Ausgabe November/Dezember 2009

Earth, Wind & Fire Is purchaseable

Titelthema

  • Kooperation oder Eskalation?

    Warum Rohstoffknappheit nicht zwangsläufig zu Konflikten führt

    von Solveig Richter, Jörn Richert | Rohstoffe & Energie

    Dass natürliche Ressourcen knapper werden, ist unbestritten. Dass dies unweigerlich zu Konflikten führen muss, ist hingegen nicht zu belegen. Denn in vielen Auseinandersetzungen geht es gar nicht um Ressourcen. Oftmals dienen diese lediglich als Mittel zur Finanzierung von Gewalt.

  • Pragmatismus statt Panikmache

    Für eine unaufgeregte Ressourcendebatte

    von Oliver Geden, Claudia Zilla | Rohstoffe & Energie

    Sind Biokraftstoffe Hoffnungsträger oder verantwortlich für steigende Nahrungsmittelpreise? Droht uns die Abhängigkeit von Russland, sollte das Nabucco-Projekt scheitern? Kaum eine Debatte ist so alarmistisch aufgeladen wie die über Ressourcenpolitik. Das jedoch verhindert ein nüchternes und funktionierendes Risikomanagement.

  • Quell des Friedens

    Wasserkonflikte lassen sich durch internationale Kooperation entschärfen

    von Tobias von Lossow | Rohstoffe & Energie

    Knapp ein Drittel der Weltbevölkerung hat keinen ausreichenden Wasserzugang. Doch Wasserknappheit ist kein unabwendbares Schicksal. Mit einem nachhaltigen Ressourcenmanagement und internationaler Kooperation ließen sich nicht nur die Gesamtvorkommen erhöhen, sondern auch innerstaatliche Wasserkonflikte entschärfen.

  • Wem gehört der Meeresboden?

    Die USA sollten der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen beitreten

    von Gitta Lauster, Stormy-Annika Mildner | Seerecht

    Auf dem Meeresboden lagern Millionen Tonnen wertvoller Rohstoffe. Zahlreiche Staaten beantragen daher bei den Vereinten Nationen eine Erweiterung ihres Festlandsockels. Doch trotz offensichtlicher Vorteile sind die USA der UN-Seerechtskonvention bisher als einziger Küstenstaat nicht beigetreten.

  • Aufstand der Ausgehungerten

    Preisexplosionen, Versorgungskrisen, Hungeraufstände: Was wir tun können

    von Bettina Rudloff | Globale Ungleichgewichte

    Schon heute sind in vielen Entwicklungsländern Ausschreitungen infolge explodierender Nahrungsmittelpreise zu beobachten. Für die Zukunft ist verstärkt damit zu rechnen, dass die Preise kurzfristig und unvermittelt Rekordhöhen erreichen. Steigt damit das Sicherheitsrisiko? Und wie lässt sich die Gewalteskalation im Vorfeld abfangen?

  • Oldies not Goldies

    Warum wir uns von der Abhängigkeit von Öl und Gas lösen müssen

    von Jonas Grätz, Kirsten Westphal | Rohstoffe & Energie

    Öl und Erdgas sind die wichtigsten Energieträger der Industriestaaten. Aber längst schon sind es nicht mehr die westlichen Akteure, die die Spielregeln auf den Öl-und Erdgasmärkten bestimmen. Neue Spielregeln sind nötig, die zwei Aufgaben erfüllen können: das Energie- und das Klimaproblem gemeinsam zu lösen.

  • Immer knapper, immer teurer?

    Metalle: gefährliche Importabhängigkeit

    von Stormy-Annika Mildner, Florian Wassenberg | Rohstoffe & Energie

    In vielen Wirtschaftssektoren sind Metalle unentbehrlich. Deutschland muss einen Großteil dieser Rohstoffe importieren, trifft am Weltmarkt aber auf monopolartige Strukturen und Exportbeschränkungen, die zu erhöhten Preisen führen. Vor allem China steht dabei im Kreuzfeuer der Kritik.

  • Wider die Zweiteilung der Welt

    ... und die demographische Ignoranz

    von Steffen Angenendt | Globale Ungleichgewichte

    Das Bevölkerungswachstum verschärft Ressourcenknappheiten vor allem in den Entwicklungsländern. Bessere Familienplanung ist ein Weg, diesen Druck zu verringern, ein anderer ist Migration. In beiden Fällen müssen die armen Staaten mehr internationale Unterstützung erhalten.

Magazin

  • „Wir sind noch auf der Suche“

    Gespräch über Aufarbeitung und Europa

    von Václav Havel, Richard von Weizsäcker | Europa, Geschichte

    Nach „20 Jahren Freiheit“ ist es Zeit, Bilanz zu ziehen: Ist die Transformation in Osteuropa gelungen? Welche Bedeutung hatte die Bürgerbewegung bei der Beseitigung der Diktaturen in der DDR und in der damaligen Tschechoslowakei? Und wie ist es um die Zukunft der EU bestellt? Václav Havel und Richard von Weizsäcker blicken zurück – und nach vorne.

  • Erinnern für die Zukunft

    Europas Verantwortung in der Welt

    von Michael Zürn | Europa, Internationale Politik/Beziehungen

    Trotz veränderter Weltlage fühlt sich Europa weiterhin verantwortlich für die Lösung globaler Fragen. Doch wie will es Einfluss ausüben? Die Antwort lautet: durch produktive Macht. Auch nach 1989 kann Europa seinen Beitrag leisten, wenn es vier Voraussetzungen beachtet. Vor allem muss Europa seinen Worten auch Taten und Mittel folgen lassen.

  • Von alten und neuen Grenzen

    Der Mauerfall in internationaler Perspektive

    von Ursula Lehmkuhl | Internationale Politik/Beziehungen

    Das Ende des Kalten Krieges hat nicht nur in Deutschland und Europa zu Umbrüchen geführt, sondern auch auf internationaler Ebene Grenzen verschoben. Neue Akteure, vor allem in Asien, haben an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung gewonnen und ihren Aktionsradius ausgeweitet. Der euro-atlantische Raum verliert an Bedeutung.

  • Betriebsanleitung für den „Reset“

    Sicherheitspolitik... im Verhältnis Russlands zu den USA

    von Andreas Rinke | Russische Föderation, Konfliktprävention/-management

    Mit dem Baustopp für das US-Raketenschild in Osteuropa trat US-Präsident Barack Obama den Beweis an, in den Beziehungen mit Russland wirklich einen Neustart wagen zu wollen. Jetzt haben beide Staaten die Chance, ihre Beziehungen zu verbessern oder am alten konfrontativen Denken festzuhalten. Wie? Mit den folgenden Regeln.

  • Investieren und vernetzen

    Empfehlungen für effizientere Klimapolitik

    von Jan-Friedrich Kallmorgen | Umwelttechnologie

    Im Vorfeld der Kopenhagener Klimakonferenz lud die Atlantische Initiative Berlin im Rahmen einer Task Force für die Umwelt amerikanische, deutsche und britische Experten ein, Empfehlungen zur Rettung des Klimas zu erarbeiten.

  • Abrüstung und Global Zero

    ... gegen den Strich gebürstet

    von Oliver Thränert | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Die UN-Resolution 1887 und Obamas Prager Rede über die globale Null, die im Mai 2010 anstehende Überprüfungskonferenz zum Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag, die amerikanisch-russischen Verhandlungen über strategische Atomabrüstung, der Streit um das iranische Atomprogramm sowie Obamas Verzicht auf Raketenabwehr in Polen und Tschechien – eigentlich spannende Zeiten für atomare Abrüstung und Rüstungskontrolle. Doch die Debatten werden immer wieder von den gleichen Stereotypen dominiert.

  • Gesunde Heuchelei

    Was Warschau jetzt von Berlin erwartet

    von Adam Krzeminski | Europa, Deutsche Außenpolitik

    Was erhofft sich Deutschlands Nachbar Polen von der neuen deutschen Regierung? Auf dem Wunschzettel von der Weichsel steht ein energisches Engagement für eine gemeinsame europäische Strategie in Sachen Energie-, Verteidigungs- und Ostpolitik. Und nicht zuletzt die Heranführung einer neuen Politikergeneration an eine schwierige Nachbarschaft.

  • Allianz für die Ewigkeit

    Angela Merkel könnte Geschichte schreiben

    von Dmitry Suslov | Europa, Deutsche Außenpolitik

    Was kann die deutsche Bundeskanzlerin unternehmen, um sich bleibenden Verdienst in den internationalen Beziehungen zu erwerben? Ein Rat aus Moskau: Deutschland sollte sich maßgeblich dafür einsetzen, ein strategisches Bündnis zwischen Russland und der EU zustande zu bringen. Das könnte die Lösung der strukturellen Sicherheitsprobleme Europas sein.

  • Ende der Nabelschau

    Dafür mehr Engagement Berlins

    von Jusuf Wanandi | Deutsche Außenpolitik

    Mehr als andere Staaten hat sich Deutschland dafür eingesetzt, den aufsteigenden Schwellenländern einen Platz auf der Weltbühne zu verschaffen, der ihrer Bedeutung Rechnung trägt. Die Anerkennung, die Berlin deshalb in Ostasien genießt, sollte es nutzen: In den Proliferationsverhandlungen, bei der Reform der UN und sogar im Nahen Osten.

  • Keine Lizenz zum Kämpfen

    Warum Deutschland in Afghanistan versagt

    von Ahmed Rashid | Afghanistan, Deutsche Außenpolitik

    Seit Dezember 2001 ist Deutschland mit der Bundeswehr in Afghanistan präsent. Nach fast acht Jahren Einsatz am Hindukusch hat sich die Lage zuletzt dramatisch verschlechtert; inzwischen sind die Taliban auch im Norden des Landes auf dem Vormarsch. Was ist schief gelaufen? Und was muss die neue Bundesregierung dringend verändern?

  • Show ohne Publikum

    Brief aus… Tokio

    von Christoph Neidhart | Japan, Staat und Gesellschaft

    Warum sich niemand mehr für Japans ehemalige Regierungspartei interessiert

  • Briefeschreiber, Raketenzähler

    Internationale Presse

    von Basil Kerski | Polen, Europäische Union

    Reden mit Russland, Ärgern über Amerika: Polen und die Supermächte

  • Der Stoff, aus dem die Kriege sind

    Buchkritik

    von Bettina Engels | Rohstoffe & Energie

    Mit dem Klimawandel geraten Land und Wasser in den Fokus der Aufmerksamkeit. Während die einen erwarten, dass die Verknappung dieser Ressourcen besonders in den armen Ländern zu Auseinandersetzungen führen wird, halten andere nicht die Knappheit von Rohstoffen für entscheidend, sondern ihre Verteilung. Drei neue Debattenbeiträge.

  • Heimliche Helden

    Buchkritik

    von Paul Hockenos | Osteuropa, Geschichte

    Nach dem Mauerfall und dem „Ende der Geschichte“ (Fukuyama) war man sich einig: Demokratie, freie Marktwirtschaft und liberale Werte hatten sich durchgesetzt. Umso bemerkenswerter, dass wir auch 20 Jahre später in einer zentralen Frage so weit von einem Konsens entfernt sind: Wie und warum eigentlich endete der Kalte Krieg so abrupt?

  • Von Geduld und Gelassenheit

    Buchkritik

    von Thomas Speckmann | Terrorismus

    Wird der Westen den Antiterrorkampf verlieren? Wie etwa kann ein Staat wie Afghanistan auf eigene Füße gestellt werden, wenn über ein Drittel seines BIP mit dem Anbau und Verkauf von Drogen erwirtschaftet wird und selbst Regierungsmitglieder in Schwarzwirtschaft und Korruption mitmischen? Vier Neuerscheinungen suchen nach Antworten.

  • Das universelle Problemlösungsfüllhorn

    Schlusspunkt

    von Jan Techau | Europa, Europäische Union

    Wird Lissabon ratifiziert, verlieren die Mitgliedsstaaten ihre Lieblingsausrede

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