Ausgabe Februar 2009

Vergesst Kyoto! Is purchaseable

Titelthema

  • Investieren – nicht regulieren

    Wie die USA wieder eine führende Rolle in der Klimapolitik einnehmen können

    von Ted Nordhaus, Michael Shellenberger | United States of America, Climate and Environment

    Die Welt atmet auf: Unter Präsident Barack Obama werden die USA sicher eine Führungsrolle im Umweltschutz übernehmen – nur nicht im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Denn eine Umweltpolitik, die Wirtschaftswachstum und Klimaschutz nicht vereinbaren kann, bleibt für die USA und die meisten Schwellenländer inakzeptabel.

  • Professor Chu geht nach Washington

    Obamas neuer Energieminister als Schlüsselfigur künftiger Weltpolitik

    von Wolfram Eilenberger | United States of America, Climate and Environment

    Im neuen US-Kabinett wirkt der Physiker Steven Chu als strahlende Leitfigur einer erhofften Vermählung von empirischer Wissenschaft und staatlicher Steuerung. Seine Berufung zeigt schon jetzt: Die amerikanische Klima- und Energiepolitik stehen unter dem Zeichen massiver Förderung neuer Umwelttechnologien.

  • Unser Land soll sauberer werden

    China setzt für die Zukunft auf erneuerbare Energien

    von Andreas Oberheitmann, Eva Sternfeld | People's Republic of China, Climate and Environment

    China hat den Klimawandel als wichtiges politisches Thema erkannt und ergreift Maßnahmen zur Förderung sauberer und erneuerbarer Energien sowie zur Steigerung der Energieeffizienz. Will man den größten CO2-Emittenten in ein Post-Kyoto-Regime einbinden, sollten seine Forderungen nach „Klimagerechtigkeit“ ernst genommen werden.

  • Der Bremser wird Vorreiter

    Brasilien will die Entwaldung stoppen - und so CO2 einsparen

    von Thomas Fatheuer | Brazil, Climate and Environment

    Klimaschutz ja, Verpflichtungen nein: Darauf reduzierte sich bisher die Position der Entwicklungsländer, angeführt von Brasilien. Nun prescht der weltweit fünftgrößte CO2-Emittent mit einem nationalen Klimaplan vor. Mit dem Einhalt illegaler Rodungen setzt die Regierung auf freiwillige Reduktionen – und baut auf die Hilfe des Nordens.

  • Europa zeigt in der Arktis-Politik Flagge

    Klimawandel, wirtschaftliche Öffnung der Region: eine Herausforderung für EU

    von Gerd Braune | Europe

    Bereits heute ist Arktis-Politik ein enges Geflecht von rechtlichen und politischen Übereinkommen mit verschiedenen nationalen und supranationalen Akteuren. Auf dieser Bühne will nun auch die EU stärker in Erscheinung treten und nennt ihre Ziele: Schutz und Erhalt der Arktis, Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung und eine bessere multilaterale Governance der Region.

Internationale Politik

  • Islamisten küsst man nicht

    Aber reden muss Israel mit ihnen. Schließlich ist die Hamas eine politische Kraft

    von Yossi Alpher | Near and Middle East/North Africa, Security

    In Gaza schweigen die Waffen, doch Frieden ist nicht in Sicht. Auch wenn der Feldzug gegen die Hamas unvermeidlich war: Eine Lösung des Konflikts gibt es erst, wenn Israel einige politische Positionen revidiert, die Grenzen nach Gaza öffnet, seinen Einwohnern eine ökonomische Perspektive bietet und Gespräche mit der Hamas nicht länger verneint.

  • Das Dilemma der Ägypter

    Kairo muss beides leisten: vermitteln ohne sich verwickeln zu lassen

    von Abdel-Monem Said | Egypt, Security

    Keine Frage: Ägypten fühlt sich der palästinensischen Sache verbunden. Der Krieg in Gaza und das Leiden der Zivilbevölkerung erregte auch in Kairo die Gemüter. Aber eine engere Bindung des Gaza-Streifens an Ägypten kommt nicht in Frage. Zu sehr fürchtet Kairo, dass die Islamisten der Hamas auch im Nachbarland ihr Unwesen treiben könnten.

  • Der Krieg in Gaza

    An Meinungen fehlt es im Nahost-Konflikt nicht. Doch sind die auch begründet?

    von Clemens Wergin | Eastern Arabia/Israel, Conflicts and Strategies

    Kein Konflikt beschäftigt Politiker schon so lange, keiner lässt die Emotionen in der Öffentlichkeit so hochkochen, wie die Auseinandersetzung zwischen Israelis und Palästinensern. An mehr oder minder guten Ratschlägen fehlt es selten. An dezidierten Meinungen ebenso wenig. Doch sind sie auch begründet?

  • Syrien zuerst

    Was die USA und Europa jetzt im Nahen Osten tun sollten

    von Muriel Asseburg, Volker Perthes | Eastern Arabia/Israel, Conflicts and Strategies

    Eine europäisch-amerikanische Initiative zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts müsste eine neue Machtteilung zwischen Hamas und Fatah, die Umsetzung der Gaza-Vereinbarung von 2005 sowie eine zeitnahe Friedensperspektive für die ganze Region beinhalten. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Einbindung Syriens.

  • Ein flexibles Netzwerk

    ...und kein festgefügtes System: Das ist der Neue Multilateralismus

    von Robert Zoellick | Economy and Finance

    Wie sollen wir die G-7 reformieren und neue internationale Strukturen schaffen, die effizient auf die größten Herausforderungen – Finanzmärkte, Welthandel, Energie und Klimawandel, Entwicklung – reagieren können? Der Präsident der Weltbank schlägt unter anderem eine Lenkungsgruppe vor, der die Finanzminister der wichtigen Staaten angehören.

  • Reif für die Rente?

    Wie sich die Vereinten Nationen für das 21. Jahrhundert rüsten sollten

    von Jussi M. Hanhimäki | United Nations

    Der Nahost-Konflikt, Hungersnöte und Armut geben den Kritikern Recht, die behaupten, die Vereinten Nationen seien unfähig, auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu reagieren. Doch noch haben die UN nicht ausgedient. Um besser zu funktionieren, sind Reformen in drei Bereichen notwendig: UN-Einsätze, Entwicklungshilfe und Menschenrechte.

  • Todsichere Geschäfte

    Mexiko, die USA und der Krieg der Drogenbarone

    von Anne Vigna | Mexico, Organized Crime

    Die Vereinigten Staaten stellen fünf Prozent der Weltbevölkerung, konsumieren aber mehr als die Hälfte der weltweit produzierten Drogen. 80 Prozent dieser Drogen werden durch Mexiko transportiert. Dass die Drogengelder gewaschen werden, dafür sorgt die US-Waffenindustrie als Hauptlieferantin der mexikanischen Drogenbosse gleich selbst. Ein Teufelskreis.

  • Hört auf Peter Lustig!

    Einfach mal ausschalten: eine Replik auf Thomas L. Friedman

    von Florian Holzhauer

    Eine intelligente Box regelt den Verbrauch elektrischer Geräte. Computernutzer speichern ihre Daten nicht mehr auf Festplatte, sondern in einer „Datenwolke“ – zwei Aspekte des Energie-Internets, durch das Thomas L. Friedman auf ökologische Weise unseren Lebensstandard erhalten will. Wie wünschenswert ist seine Vision? Eine kritische Replik.

  • Musterschüler mit Makeln

    Im Jubiläumsjahr 2009 steht auch das Projekt Europa auf dem Prüfstand

    von Thomas Risse, Gregor Walter-Drop | Europe, European Union

    20 Jahre nach der Wende von 1989 ist es Zeit für eine Bilanz. Sind die Erwartungen der „Ära der Hoffnung“ erfüllt worden? Nicht ganz. Drei Stichworte zeigen, wo Europa der Schuh drückt: bei der nach wie vor bestehenden Spaltung des Kontinents, der gemeinsamen Außenpolitik und der mangelnden Legitimation der europäischen Einigung.

Magazin

  • "Sie wollen sich amüsieren und vergessen"

    Brief aus ... Mumbai

    von Swantje Strieder | India, Government and Society

    Vom Meer aus sieht die Szenerie fast heiter aus, wie beim Camping. Im Palmenhain vor der sandfarbenen Hotelmauer des JW Marriott hängen Soldaten khakifarbene Leibchen und Unterhosen auf die Wäscheleinen. Aber die Lockerkeit täuscht, es gibt nur noch wenige Gäste im Hotel, und hier draußen herrscht hohe Sicherheitsstufe.

  • USA: die Smart-Power-Präsidentschaft

    Internationale Presse

    von Patrick Keller | United States of America, Government and Society

    Missionarischer Internationalismus oder kraftloser Moralismus? Amerikas Medien rätseln über Barack Obamas künftige Außenpolitik

  • Handeln gegen den Wandel

    Buchkritik

    von Sven Titz | Climate and Environment

    2009 ist ein wichtiges Jahr für das Erdklima: Der neue US-Präsident hat eine klimapolitische Wende angekündigt, und im Dezember soll auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ein Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Welche Perspektiven sich in der Klima- und Energiepolitik bieten, wird in drei Neuerscheinungen diskutiert.

  • Kriminelles Wachstum

    Buchkritik

    von Jörg von Bilavsky | Organized Crime

    Wer sind die Gewinner der Globalisierung? Die Volkswirtschaften in China, Indien und Korea? Gewiss. Doch nicht nur die ehrlichen Geschäftsleute dieser Länder haben vom Zusammenbruch des Kommunismus und der Liberalisierung der Weltwirtschaft kräftig profitiert. Sondern auch das organisierte Verbrechen weltweit, wie Misha Glenny zeigt.

  • Gewalt ohne Grenzen

    Buchkritik

    von Kai Hirschmann | Terrorism

    Die Anschläge in Mumbai vom vergangenen November haben erneut deutlich gemacht, dass Terror mit separatistischer und ideologischer Motivation eine Bedrohung bleibt, mit der wir uns intensiv beschäftigen müssen. Die Hintergründe des Schreckens und Strategien zu seiner Bekämpfung zeigt ein neuer Sammelband auf.

  • Totgesagte leben länger

    Schlusspunkt

    von Alan Posener | United States of America, Government and Society

    Warum Barack Obama Amerikas erster neokonservativer Präsident ist

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