, ist eine der entscheidenden Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden mit den Palästinensern.

  • Mythen einer Gratwanderung

    Wie Pragmatismus und Realpolitik das deutsch-israelische Verhältnis prägen

    von Markus Weingardt

    Entgegen mancher Legenden war die Aufnahme diplomatischer Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu Israel im Jahr 1965 weder „Liebesheirat“ noch Ausdruck historischer Schuldgefühle, sondern pragmatische, interessengeleitete Realpolitik. Auch das immer wieder auftauchende deutsche „Kritik-Tabu“ an Israel gehört ins Reich der Märchen.

  • Verschwörungstheoretiker! Antisemiten!

    von Lorenz Jäger, Alan Posener

    Gibt es in Deutschland überhaupt eine Israel-Lobby wie in den USA? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, ist sie ganz klein oder – im Gegenteil – übermächtig groß? Schlägt sie dauernd mit der Antisemitismus-Keule um sich? Sind die hiesigen Antisemiten in Wahrheit Antiamerikaner? Und die proisraelischen Proamerikaner verkappte Antieuropäer? Ein Versuch, die Positionen aufeinanderprallen zu lassen.

  • Botschafter der neuen Zeit

    Kühler Verstand, frische Ideen: Yoram Ben-Zeev, Israels Vertreter in Berlin

    von Ralph Bollmann | Politische Kultur

    Yoram Ben-Zeev stammt als erster Gesandter Jerusalems in Deutschland nicht aus einer Familie, die vor dem Holocaust aus Europa flüchtete. Seine Vorfahren lebten schon unter osmanischer Herrschaft im Nahen Osten, sein Lebensthema ist der Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern. Ihn will er jetzt auch hier an die erste Stelle setzen.

  • Der amerikanische Freund

    Warum die USA nach wie vor eine entscheidende Rolle in Nahost spielen

    von Robert J. Lieber

    Gemeinsame Traditionen, gemeinsame Werte und eine tiefe gegenseitige Affinität prägen die Beziehungen zwischen den zwei „besonderen“ Staaten Amerika und Israel. Washingtons Rolle im Nahen Osten ist auch für den israelisch-palästinensischen Friedensprozess nach wie vor entscheidend. Doch erzwingen kann ihn auch die Hegemonialmacht nicht.

  • Europa als strategischer Partner Israels im Friedensprozess

    Eine Zwei-Staaten-Lösung bleibt das vorrangige politische Ziel der EU

    von Marc Otte | Konfliktprävention/-management

    Tatkräftige Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung, die -Israelis wie Palästinensern sofort spürbare Verbesserungen ihrer Lebensverhältnisse bringt: Das ist heute das vorrangige politische Ziel der EU in der Region. Denn die Entwicklungen in dieser Nachbarregion Europas -betreffen auch seine eigenen außen- und sicherheitspolitischen Interessen.

Internationale Politik

  • Wohlstand für alle

    … und nicht Reichtum für wenige! Eine Antwort auf Gunter Hofmann

    von Jürgen Rüttgers | Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

  • Die Debatte ist eröffnet

    … und Streit erwünscht: Warum Deutschland eine Sicherheitsstrategie braucht

    von Andreas Schockenhoff | Sicherheitspolitik

  • Kleines Erdbeben

    Trotz Berlusconi: Italien ist auf dem Weg, eine normale Demokratie zu werden

    von Pasquale Pasquino | Politische Kultur

  • Dein Freund und Feind

    Theorie und Praxis: Ein Besuch bei der deutschen Polizeiakademie in Kabul

    von Thomas Gutschker | Afghanistan, Bundeswehr

    Nach dem Sturz der Taliban hat Deutschland die Verantwortung für den Polizeiaufbau am Hindukusch übernommen. Doch die Ausbildung ist langwierig, ihr ziviles Leitbild weit von der Einsatzwirklichkeit -entfernt: Afghanische Polizisten stehen in der ersten Frontlinie eines verlustreichen Kampfes gegen die Taliban-Milizen.

  • Stärke nach außen, Schwäche im Innern

    Die KP in China verliert an Macht und versucht, mit harter Hand gegenzusteuern

    von Shi Ming | China, Innere Konflikte

    Je näher die Olympiade rückt, desto rabiater agiert Peking: Militärische Massenaufmärsche, Verurteilung von Dissidenten, harsche Repression in Tibet und anderen Unruhezonen, Schürung des Volkszorns gegen „Verschwörer“ aus dem Ausland. Dahinter steht nicht Stärke, sondern nackte Angst. Denn der Zentralregierung entgleitet die Macht zunehmend.

  • Europas ferner Westen

    Die EU und Lateinamerika müssen ihre gemeinsamen Werte verteidigen

    von Willy Stevens

    Energiepartnerschaft, Klimaschutz, Armutsbekämpfung: Die EU, Lateinamerika und die Karibik haben eine volle Agenda. Doch weder Wirtschaftskraft noch Ressourcen machen die Region zum wichtigen Partner Europas. Entscheidend sind Soft Interests: Geteilte Werte und Überzeugungen.

  • Protektionismus im Namen der nationalen Sicherheit

    Neue US-Gesetze erschweren den transatlantischen Handel

    von Stormy-Annika Mildner | Vereinigte Staaten von Amerika, Transatlantische Beziehungen

    Die USA haben jüngst strengere Verfahren zur Prüfung ausländischer Direktinvestitionen und Maßnahmen für mehr Sicherheit im Frachtverkehr beschlossen. Dabei geht es aber nicht nur um die nationale Sicherheit – in Zeiten des Wahlkampfs wollen Politiker auch auf die um sich greifende Globalisierungsangst und latente Terrorgefahren reagieren.

  • Neuanfang im Schneckentempo

    Polens Premier erfährt viel Zustimmung und profitiert von der Schwäche der Opposition

    von Basil Kerski | Polen, Staat und Gesellschaft

  • Gründungssünden

    Buchkritik

    von Joseph Croitoru | Staatsaufbau

    Die Lage der Palästinenser und der Einfluss der Siedler gehören zu den zentralen Problemen, mit denen man sich in Israel auch 60 Jahre nach der Staatsgründung auseinandersetzen muss. Kein Wunder, dass unter israelischen Historikern nach wie vor erbittert darüber gestritten wird. Drei Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen.

  • Amerika nach Bush

    Buchkritik

    von Stephan Bierling | Internationale Politik/Beziehungen

    Noch wenige Monate bis zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, kaum länger bis zum endgültigen Ende der Ära Bush. Wer kommendes Jahr ins Weiße Haus einziehen wird, ist derzeit kaum vorherzusagen. Auf dem deutschen Buchmarkt dominieren daher die Analysen der Außenpolitik des scheidenden Präsidenten.

  • Gewalt und Gerechtigkeit

    Buchkritik

    von Udo Steinbach | Terrorismus

    Warum töten junge Iraker? Wer ist „Terrorist“, wer „Widerstandskämpfer?“ Wer „führt“ in der „traurigen Bilanz des Tötens“, der „Westen“ oder der „Islam“? Mit unbequemen Fragen und provozierenden Thesen möchte Jürgen Todenhöfer für einen Paradigmenwechsel in der westlichen Wahrnehmung der islamischen Welt sorgen.

  • Europas offene Flanke

    Buchkritik

    von Christoph Mauntel | Europa, Nachbarschaftspolitik

    So intensiv wie derzeit standen Russland und der eurasische Raum lange nicht mehr im Fokus. Die russischen Wahlen, der erneut aufflammende Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine sowie die -Unabhängigkeitserklärung des Kosovo sind Ausdruck einer neuen Dynamik. Ein wieder aufgelegter Sammelband schildert die Hintergründe.

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