Ausgabe März/April 2010

Atommacht - nein danke? Is purchaseable

Atommacht - nein danke?

Atommacht - nein danke?

  • Rettet die nukleare Ordnung

    ... und schafft die Atomwaffen ab!

    von Oliver Thränert | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Die Menschheit steht vor einer doppelten Herausforderung: Wollen wir die Welt von Atomwaffen befreien, muss zunächst die nukleare Ordnung gerettet werden. Dazu benennt der Autor sieben zentrale Punkte. Umgekehrt gilt: Ohne die Perspektive einer Welt ohne Kernwaffen können wir die nukleare Ordnung nicht aufrechterhalten.

  • Der Widerspenstigen Zähmung

    Wie wir mit den nuklearen Ambitionen des Iran und Nordkoreas umgehen sollten

    von Peter Jenkins | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Nordkorea wird an der Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag vermutlich nicht teilnehmen. Der Iran wiederum wird anwesend sein, könnte aber empfindlich stören. Wie könnten die beiden Staaten dazu gebracht werden, ihre Vertragsverpflichtungen endlich einzuhalten? Mit Hilfe Chinas, einiger Nachbarn des Iran und sehr viel Geduld.

  • Gefährlicher Hegemon

    Warum der Iran nicht Atommacht werden darf

    von Emily B. Landau | Iran, Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    In der internationalen Debatte rund um das iranische Atomprogramm setzt sich immer mehr die Auffassung durch, dass man eine Atommacht Iran eindämmen könnte. Dies wäre allerdings für die gesamte Region eine gefährliche Option und könnte zu Destabilisierung bzw. einem sehr fragilen Gefüge nuklearer Abschreckung führen.

  • Gefangen im Dilemma

    Was eine Lösung des Nuklearkonflikts in Südasien blockiert

    von Stefan Schilling | Südostasien, Konflikte und Strategien

    Indien und Pakistan sind Atommächte und haben seit ihrer Gründung mehrere Kriege gegeneinander geführt. Doch während Indien seine Atomwaffen als politisches Mittel sieht, sind sie für Pakistan ein unentbehrliches militärisches Instrument. Eine Einbindung der beiden Staaten in den Nichtverbreitungsvertrag ist deshalb wenig wahrscheinlich.

  • Wie wird man Atommacht?

    Ein Leitfaden für Anfänger

    von Michael Rühle | Weltweit, Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Sie wollen sich mehr Respekt bei Ihren Nachbarstaaten verschaffen? Sie sind es leid, dass die Amerikaner Ihre hegemonialen Ambitionen ständig durchkreuzen? Sie möchten endlich in der Oberliga mitspielen? Dann gibt es nur eine Lösung: Sie brauchen Nuklearwaffen.

Türkei

  • Neue Eliten, altes Spiel

    Der anatolische Mittelstand drängt auf politische Macht

    von Michael Thumann | Türkei, Staat und Gesellschaft

    Im Machtkampf zwischen anatolischen Aufsteigern und kemalistischem Establishment geht es nicht um Religion, sondern um die Kontrolle der republikanischen Institutionen. Doch anstatt ihre Reformversprechen einzulösen und das Demokratiedefizit zu beseitigen, findet die AKP-Regierung allmählich Gefallen am türkischen Zentralismus.

  • Gute Nachbarschaft

    Die Türkei als strategische Drehscheibe

    von Jörg Himmelreich | Türkei

    Jahrzehntelang waren Misstrauen und Feindseligkeit zwischen der Türkei und ihren Anrainern der Regelfall, Allianzen bestanden einzig mit dem Westen. Jetzt ist es der türkischen Regierung gelungen, ihre Beziehungen in der Region in historischem Ausmaß zu revolutionieren. Brüssel sollte die Vorteile der neuen türkischen Außenpolitik nutzen.

Gegen den Strich

  • Multipolare Welt

    Auch das 21. Jahrhundert wird amerikanisch

    von Alan Posener | Weltweit, Globale Fragen

    Es scheint eine ausgemachte Sache zu sein: Das amerikanische Jahrhundert ist vorbei, der „unipolare Moment“ ist verflogen und mit ihm das „Ende der Geschichte“. Die meisten Beobachter meinen die Umrisse eines „pazifischen Jahrhunderts“ zu erkennen, in dem China die dominierende Weltmacht ist und die aufstrebenden Länder des Südens und Ostens in den Bann seines autoritären Kapitalismusmodells zieht. Wirklich? Das 21. Jahrhundert könnte erst recht amerikanisch sein.

Europa

  • Gekränkte Grazie

    Ein Kontinent auf der Couch

    von Wolfram Eilenberger | Europa, Europäische Union

    Selbstverliebt, ungeliebt, beleidigt: So etwa würde die Diagnose lauten, unterzöge sich Europa einer Psychoanalyse. Wie könnte die Therapie aussehen? In Ermangelung einer realistischen Zukunftsvision wäre ein erster Schritt die ehrliche Überprüfung der Erwartungen und Ansprüche an die Europäische Union und das eigene Europäertum.

Finanzpolitik

  • Keine Stabilität durch Instabilität

    Die paradoxe Ressourcendiplomatie Chinas

    von Matthew Hulbert, Christian Brütsch | China, Rohstoffe & Energie

    Chinesische Firmen lassen sich derzeit von nichts und niemandem einschüchtern: Sie machen Geschäfte mit instabilen rohstoffreichen Staaten und sorgen sich nicht um das Risiko. Doch lange wird das nicht mehr gut gehen. Denn politische Instabilität schadet der Fördersicherheit, so die einhellige Meinung von Risikoanalysten.

  • Das Ende der Dollar-Dominanz

    Umrisse einer neuen Währungsgeographie

    von Maximilian Mayer, Jost Wübbeke | Vereinigte Staaten von Amerika, Währungssystem

    Der Dollar fällt, der Yuan steigt auf. Längst sind die USA nicht mehr alleiniger Herrscher über die internationale Währungsordnung. Aber auch wenn angesichts der chinesischen Stärke bereits von „Chimerica“ gesprochen wird: Es gibt noch weitere regionale Währungs- und Wirtschaftsräume, deren Bedeutung steigen wird.

Südamerika

  • Linksruck als Ladenhüter

    Lateinamerika, wo der Sozialismus eine Zukunft zu haben schien

    von Carlos Widmann | Lateinamerika, Politisches System

    „Lateinamerika wählt konsequent links“, hieß es noch vor zwei Jahren im deutschen Feuilleton. Und heute? Hugo Chávez hat an Popularität eingebüßt, Mexiko, Kolumbien, Peru, Chile, Honduras werden konservativ regiert, und auch die Beispiele Brasilien und Argentinien zeigen: Für die Idee des Sozialismus hat Südamerika als Kontinent der Hoffnung ausgedient.

Afghanistan

  • Vom Stamm zum Staat

    Wie man Afghanistan stabilisieren könnte

    von Amitai Etzioni | Afghanistan, Staatsaufbau

    In der Debatte über Nation Building wird eine entscheidende Frage oft vergessen: Möchte man einen Staatenbau „von oben“ und quasi mit dem Dachstuhl beginnen? Oder will man sich von unten nach oben vorarbeiten? Nicht nur das Beispiel Afghanistan zeigt: Es kann sinnvoll sein, nicht mit dem Aufbau eines Zentrums zu beginnen, sondern mit der Peripherie.

Klimapolitik

  • Nach Kopenhagen

    Welchen Multilateralismus benötigt erfolgreiche Klimapolitik?

    von Joachim Krause | Klima und Umwelt

    Das Scheitern des Kopenhagener Gipfels hat es bewiesen: Der UN-Rahmen ist viel zu groß, um echte Fortschritte zu erzielen. Deshalb ist es unerlässlich, neue Ansätze zu finden, die zielführend sind: vor allem den Einstieg in die karbonfreie Industrialisierung. Die EU sollte geduldige Verhandlungen führen und nicht nur Verpflichtungen einfordern.

  • Mittler zwischen Nord und Süd Is purchaseable

    Südafrikas Position nach dem Klimagipfel in Kopenhagen

    von Christian von Soest | Südafrikanische Republik, Klima und Umwelt

    Südafrika hat an dem in letzter Minute ausgehandelten „Copenhagen Accord“ maßgeblich mitgewirkt. Das zeigt die wachsende Bedeutung von informellen oder Ad-hoc-Gruppen in der multipolaren Weltordnung. In weiteren Klimaverhandlungen wird Pretoria gebraucht – und auf weitere Geld- und Technologietransfers drängen.

Essay

  • Vatikan und Weltbühne

    Politische Zwischenbilanz Benedikts XVI.

    von Otto Kallscheuer | Religion

    Als „Gespenst des toten Römischen Reiches, das gekrönt auf dessen Grab sitzt“ bezeichnete einst Thomas Hobbes das Papsttum. Gibt es heute, dreieinhalb Jahrhunderte nach Hobbes, vernünftige Gründe für eine politische Präsenz des Heiligen Stuhls auf dem internationalen Parkett?

Brief aus ... Kapstadt

Internationale Presse

Buchkritik

  • Ratschläge für Regierende

    Wissenschaftliche Politikberatung auf dem Prüfstand

    von Nicole Renvert | Globale Institutionen

    Wer heute „Politik als Beruf“ (Max Weber) betreibt, muss sich in immer kürzerer Zeit in hochkomplexe Themen einarbeiten, Meinungen bilden, Position beziehen. Hilfe verspricht eine stetig wachsende Zahl von politischen Beratern und Beratungsinstitutionen. Doch was ist „gute Politikberatung“, und wer nimmt sie in Anspruch? Drei Neuerscheinungen.

  • Mütterchen Russland und die Moderne

    Neue Bücher zur russischen Geschichte und Gegenwart

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Staat und Gesellschaft

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat vor kurzem die Rückständigkeit der russischen Wirtschaft kritisiert und eine Erneuerung Russlands unter größerer Beteiligung der Bevölkerung eingefordert. Doch wie ist es mit der Modernisierungsfähigkeit des Riesenreichs bestellt, wie könnte die Bevölkerung dafür mobilisiert werden?

Schlusspunkt

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