Ausgabe September/Oktober 2009

Orient im Umbruch Is purchaseable

Titelthema

  • Atommacht oder Volksherrschaft

    Wohin steuert der Iran?

    von David Menashri | Iran

    Das Bild des Autors mit den zwei Zügen beschreibt die gegenwärtige Lage im Iran ganz richtig: Ein Zug trägt die Botschaft vom soziopolitischen Wandel; der andere bewegt sich schnell auf das Ziel einer nuklear bewaffneten Regionalmacht zu. Die Weltgemeinschaft muss jetzt verhindern, dass der „atomare Zug“ zuerst sein Ziel erreicht.

  • Hebamme des Friedens

    Ägypten könnte in Nahost eine Schlüsselrole spielen

    von Abdel-Monem Said | Ägypten, Konflikte und Strategien

    Im Nahen Osten verpasst man selten eine Gelegenheit, eine Gelegenheit zu verpassen. Zeit, die Software zu ändern, denn die Chancen stehen gut für einen Ausgleich: Die USA genießen wieder Ansehen in der Region; der Iran ist mit sich selbst beschäftigt. Vor allem Ägypten fällt eine wesentliche Rolle zu, endlich stabile Verhältnisse zu schaffen.

  • Unsplendid Isolation

    Wie Syrien sich um ein neues außenpolitisches Image bemüht

    von Ayman Abdel Nour | Syrien, Konflikte und Strategien

    Die Rolle des Ruhestörers in der Region – durch enge Beziehungen mit dem Iran sowie Unterstützung islamistischer Bewegungen – will Damaskus nicht länger spielen. Das korrupte und repressive Regime steht vor ernsthaften politischen und wirtschaftlichen Problemen. Da käme ein Verhandlungserfolg zur Rückgabe der Golan-Höhen gerade richtig.

  • „Totengräber des Zionismus“

    Israels Bedrohung durch radikale Siedler

    von Amnon Rubinstein | Israel, Konflikte und Strategien

    US-Präsident Barack Obama forderte klar: Soll es in den israelisch-palästinensischen Verhandlungen weiter gehen, muss Israel für einen völligen Stopp des Siedlungsbaus sorgen. Das läge auch in Israels Interesse. Denn das schlimmste Szenario, erklärt der Jurist Amnon Rubinstein, wäre, wenn Israel sich nicht aus den besetzten Gebieten zurückziehen könnte.

  • Halb zog es sie, halb sank sie hin

    Wie die Hamas sich zur staatstragenden Organisation entwickelt

    von Michael Bröning, Henrik Meyer | Palästinensische Selbstverwaltungsgebiete, Staat und Gesellschaft

    In ihrer Charta vertritt die Hamas einen kruden Antisemitismus; Verhandlungen mit Israel werden dort kategorisch ausgeschlossen. Doch neuere Dokumente und die Politik der Organisation seit der Machtübernahme in Gaza beweisen: Die Hamas passt sich nicht nur politischen Realitäten an. Sie will sie auch konstruktiv mitgestalten.

  • Ende der Eiszeit

    Obamas Charmeoffensive im Nahem Osten öffnet diplomatische Türen

    von Michael Thumann | Vereinigte Staaten von Amerika, Konflikte und Strategien

    Obama schlägt im Nahen Osten differenzierte Töne auf der Soft-Power-Klaviatur an – mit Erfolg: Innerhalb kurzer Zeit hat er die Lähmung der Bush-Ära überwunden und Amerika als entscheidende Triebkraft rehabilitiert. Im Umgang mit Israel, dem Iran und Syrien zählen allerdings auch harte diplomatisch-militärische Maßnahmen zum Handlungsrepertoire.

  • Nahost-Strategien zum Nachlesen

    Literatur-Empfehlungen

    Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Konflikte und Strategien

Magazin

  • Der unsichtbare Feind

    Im digitalen Raum sind die Angreifer den Verteidigern immer einen Schritt voraus

    von Henning Wegener | Cyber Security

    Krankenhäuser, Unternehmen, Banken, nationale Verteidigung – unsere gesamte Infrastruktur wird von Computertechnik gesteuert. Wir stehen vor einem Quantensprung: Die Vorteile der digitalen Technik sind immens, die Gefahren noch größer. Denn die Angreifer auf die digitale Infrastruktur sind den Verteidigern immer einen Schritt voraus.

  • Haltet den Wurm!

    Wie wir die IT-Nutzung sicherer machen

    von Udo Helmbrecht | Deutschland, Cyber Security

    Zum Funktionieren unseres Gemeinwesens sind wir auf sichere Informations- und Kommunikationstechnik angewiesen. Hierbei spielt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eine zentrale Rolle: Es will die Bedrohungen für Verwaltung, Wirtschaft und Menschen begrenzen und neu aufkommende Gefahren frühzeitig erkennen.

  • Stabilität statt Cyberkrieg

    Was für den Frieden im Netz notwendig ist

    von Jody Westby | Cyber Security

    Staaten entwickeln nationale Strategien zur Sicherung des digitalen Raumes und führen mit alarmierender Häufigkeit Angriffe im Cyberspace durch. Im Augenblick fließt mehr Geld, um Cyberkriege zu führen, als für deren Abwehr. Es wird Zeit, dass sich Regierungen auf ein durch Kooperation und Regulierung erreichbares Maß an Sicherheit einigen.

  • Auswärtstaktik

    Vertreter von CDU, SPD, FDP und Grünen zu den außenpolitischen Kernthemen

    von Gernot Erler, Jürgen Trittin, Eckart von Klaeden, Guido Westerwelle | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Europäische Integration und der Einsatz in Afghanistan; die Suche nach einer neuen Weltordnung und ein Naher Osten, in dem sich der Iran anschickt, Atommacht zu werden – mit diesen Feldern muss sich die nächste Bundesregierung auseinandersetzen. Internationale Politik hat Außenpolitiker der großen Parteien nach ihren Lösungsvorschlägen befragt.

  • Alle Macht dem Kanzler

    Für eine effizientere außenpolitische Struktur der Bundesregierung

    von Fritjof von Nordenskjöld | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Parteipolitisches Konkurrenzgebaren und eine überaus diffizile Koordination lähmen den politischen Entscheidungsprozess in Deutschland. Höchste Zeit, über neue Strukturen nachzudenken, das Auswärtige Amt der Kanzlerpartei zuzuordnen und mit der Kanzlerautorität zu stärken sowie das Amt eines „Foreign Secretary“ zu schaffen.

  • Merkels Makel

    Wie die Bundeskanzlerin ihre zweite Amtszeit gestalten sollte

    von Robin Mishra | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Immer nur abwarten wird nicht mehr genügen. Vorangehen ist angesagt, die Kanzlerin muss deutlich machen, für welche Weltordnung und Werte sie steht. Will sie zu einer prägenden Kanzlerin werden, auf Augenhöhe mit Adenauer, Brandt oder Kohl, dann muss sie jetzt ihre pragmatische Merkel-Diktion zu einer prägenden Merkel-Doktrin ausbauen.

  • Der Kassandra-Komplex

    Die Propheten des amerikanischen Niedergangs irren sich auch diesmal

    von Josef Joffe | Vereinigte Staaten von Amerika, Staat und Gesellschaft

    Chinas rasanter Aufstieg beflügelt die Fantasien von Amerika-Kritikern und notorischen Schwarzmalern. Geht es jetzt – endlich – bergab mit der amerikanischen Supermacht? Nein. Und das ist auch gut so. Denn ob Nahost, Nordkorea, Afghanistan oder Iran: Entweder die „Weltmacht aus Notwendigkeit“ erledigt die Schmutzarbeit, oder sie bleibt eben liegen.

  • Blaupause für eine neue Weltgesellschaft

    Wie wir die Klimaziele des G8-Gipfels umsetzen und dabei gewinnen können

    von Claus Leggewie | Klima und Umwelt

    Beim G-8-Treffen von L’Aquila geschah etwas, was man vielleicht einmal eine historische Zäsur nennen wird: Die Lenker der G-8 und wichtiger Schwellenländer zeigten sich entschlossen, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius über dem Niveau von 1880 zu begrenzen. Eine Erklärung mit potenziell radikalen Konsequenzen – auch für die globale Ordnung.

  • Forschst du noch oder handelst du schon?

    Die Tücken der Klimadebatte

    von Sven Titz | Klima und Umwelt

    Wenn es um klimapolitische Maßnahmen geht, werden Zweifel wissenschaftlicher oder moralischer Art gerne ignoriert – ebenso wie kulturelle Einflüsse. Kein Wunder, dass die Forderungen an Klimaforscher und Ökonomen lauter werden, die Unschärfe ihrer Vorhersagen gründlich zu erfassen und den Politikern zu erklären.

  • Die große Ausnahme

    Brief aus … San José

    von Marko Martin | Costa Rica, Staat und Gesellschaft

    Warum Costa Rica die Insel des Wohlstands in einem Meer von Armut ist

  • USA: „Armageddon in Islamabad“

    Internationale Presse

    von Patrick Keller | Vereinigte Staaten von Amerika, Staat und Gesellschaft

    Strategiediskurs statt Sommerloch: Amerika streitet über Afghanistan und Pakistan

  • Notizen aus der Hölle

    Buchkritik

    von Armando Garcia Schmidt | Südosteuropa, Kriegsverbrechen

    Auch 14 Jahre nach Srebenica ringen die Kontrahenten noch um die Deutung der Ereignisse. Lässt sich das Unvorstellbare literarisch erfassen, juristisch aufarbeiten, wahrheitsgemäß deuten? Sechs Neuerscheinungen zu Ursachen und Folgen von Krieg und Völkermord im ehemaligen Jugoslawien – und zum schmerzhaften Aufarbeitungsprozess.

  • Lehren statt Gewissheiten

    Buchkritik

    von Thomas Speckmann | Wirtschaft & Finanzen

    Laisser-faire oder Regulierung? In Zeiten der Wirtschaftskrise steht die Politik vor komplexen Herausforderungen, Patent-rezepte zur Krisenbewältigung gibt es nicht. Nikolaus Piper plädiert für Regulierung – aber bitte mit Maß. Denn perfekte Sicherheit ist illusionär, und eine Wirtschaft, in der niemand Risiken eingeht, droht einzufrieren.

  • Starre Schablone für weiche Faktoren

    Buchkritik

    von Jan Techau

    Auch Staaten und Großregionen lassen sich von Gefühlen leiten, und die aktuelle Weltpolitik lässt sich nicht ohne Blick auf emotionale Befindlichkeiten begreifen. Hoffnung, Angst und Demütigung bilden das Analyseraster von Moïsis „Kampf der Emotionen“, nach dem er die Welt in drei Gefühlszonen einteilt – und an allzu großer Vereinfachung scheitert.

  • Sozialistisch siegen

    Schlusspunkt

    von Tobias Kaufmann | Staat und Gesellschaft

    Ausgerechnet von den USA könnte Europas Fußball Gerechtigkeit lernen

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