Ausgabe Januar 2009

Einsatz Europa Is purchaseable

Titelthema

  • Zaungast Europa: die Krise als Chance

    Wie der alte Kontinent wieder zum Akteur erster Klasse werden kann

    von Eberhard Sandschneider | Transatlantische Beziehungen

    Die gegenseitige Einschätzung in der transatlantischen Partnerschaft könnte gegensätzlicher nicht sein: Europa meint, in Barack Obama einen amerikanischen Europäer zu erblicken, für Amerika aber liegen die strategischen Partner in anderen Teilen der Welt. Will Europa wieder ernster genommen werden, muss es anfangen, initiativ zu handeln.

  • Vergesst Oslo!

    ... dann klappt es vielleicht auch mit dem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern

    von John C. Hulsman | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Bilaterale Konflikte

    Schluss mit den offen diskutierten Friedensplänen. Geheime Verhandlungen, ein Gesamtpaket zur Umsetzung aller strittigen Fragen und sofortige Belohnung für konstruktive Mitarbeit sind Erfolg versprechender. Dass die USA mehr Verständnis für Israel zeigen und die Europäer größere Sympathien für die Palästinenser, ist dabei ganz und gar kein Nachteil.

  • Den Vorteil nutzen

    Warum die Europäer einen besseren Zugang zu Nah- und Mittelost haben

    von Zoé von Finck | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Konflikte und Strategien

    Europa genießt im Nahen und Mittleren Osten ein höheres Ansehen und größeres Vertrauen als die USA, die in der Vergangenheit viele Fehler begangen haben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dieses europäische Potenzial zur Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zu nutzen, um langfristig Demokratie, Menschenrechte und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

  • Kein Regimewechsel

    Amerika und Europa müssen ihre Strategie gegenüber dem Iran ändern

    von Henner Fürtig | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Konflikte und Strategien

    Amerika und Europa müssen ihre bisherigen Strategien ändern, um eine tragfähige Basis für die Beziehungen zum Iran zu schaffen. Die neue US-Administration sollte vom Ziel des Regimewechsels in Teheran abrücken und verstärkt politische und diplomatische Wege nutzen, während die EU ihre Angebote an konkrete und überprüfbare Bedingungen knüpfen sollte.

  • Wir lösen Guantánamo auf!

    Doch was wird aus den Gefangenen?

    von Simon Koschut | Terrorismus

    Haben wir gegen den Terror einen „Kampf“ mit rechtsstaatlichen oder einen „Krieg“ mit militärischen Mitteln zu führen? Europäer und Amerikaner werden diese Frage weiterhin unterschiedlich beantworten. Doch wenn der neue US-Präsident Barack Obama stärker auf seine europäischen Verbündeten hört, dann müssen diese auch etwas zu sagen haben.

  • Mehr Einsatz in Afghanistan

    Und den Süden nicht mehr ausschließen

    von Henning Riecke | Afghanistan, Krieg/Kriegführung

    Um von den USA eine stärkere Orientierung aufs Zivile verlangen zu können, sollte Deutschland mehr Flexibilität beim Einsatz seiner Soldaten zeigen und eine Entsendung in den Süden Afghanistans nicht länger kategorisch ausschließen. Größere Anstrengungen beim Polizeiaufbau und mehr nichtmilitärisches Engagement in Pakistan sind weitere Optionen.

  • Kein Europa ohne Russland

    Im Verhältnis zur EU verlangt Moskau Ebenbürtigkeit

    von Alexander Rahr | Europäische Nachbarschaftspolitik

    Die EU muss endlich eine einheitliche politische Linie gegenüber dem immer selbstbewusster auftretenden Russland finden. Neben der Ausarbeitung eines neuen Partnerschafts- und Kooperationsabkommens sollte die EU mit Russland bei der Reform internationaler Organisation kooperieren und gemeinsame Räume wie Freihandelszonen ausbauen.

  • Volle Kraft voraus

    Deutschland als Motor globaler Energie- und Umweltpolitik

    von Josef Braml | Rohstoffe & Energie

    Die Bundesrepublik sollte in der Energiepolitik eine europäische und globale Führungsrolle spielen. Für ein energieabhängiges und exportorientiertes Land ist es unumgänglich, außenpolitische Initiativen zu ergreifen, um jenseits des Horizonts nationalstaatlicher Lösungen – etwa über die EU – einen neuen globalen ordnungspolitischen Rahmen zu gestalten.

  • Von Europas Fehlern lernen

    Beim Klimaschutz gerieten die USA ins Hintertreffen. Jetzt holen sie auf

    von R. Andreas Kraemer | Rohstoffe & Energie

    Nach der Ölkrise haben die Europäer ihre Lektion gelernt und auf größere Energieeffizienz gesetzt. In den Vereinigten Staaten findet ein Umdenken nur langsam statt. Da ihre Innovationsfähigkeit größer ist, könnten sie mit den Europäern doch noch zum Vorbild werden. Ein wichtiges gemeinsames Projekt wäre die Zusammenarbeit in der Arktis.

  • Eile mit Weile

    Europa darf Amerika in der Finanz- und Handelspolitik nicht unter Zeitdruck setzen

    von Katharina Gnath | Europa, Wirtschaft & Finanzen

    Von der neuen US-Administration ist zunächst keine internationale Führungsrolle in der Finanz- oder Handelspolitik zu erwarten. Europa sollte jenseits schneller Abschlüsse alle Möglichkeiten für langfristige multilaterale Ansätze ausloten und Überzeugungsarbeit gegenüber den USA leisten, um die weltwirtschaftlichen Herausforderungen anzugehen.

Internationale Politik

  • Das Ende der Tyrannei

    Die Bush-Doktrin belebt das revolutionäre Ider der Freiheit wieder

    von John Lewis Gaddis | Vereinigte Staaten von Amerika, Politische Kultur

    Das amerikanische Zeitalter ist vorüber. Im Jahr 2025, so der Bericht des „National Intelligence Council“, werden andere Mächte das einstige Vorbild ersetzt haben. Oder täuschen wir uns? Ja, sagt John Lewis Gaddis. Es geht um ein revolutionäres Ideal, das in einer uramerikanischen Tradition wurzelt: die Welt von Tyrannen zu befreien – ohne vorzuschreiben, was die Menschen mit ihrer Freiheit anfangen möchten.

  • Brücken in die Freiheit bauen

    Wie wir den Menschenrechten weltweit Geltung verschaffen können

    von Volker Kauder | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Eine auf dem christlichen Menschenbild basierende Außenpolitik strebt eine Weltordnung an, in der die Menschenrechte vollständig respektiert werden. Zur Durchsetzung dieses Zieles steht ein Bündel von Maßnahmen zur Verfügung, die, richtig eingesetzt, nachhaltigen Erfolg versprechen. Dies als Schaufensterpolitik zu diffamieren, ist nicht angebracht.

  • Zögern ist kein Masterplan

    Helfen möchten wir schon gerne. Aber nicht mit humanitären Interventionen

    von Richard Herzinger | Deutsche Außenpolitik

    Eine Verwicklung in die Krisenschauplätze der Welt will man sich in Deutschland nicht leisten. Man sei, heißt es, an den Grenzen der Leistungsfähigkeit angekommen. Dabei gibt es ein Prinzip der „Schutzverantwortung“. Wollen wir Menschenrechtsverletzungen nicht tatenlos hinnehmen, sollten wir über eine „Liga der Demokratien“ nachdenken.

  • Kampf der Giganten

    Die Krise in Thailand ist vor allem eine Auseinandersetzung der Eliten

    von Marco Bünte | Thailand, Staat und Gesellschaft

    Was wird aus der thailändischen Demokratie? Die staatlichen Institutionen sind instabil, die Politiker korrupt, die Gesellschaft ist gespalten. Nur ein Kompromiss zwischen den Eliten könnte diese Probleme bewältigen. Sonst bleibt der Großteil der Bevölkerung weiter vom politischen System ausgeschlossen – schlimmstenfalls droht ein Bürgerkrieg.

  • Gemeinsamer Feind

    Die indisch-pakistanischen Beziehungen in Zeiten des Terrors

    von Christian Wagner | Asien, Terrorismus

    Der Anschlag von Mumbai im Herbst 2008 markiert eine neue Dimension des Terrors in Indien. Seine Ziele, innerindische Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslimen zu provozieren und den indisch-pakistanischen Friedensprozess zu unterminieren, sind bisher nicht aufgegangen. Stattdessen bietet sich nun die Chance, das Verhältnis nachhaltig zu verbessern.

  • Napoleons Nachfolger

    Europa vor der tschechischen Ratspräsidentschaft

    von Ulrike Guérot | Europa, Europäische Union

    Lissabon, Georgien, Finanzen: Gleich drei Krisen boten Nicolas Sarkozy die Gelegenheit, einen imperialen EU-Führungsstil zu entwickeln. Kein leichtes Erbe für Tschechien. Zumal es an Problemen weiter nicht fehlen wird – und der deutsch-französische Motor ins Stottern geraten ist.

  • Das Energie-Internet

    Intelligente Autos und Haushaltsgeräte: eine Reise in die Stadt der Zukunft

    von Thomas L. Friedman | Rohstoffe & Energie

    Wie halten wir unseren Lebensstandard und schonen zugleich die Umwelt? Wie bleiben wir mobil, ohne weiter die Innenstädte zu verstopfen? Wer reguliert die Stromversorgung? Wir brauchen eine grüne Revolution, die eine neue Ära einläutet: das Zeitalter der Energie und des Klimas. Dann könnte das Jahr 2028 aussehen wie folgt …

Magazin

  • Wo bitte, finde ich die „arabische Straße“?

    Brief aus ... Damaskus

    von Mona Eltahawy | Arabische Halbinsel, Politische Kultur

    Ganz bestimmt nicht in Syrien oder Katar. Eher schon im Internet

  • Kompromiss schlägt Krawall

    Internationale Presse

    von Basil Kerski | Polen, Medien/Information

    Polens Medien erklären den neokonservativen Kulturkampf für beendet

  • Ansichtssache Europa

    Buchkritik

    von Joachim Fritz-Vannahme | Europa, Europäische Union

    Zur Politikanalyse gehört gemeinhin eine gehörige Portion Psychologie. Nicht anders im Falle der EU: Fremd- und Selbstbilder bestimmen ihre inneren Auseinandersetzungen und spielen auch im Verhältnis zu Ländern wie China oder der Türkei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vier Neuerscheinungen zu Fakten und Fiktionen.

  • Bilanz der Ignoranz

    Buchkritik

    von Heinrich Vogel | Rohstoffe & Energie

    Wie können wir die Energieversorgung von morgen verlässlich und umweltverträglich gestalten? Das „Jahrbuch Internationale Politik“ bietet Analysen des bisherigen Scheiterns und zeigt auf, wie die mittel bis langfristigen weltpolitischen Dilemmata zu lösen sind, die sich aus der Aufgabe einer nachhaltigen Ressourcensicherung ergeben.

  • Kein Kuschelclub

    Schlusspunkt

    von Jan Techau | Europa, Europäische Union

    Das viel beschworene soziale Europa ist reine Fiktion

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