Ausgabe Mai/Juni 2010

Der falsche Glanz der Diktatur Is purchaseable

Der falsche Glanz der Diktatur

Der falsche Glanz der Diktatur

  • Lahme Dame Demokratie

    Wer siegt im Systemwettbewerb?

    von Herfried Münkler | Politisches System

    Diktaturen vermögen ein gewisses Gepränge zu entfalten. Der demokratische Verfassungsstaat hingegen zeigt wenig Glanz, ist aber gut in Sachen Problembearbeitung. So stellten sich die Dinge in der vergleichenden Retrospektive dar. Reicht der Blick in die Vergangenheit, um Vertrauen in die Demokratie für zukünftige Herausforderungen zu gewinnen?

  • Das Ende der Euphorie

    Die Zahl der Autokratien bleibt konstant

    von Wolfgang Merkel | Politisches System

    Nach dem Wegfall der Bipolarität im internationalen System prognostizierten Wissenschaftler und Journalisten einhellig den Siegeszug der Demokratie. Heute scheint dieser Optimismus allerdings verflogen. Eine neue Demokratisierungswelle ist nicht in Sicht, aber auch keine Rückkehr der Diktaturen; die Zahl der Autokratien bleibt konstant.

  • Demokratie und Dividende

    Zum Mythos der "attraktiven Autokratien"

    von Jörg Faust | Politisches System

    Sind demokratische Herrschaftsordnungen notwendige Bedingung für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt, oder können auch Autokratien eine ökonomische „Entwicklungsdividende“ erzielen? Die Antwort: In Einzelfällen kann es unter autokratischen Regimen zu Modernisierungserfolgen kommen. Langfristig aber sind die Demokratien auch hier überlegen.

  • Mehr Autokratie wagen?

    Der Ideologieexport findet nicht statt

    von Julia Bader, Antje Kästner | Geographische Räume Asiens, Politisches System

    Die Demokratisierung in Asien und im postsowjetischen Raum stagniert. Droht nun ein Diktaturexport durch wirtschaftlich aufstrebende nichtdemokratische Mächte wie Russland und China? Nein. Beide Länder sind an einem Schutz und einer Stabilisierung autokratischer Systeme interessiert, nicht aber an einem Export von Ideologien.

  • Sehnsucht nach der starken Hand

    Die Denker und die Diktatoren

    von Reinhard Mohr | Politisches System

    Stalin, Miloševic, Fidel: Wie kommt es, dass die zarten Seelen, die sich gerne in Südfrankreich oder in der Toskana erholen, immer wieder auf Protagonisten eines manichäischen Weltbilds hereinfallen, die die komplexen gesellschaftlichen Strukturen in ihrem Land gleichsam mit der Machete durchschlagen? Zur Sozialpsychologie der europäischen Intellektuellen.

Euro-Krise

  • Der Euro als Mausefalle

    Wer tappt als nächstes hinein?

    von Karen Horn | Europa, Wirtschaft & Finanzen

    Mit der Griechenland-Krise hat sich offenbart, was Skeptiker der Währungsunion schon von Anfang an gesagt haben: Das ökonomische Korsett ist zu eng geschnürt worden. Da die Euro-Volkswirtschaften bislang große Unterschiede aufweisen, führt der Verlust von Wechselkursflexibilität zu enormen Problemen. Wer wird als nächstes in die Mausefalle tappen?

  • Das Ende der Illusionen Is purchaseable

    Auf dem Weg zum Europa-Wir-Gefühl

    von Petra Pinzler | Europa, Wirtschaft & Finanzen

    Vielleicht hat die Krise doch auch etwas Gutes: Die Defizite der Union wurden offenbar und könnten jetzt korrigiert werden. Dazu müssen sich die Europäer aber von Illusionen verabschieden und energisch Reformen voranbringen. Damit künftig nicht mehr mit dem Finger auf „die da“ gezeigt wird, sondern ein europäisches „Wir-Gefühl“ entstehen kann.

Gegen den Strich

  • Gegen den Strich: Nachhaltigkeit

    Zwischen Heilsreligion und Wohlfühlgarantie

    von Wolfram Eilenberger | Klima und Umwelt

    Globale Heilsreligion, kleinster gemeinsamer Wertenenner der Globalisierung oder marketingtauglicher Verdeckungsbegriff mit kollektiver Wohlfühlgarantie? Was bedeutet dieser heute so strapazierte Begriff Nachhaltigkeit? Und wird damit wirklich „neues“ Denken beschrieben?

Biodiversität

  • Die Vielfalt bewahren

    Wider den Verlust an biologischer Vielfalt

    von Sascha Müller-Kraenner | Klima und Umwelt

    Der Verlust an biologischer Vielfalt hat bereits heute Ausmaße angenommen, die im Bereich des Klimawandels erst in einigen Jahrzehnten zu erwarten sind. Trotzdem beherrscht der Klimawandel die politische Debatte, während Biodiversität noch immer ein Randthema ist. Eine politische, auch institutionelle Aufwertung ist dringend notwendig.

Energiepolitik

  • Eine neue Ära des Energieimperialismus

    Für Europa gilt: von China lernen heißt siegen lernen

    von Friedbert Pflüger | Europa, Klima- und Energiepolitik

    Will die EU im Bereich Energie und Rohstoffe als Global Player auftreten, muss sie lernen, ihre Interessen auf den Schauplätzen der Welt zu definieren und durchzusetzen – sprich: eine gemeinsame Energieaußenpolitik entwickeln. Dabei sollte sie kritisch auf die chinesische Politik in Zentralasien und Afrika schauen.

Ukraine

  • Schweiz des Ostens

    Blockfreiheit als Überlebensstrategie?

    von Alexander Rahr | Ukraine, Sicherheitspolitik

    Die Wahl Viktor Janukowitschs zum Präsidenten der Ukraine war eine Zäsur. Eine NATO-Mitgliedschaft ist damit vom Tisch. Wobei Janukowitsch auch keine ergebene Anbindung an Russland sucht – er sieht sein Land als Brücke zwischen Europa und Asien und möchte gleichermaßen Sicherheitsgarantien vom Westen wie von Russland erhalten.

Europa

  • Chefsache Europa

    Die EU-Außenpolitik, ein Präsidialsystem?

    von Andreas Rinke | Europa, Europäische Union

    Nicht nur der Lissabon-Vertrag, sondern auch die „Vergipfelung“ der internationalen Politik und der G-20-Prozess verändern die Machtbalance innerhalb der europäischen Regierungen. Wichtige Entscheidungen werden immer häufiger von den Regierungschefs getroffen – ganz gewiss nicht zur Freude der jeweiligen Außenminister.

Sicherheitspolitik

  • Nukleare Dilemmata der NATO

    Neue Strategien nach START

    von Michael Paul | Rüstungskontrolle & Massenvernichtungswaffen

    Westerwelles Forderung nach einem Abzug der amerikanischen Nuklearwaffen aus Deutschland hat viel Kritik hervorgerufen. Denn er kam, unabgestimmt mit den Bündnispartnern, in einer Zeit, in der intensiv über das Ziel einer atomwaffenfreien Welt und die neue NATO-Strategie diskutiert wird – über Abschreckung, Abrüstung und Abwehr.

  • Europa sucht nach Handlungsfähigkeit

    Die GSVP jenseits von Symbolpolitik

    von Nicolai Ondarza, von | Europa, Sicherheitspolitik

    Bisher muss eine nüchterne Bilanz gezogen werden: Die ESVP-Operationen sind zwar zahlreich, aber überwiegend von symbolischer Größe und heben die Fähigkeitenlücke der EU hervor. Dies soll mit den neuen Instrumenten des Lissabonner Vertrags geändert werden: dem Europäischen Auswärtigen Dienst und der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit.

Einspruch

Essay

  • Erotisches Kapital

    ... und warum es unterschätzt wird

    von Catherine Hakim | Geschlechterbeziehungen

    Die Vereinten Nationen beweisen es mit ihren Human Development Reports schon lange: Für Wachstum und Entwicklung sind auch Faktoren wie Bildung, kulturelle Werte oder Chancengleichheit für Mädchen und Frauen ausschlaggebend. Einen Faktor aber übersahen die Sozialwissenschaften bislang: das erotische Kapital vor allem von Frauen. Für den sozialen Aufstieg ist es ebenso bedeutend wie Humankapital.

Brief aus ... Moskau

Internationale Presse

Buchkritik

  • Supermacht mit Selbstzweifeln

    Buchkritik

    von Christian Hacke | Vereinigte Staaten von Amerika

    Guantánamo, Finanzkrise, transatlantische Verstimmungen: kein leichtes Erbe, das US-Präsident Barack Obama im vergangenen Jahr von seinem Vorgänger George W. Bush angetreten hat. Doch liegen die Wurzeln für die aktuelle Misere nicht viel tiefer? Neue Bücher über Machtmissbrauch, Konsumsucht und die Schattenseiten des American Dream.

  • Das große Versprechen

    Buchkritik

    von Jan Techau | Nordamerika, Europäische Union

    Europa, ein politischer Zwerg mit schwächlicher Wirtschaft und freizeitsüchtigen Halbtagswerktätigen? Ganz falsch, sagt der Politologe Steven Hill. Und präsentiert seinen staunenden Lesern den alten Kontinent im Widerspruch zur herrschenden US-Lehre als veritables Übervorbild für Amerika und den Rest der Welt.

  • Schrumpfen lernen

    Buchkritik

    von Thomas Speckmann | Vereinigte Staaten von Amerika, Wirtschaft & Finanzen

    Wie konnte eine der größten Handelsbanken der Wall Street pleite gehen? Der Fall Lehman Brothers hat die globale Finanzwelt in ihren Grundfesten erschüttert. Um die Folgen der Krise zu bewältigen, wird mehr als nur eine geringfügige Korrektur am Finanzsystem nötig sein. Drei Neuerscheinungen schildern die Ursachen und machen Lösungsvorschläge.

Schlusspunkt

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