Ausgabe November/Dezember 2010

Organisiertes Verbrechen Is purchaseable

Organisiertes Verbrechen

Organisiertes Verbrechen

  • Unternehmen Kriminalität

    Wie funktionieren illegale Ökonomien? Und warum werden sie oft geduldet?

    von Vanda Felbab-Brown | Organisierte Kriminalität

    Illegale Ökonomien gedeihen überall. Ihr liebstes Biotop aber sind schwache, nicht gänzlich gescheiterte Staaten. Für den reibungslosen Ablauf ihrer Geschäfte sind gewisse Regeln nötig und wo der Staat fehlt, springen als Kooperationspartner oft politisch radikale Gruppen ein. Eine harte Bekämpfung der kriminellen Unternehmen ist nicht immer angebracht.

  • Nicht nur ein Problem innerer Sicherheit

    Folgen der organisierten Kriminalität für das internationale System

    von Daniel Brombacher | Organisierte Kriminalität

    Drogenschmuggel, Menschenhandel, Waffenschieberei: Organisierte Kriminalität wird in Deutschland vor allem als Gefahr für die innere Sicherheit wahrgenommen. Da sie meist von Gewalt und Korruption begleitet wird und von fehlender Staatlichkeit lebt, ist sie aber auch eine Aufgabe für die deutsche Entwicklungs- und Außenpolitik.

  • Moderner Sklavenhandel

    Das Geschäft mit der "Ware Mensch"

    von Conny Czymoch | Organisierte Kriminalität

    Menschenhandel ist ein Milliardengeschäft und ein ebenso großes Sicherheitsproblem wie das Geschäft mit Kokain und Opium. Zahlreiche Staaten, die Vereinten Nationen und große Konzerne haben zwar wesentliche Rechtsgrundlagen und verpflichtende Standards erarbeitet. Deren Verwirklichung indes bleibt äußerst schwierig.

  • Ungewöhnliche Bettgenossen

    Warum Kriminelle und Terroristen zuweilen kooperieren

    von Douglas Farah | Organisierte Kriminalität

    FARC, Hisbollah, Al Kaida, westafrikanische Dikatoren – die Aussicht auf finanzielle Profite bewegt die verschiedensten kriminellen und terroristischen Gruppen zu einer Zusammenarbeit. Dabei profitieren sie von den oft fragilen und korrupten Staaten Westafrikas, dem neuen Hauptoperationsgebiet der transnationalen organisierten Kriminalität.

Energie

  • Reduzieren allein genügt nicht

    Für eine neue Energieaußenpolitik

    von Friedemann Müller | Klima- und Energiepolitik

    Das neue Energiekonzept der Bundesregierung kann nur ein erster Schritt sein, um für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung zu sorgen. Es muss um eine Energieaußenpolitik ergänzt werden, die sich auch der Verknappung von Erdöl, der Abhängigkeit von Produzenten und der globalen Klimapolitik annimmt.

  • Einer wird gewinnen

    Erdgas und Kernenergie als "Brücken"

    von Marcel Viëtor | Rohstoffe & Energie

    Kernenergie und Erdgas werden als „Brücken“ auf dem Weg in die Energieversorgung der Zukunft gehandelt. Doch bislang wird die Diskussion für oder gegen eine Energieart allzu sehr von Einzelinteressen bestimmt. Höchste Zeit, die Vor- und Nachteile beider Technologien einmal unvoreingenommen zu vergleichen.

  • Das deutsche Energiekonzept

    Die neue Strategie der Bundesregierung

    Klima- und Energiepolitik

Gegen den Strich

  • Die Vereinten Nationen

    Können wir auf sie verzichten?

    von Thorsten Benner | Vereinte Nationen

    Millennium-Entwicklungsziele, die nicht erreicht werden, Blauhelm-Missionen, die erfolglos bleiben, Reformen, die längst überfällig sind: Die Liste der Kritikpunkte an den Vereinten Nationen ist lang. Doch könnten wir in der heutigen Welt auf sie verzichten?

Europa

  • Pralinen für Europa

    Ein Jahr Vertrag von Lissabon

    von Almut Möller | Europäische Union

    „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen“, sinnierte einst Forrest Gump, „man weiß nie, was man bekommt.“ Dass dieser Satz ausgerechnet für den Vertrag von Lissabon gelten soll, mag manchen überraschen. Doch wer sich die Mühe macht, das dickleibige Werk durchzuarbeiten, stößt auf eine Risikofreude, die man der EU nicht ohne Weiteres zugetraut hätte.

  • Du bist Brüssel

    Die Europäische Bürgerinitiative

    von Dominik Hierlemann | Europäische Union

    Die Unzufriedenheit mit der Europäischen Union nimmt in Zeiten der Krise zu. Ein häufig erhobener Vorwurf: Der „einfache“ 
EU-Bürger habe in Brüssel nichts zu sagen. Dabei eröffnet der Vertrag von Lissabon eine neue Form der Partizipation – die Europäische Bürgerinitiative. Von manchen als Placebo verspottet, wartet sie nun auf ihre Premiere.

Nahost

  • Nein, nein und nochmals nein

    Kein Nahost-Abkommen in Sicht

    von Donald L. Horowitz | Israel, Bilaterale Konflikte

    Festlegung der Grenzen eines unabhängigen palästinensischen Staates, Rückkehrrecht der Palästinenser, Teilung Jerusalems: In all diesen Punkten wären Kompromisse möglich. Doch selbst, wenn es gelingt, ein Abkommen erfolgreich auszuhandeln, werden Nein-Sager auf beiden Seiten verhindern, dass es auch umgesetzt wird.

  • Nahöstliche Risikoszenarien

    ... und Leitlinien für westliches Engagement

    von Volker Perthes | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika

    Hegemonialkonflikte, Terrorismus, zerfallende Staaten und politischer Konfessionalismus bedrohen den Nahen und Mittleren Osten. Die USA und die EU haben erkannt, dass sie die Entwicklungen in der Region nicht von außen bestimmen können. Aber sie haben dort auch eigene Interessen, die sie bestmöglich verfolgen sollten. Fünf Leitlinien.

Russland

  • Die Russland-Flüsterer

    Die Zeichen stehen auf Verständigung

    von Andreas Rinke | Russische Föderation, Internationale Politik/Beziehungen

    Die kommenden Monate könnten einen Durchbruch bei der überfälligen Westbindung Russlands bringen. Viele kleine vertrauensbildende Maßnahmen haben ein Umdenken in den Eliten der USA, Russlands, Polens und Deutschlands für die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen in Gang gesetzt. Jetzt heißt es: nur keine Fehler machen.

Kaukasus

  • Mehr Verantwortung, bitte!

    Wir brauchen eine Südkaukasus-Strategie

    von Stefan Meister | Europäische Nachbarschaftspolitik

    Der Georgien-Krieg im August 2008 war ein Weckruf für die EU, sich zukünftig stärker im Südkaukasus zu engagieren. Doch bis heute gibt es kaum greifbare Erfolge. Während Russland und China ihre regionalen Interessen mit Entschlossenheit durchsetzen, bleibt die europäische Südkaukasus-Politik zögerlich und reaktiv.

Ressourcen

  • Eine Frage der Außenpolitik

    Wie wir unsere Rohstoffversorgung sichern

    von Philipp Mißfelder | Rohstoffe & Energie

    Fehlende Substitutionsmöglichkeiten, finanzstarke Konkurrenz und Ausfuhrbeschränkungen in vielen Staaten – die deutsche Importabhängigkeit bei nichtenergetischen Rohstoffen könnte eine Gefahr für die Wirtschaftsentwicklung darstellen. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt acht Denkanstöße.

Geopolitik

  • Kleine Insel, großes Spiel

    Umworben von EU, China, Russland: Island

    von Thomas Gutschker | Island

    Seit Juli verhandelt Brüssel mit Reykjavik über den EU-Beitritt. Doch es geht nicht nur um Fischgründe und das Recht zum Walfang: Im Hintergrund geht es auch um Geopolitik. Die Union will einen Brückenkopf in der Arktis, wo schon jetzt um die künftige Ausbeutung von Rohstoffen und die Kontrolle neuer Handelswege gerungen wird.

Einspruch

  • Fairness und Physik

    Gerechtigkeit im globalen Klimaschutz

    von Hans Joachim Schellnhuber, Daniel Klingenfeld | Klima und Umwelt

    Der gegenwärtige Stillstand der internationalen Klimaverhandlungen hat vor allem eine Ursache: die kontroversen Ansichten in Sachen Lastenteilung. Doch wer jetzt nach weicheren Zielen ruft, anstatt die Gründe für Blockaden zu analysieren und entsprechend zu handeln, der versagt in dieser historischen Frage.

Essay

Brief aus ... Istanbul

Internationale Presse

Buchkritik

  • Weltkarte der Mafia

    Organisierte Kriminalität made in Italy und wie sie zu bekämpfen wäre

    von Aureliana Sorrento | Organisierte Kriminalität

    Seit den Mafia-Morden von Duisburg 2007 ist der Name Ndrangheta in Deutschland ein Begriff. Hätte das Blutbad verhindert werden können? Ja, meint der italienische Mafia-Experte Francesco Forgione. Seine Forderung: Der globalisierten Mafia muss mit weit wirksameren Mitteln begegnet werden als mit jenen, die bislang angewendet wurden.

  • Nach dem Wintermärchen

    Wie Südafrika sein frisch erworbenes Renommee zu verspielen droht

    von Andreas Eckert | Südafrikanische Republik

    Wenige Monate nach der glänzend bestandenen Bewährungsprobe der Fußball-WM ist die gute Stimmung in Südafrika wieder dahin. Streiks, Korruption, Staatsversagen, Aids-Gefahr: Die Liste der Probleme ist lang. Und auf der Weltbühne tut das Land sich schwer, seine Rolle zwischen Nord und Süd zu finden. Was tun? Drei Neuerscheinungen.

  • Energie für die beiden Amerikas

    Ein neuer Sammelband zur energiepolitischen Integration des Kontinents

    von Enno Harks | Lateinamerika, Rohstoffe & Energie

    In Nord- und Südamerika hat Energie im vergangenen Jahrzehnt eine überragende Rolle gespielt. Insbesondere Lateinamerika erlebt einen historisch einmaligen Wirtschaftsboom, der einen enormen Anstieg der Energienachfrage zur Folge hat. Die Chance für eine verstärkte Kooperation und damit Integration in den beiden Amerikas?

Schlusspunkt

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