Ausgabe November/Dezember 2011

Krieg und Frieden Is purchaseable

Krieg und Frieden

Asymmetrische Kriege, internationale Terrorismusbekämpfung, Anti-Piraterie-Einsätze: Neue Sicherheitslagen erfordern neue Streitkräfte. Doch wie reformiert man seine Armee, wenn gleichzeitig der Sparzwang das Handeln diktiert? Welche Truppe brauchen wir, was erhoffen sich die Bündnispartner? Ein Schwerpunkt zur Bundeswehrreform.

Titelthema

  • „Die Armee ist kein gepanzertes Technisches Hilfswerk“

    Interview mit Verteidigungsminister Thomas de Maizière

    Deutschland, Bundeswehr

    „Die Armee ist kein gepanzertes Technisches Hilfswerk“

    Wie reformiert man seine Streitkräfte in Zeiten des Sparzwangs? Bundesverteidungsminister Thomas de Maizière erklärt im IP-Gespräch, warum sein Prinzip bei der Neuausrichtung der Armee „Breite vor Tiefe“ lautet, inwiefern solide Finanzpolitik heute Sicherheitspolitik ist und wann militärische Mittel zwar äußerstes, aber nicht erst letztes Mittel sind.

  • Wie Goliath gewinnen kann

    Westliche Demokratien und ihr Einsatz in Kleinen Kriegen

    von Christian Freuding | Deutschland, Bundeswehr

    Wie Goliath gewinnen kann

    Es gibt wieder Krieg! Aber nicht so wie bisher. Das globale Verantwortungs- und Sicherheitsbedürfnis des Westens werden sein Eintreten in komplexe Kleine Kriege unumgänglich machen. Die Staaten sind dazu heute willens und fähig. In Deutschland braucht es allerdings eine Neuorientierung der Bundeswehr – und der Gesellschaft.

  • Richtig rüsten

    Warum die Bundeswehr ein neues Beschaffungswesen braucht

    von Stephan Löwenstein | Deutschland, Bundeswehr

    Richtig rüsten

    Ein Kampfhubschrauber, der nicht kämpfen, ein Transporthubschrauber, der nicht transportieren kann, milliardenschwere Großprojekte, die um Jahre hinter dem Zeitplan zurückliegen – bei Deutschlands Rüstungsbeschaffungswesen liegt offensichtlich einiges im Argen. Was kann die Bundeswehrreform hier bewirken?

  • Alle Mann an Bord

    Warum die Zukunft der Bundeswehr auf dem Wasser liegt

    von Thomas Speckmann | Deutschland, Bundeswehr

    Alle Mann an Bord

    Wer seine Armee modernisieren und gleichzeitig sparen will, muss Prioritäten setzen. Nur wo? Die Antwort: Für die Einsätze der Zukunft benötigt die Bundeswehr vor allem eine starke Marine – eine Binsenweisheit in einer Zeit, in der über 80 Prozent des Welthandels auf dem Seeweg erfolgen. Wann wird Berlin endlich beginnen, maritim zu denken?

  • Was für eine Truppe?

    Vier Bündnispartner zur strategischen Ausrichtung Deutschlands

    von Simon McDonald, Philippe Leymarie, Marek Prawda, Peter Flory | Deutschland, Bundeswehr

    Was für eine Truppe?

    Die Bundeswehr ist und bleibt eine Bündnisarmee, ihre Reform betrifft also auch Deutschlands militärische Partner unmittelbar. Was erhoffen sie sich von den deutschen Streitkräften? Wünsche, Gedanken und Anmerkungen aus britischer, französischer, polnischer und amerikanischer Sicht.

Deutsche Macht

  • Der überforderte Hegemon

    Ziele und Grenzen deutscher Macht

    von Thomas Kleine-Brockhoff, Hanns W. Maull | Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

    Der überforderte Hegemon

    Deutschland solle seine gewachsene internationale Verantwortung künftig stärker wahrnehmen, forderten in den vergangenen Tagen Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen unisono. Doch wie soll die neue Rolle Berlins aussehen? Dazu machten Thomas Kleine-Brockhoff und Hanns W. Maull im Herbst 2011 in der IP drei Vorschläge: Multilateralismus modernisieren, Partnerschaften anpassen, Europapolitik neu erfinden.

  • Paradoxon Deutschland

    Eine geoökonomische Macht in der Zwickmühle

    von Hans Kundnani | Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

    Die Euro-Krise hat eine neue, bestimmende Bundesrepublik hervorgebracht. Die einstige Zivilmacht Deutschland wird zu einer geoökonomischen Macht. Der Druck, Wirtschaftswachstum vor nicht-wirtschaftliche außenpolitische Interessen zu stellen, wird größer. Das könnte zu Spannungen mit den westlichen Partnern führen.

Gegen den Strich

  • Die türkische AKP

    von Luisa Seeling | Türkei, Staat und Gesellschaft

    Für die einen ist sie eine verkappte Islamisten-Partei, die das Land in einen zweiten Iran verwandeln will. Für die anderen ist die türkische Regierungspartei AKP das, was die CDU für Deutschland ist: eine konservative Partei mit religiöser Basis. Welche Lesart ist die richtige? Oder greifen beide zu kurz? Sechs Thesen auf dem Prüfstand.

Nahost

  • Unverwüstliche Muslimbruderschaft

    Düstere Aussichten für ein freies Ägypten und einen friedlichen Nahen Osten

    von Eric Trager | Ägypten, Staat und Gesellschaft

    Unverwüstliche Muslimbruderschaft

    Sie verfügt über ein höchst effizientes Rekrutierungssystem, ihre Mitglieder sind ideologiefest, engagiert und loyal, ihr politisches Netzwerk ist unübertroffen: Die Muslimbruderschaft dürfte zur stärksten politischen Kraft Ägyptens werden. Dennoch sollte die Europäische Union nicht aufgeben, weiter die demokratischen Kräfte im Umbruchstaat zu fördern.

  • Vom Halbmond zum Dreieck

    Wie sich die Kräfte in Nahost verschieben

    von Gil Yaron | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Staat und Gesellschaft

    Der arabische Frühling hat die alten Modelle der Machtverteilung im Nahen Osten beerdigt. Ein neues, dynamisches Kräftedreieck, bestehend aus Ägypten, Saudi-Arabien und der Türkei, wird fortan die Geschicke der Region bestimmen. Doch bis auf wenige Punkte sind sich die neuen Führungsmächte alles andere als einig.

  • Handel ja, Wandel nein

    Auch in Arabien ist Chinas Politik von wirtschaftlichen Interessen bestimmt

    von Nora Müller | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Wirtschaft & Finanzen

    China ist im vergangenen Jahrzehnt zu einem wichtigen wirtschaftlichen Akteur im Nahen und Mittleren Osten avanciert, der die Region vor allem als Rohstofflieferant und Absatzmarkt nutzt. Politisch tritt Peking jedoch kaum in Erscheinung. Dem Westen könnte ein größeres chinesisches Engagement in der Krisenregion dabei nur recht sein.

Afghanistan

  • Die Konsequenz der Solidarität

    Auch nach 2014 braucht Afghanistan unser langfristiges Engagement

    von Michael Steiner | Afghanistan, Konflikte und Strategien

    Die Konsequenz der Solidarität

    Die internationale Verpflichtung zu einem langfristigen Engagement nach dem Abzug der ISAF ist die politische Konsequenz unseres bisherigen Einsatzes. Die Internationale Afghanistan-Konferenz in Bonn muss deshalb Afghanistan und damit auch der Region die Gewissheit geben: Wir lassen euch nicht allein.

  • Der afghanische Gast

    Wie hat der Einsatz Deutschland verändert?

    von Ulrich Ladurner | Afghanistan, Konflikte und Strategien

    Der afghanische Gast

    Eines Tages war er da, begehrte nichts und – blieb. Zehn Jahre lang, bis wir uns in unserem Haus selbst nicht mehr wohlfühlten. Der Einsatz in Afghanistan wurde mit moralischem Getöse begonnen und führte uns viel zu spät zu der Einsicht, dass wir Krieg führen. Der unglückliche afghanische Gast hat Deutschland seiner Illusionen beraubt.

Russland

  • Partner oder Bedrohung?

    Russland und die NATO

    von Ulrich Weisser, Karl-Heinz Kamp | Russische Föderation, NATO

    Die Kardinalfrage muss beantwortet werden: Will das Bündnis eine sicherheitspolitische Schicksalsgemeinschaft, die Russland einschließt? Dann wäre eine gemeinsame Raketenabwehr ein erster Schritt in diese Richtung. Ulrich Weisser plädiert entschieden für eine Kooperation, während Karl-Heinz Kamp dies eher skeptisch sieht.

Euro-Krise

  • Eigenverantwortung statt Zentralismus

    Dem Euro hilft weder eine Transferunion noch eine gemeinsame Finanzpolitik

    von Heribert Dieter | Westeuropa politisch, Wirtschaft & Finanzen

    Eigenverantwortung statt Zentralismus

    Eine Lösung der Euro-Krise zieht sich hin, auch weil sich die zuletzt häufig ins Feld geführte Transferunion oder die Errichtung einer gemeinsamen EU-Finanzpolitik bei näherer Betrachtung als untauglich erweisen. Dabei ist im Vertrag von Maastricht eine funktionstüchtige Währungsunion angelegt – es fehlt nur ein Austiegsmechanismus.

Essay

  • Volksrepublik und Volksherrschaft

    Wie traditionelle chinesische Kultur und liberale Demokratie zusammenpassen

    von Hairong Lai | Volksrepublik China, Staat und Gesellschaft

    Volksrepublik und Volksherrschaft

    Chinas Wirtschaft wächst rasch und konstant – und damit auch die politische Bedeutung des Reichs der Mitte. Wird China zu einer Bedrohung für die vielzitierte „freie Welt“, wenn es sein autoritäres Regime beibehält und seine ökonomische Macht ausbaut? Oder kann das Land, sollte sich sein Autoritarismus in eine liberale Demokratie umwandeln, einen entscheidenden Beitrag zu Freiheit und Demokratie leisten?

Brief aus ... Peking

  • Mein Leben als Feind

    Chinas KP sieht sich als Opfer einer Verschwörung ausländischer Medien

    von Bernhard Bartsch | Volksrepublik China, Staat und Gesellschaft

    Mein Leben als Feind

    Chinas Regierungschef Wen Jiabao betrat die Bühne in Pekings Großer Halle des Volkes, verbeugte sich vor den 3000 Delegierten und begann, seine jähr-liche Regierungserklärung zu verlesen. Die Botschaft war gewohnt positiv. „Im Rückblick sind wir stolz auf unsere überragenden, glorreichen Erfolge“, sagte Wen unter Applaus, „wir blicken zuversichtlicher denn je einer glanzvollen Zukunft entgegen.“

Internationale Presse

  • Arabischer Frühling, israelischer Sommer

    Israels Medien über Chancen und Gefahren für den Frieden in Nahost

    von Marc Berthold | Israel, Staat und Gesellschaft

    Arabischer Frühling, israelischer Sommer

    Seit dem Ausbruch des arabischen Frühlings hat sich die politische Lage Israels zugespitzt. Der Zusammenbruch des Mubarak-Regimes und die Unsicherheit über die Zukunft des Friedensvertrags mit Ägypten verstärkt den Eindruck einer gefühlten Belagerung des Landes. Trotz aller Empathie mit den nach Freiheit strebenden jungen Menschen auf den arabischen Straßen blickt Israel mit Sorge in die unmittelbare Nachbarschaft.

Buchkritik

  • Pflichtlektüren

    20 Leseempfehlungen zur Außenpolitik

    Internationale Politik/Beziehungen

    Pflichtlektüren

    „Welches Buch zur internationalen Politik war in diesem Jahr das wichtigste für Sie und warum?“ Diese Frage haben wir an Politiker, Wissenschaftler und Publizisten gestellt. Das Ergebnis: Nicht jedes Werk, das man 2011 gelesen haben sollte, um aktuelle Phänomene wie den arabischen Frühling besser zu verstehen, ist auch in diesem Jahr entstanden.

Schlusspunkt

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

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