Ausgabe Januar/Februar 2011

Terrorismus Is purchaseable

Terrorismus

Osama Bin Laden ist tot, Al-Kaida hat massiv an Unterstützung in der islamischen Welt verloren. Grund für eine Entwarnung? Im Gegenteil. Der globale Dschihad wird nicht mehr nur in Ausbildungslagern geplant, sondern auch in einer unüberschaubaren virtuellen Welt. Wie kann man dem Terror Einhalt gebieten, wie den Islamisten die Deutungshoheit über den Islam entziehen? Und ist es möglich, radikale Kämpfer umzuerziehen?

Terrorismus

  • Risse im Dschihad

    Warum wir eine neue Strategie im Kampf gegen den globalen Terror brauchen

    von Thomas Rid | Asien, Terrorismus

    Lokal agierende Aufständische, radikalisierte Muslime in der Diaspora, Terroristen, die mit dem organisierten Verbrechen zusammenarbeiten: Der globale Dschihad zerfasert und verliert massiv an Rückhalt in der islamischen Welt. Entwarnung? Im Gegenteil. Die neue Unübersichtlichkeit des Heiligen Krieges wird seine Eindämmung nicht leichter machen.

  • Der Feind in unserem Netz

    Wie bekämpft man Al-Kaida & Co. im virtuellen Raum?

    von Guido Steinberg, Asiem Difraoui, El- | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Terrorismus

    Der Feind in unserem Netz

    E-Commerce, E-Science, E-Dschihad: Dass Dschihadisten die vielfältigen Möglichkeiten des Internets für ihre Zwecke nutzen würden, war vorhersehbar. Heute ist es praktisch unmöglich, ihre Präsenz im Netz zu zerstören – doch mit den richtigen Strategien kann der Verbreitung des E-Dschihads zumindest entgegengewirkt werden.

  • Schwer umerziehbar

    Lassen sich Terroristen entradikalisieren, und wenn ja, wie?

    von Alexander Ritzmann | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Terrorismus

    In Deutschland sind es Dutzende, in der EU Hunderte, in muslimischen Ländern noch weit mehr: inhaftierte Terroristen, die irgendwann wieder in genau die Gesellschaften entlassen werden, für deren Bekämpfung sie verurteilt wurden. Was bewirken Entradikalisierungsprogramme in der islamischen Welt, wie könnten sie in Europa aussehen?

  • Glaube und Gewalt

    Warum wir im Kampf gegen den Terror die Geistlichen brauchen

    von Reuel Marc Gerecht | Vereinigte Staaten von Amerika, Terrorismus

    Die Scharia ist das Fundament eines islamistischen Terrorismus? Religionsakademien sind Kaderschmieden für Selbstmordattentäter? Falsch! Führende konservative Geistliche haben sich bereits eindeutig und unbeirrbar gegen Gewalt ausgesprochen. Sie wären unsere besten Verbündeten im Kampf gegen den Extremismus.

  • Wir werden ihn nicht los!

    Die Bedrohung durch den radikalen Islamismus kann noch wachsen

    von Joachim Krause | Deutschland, Terrorismus

    An eine diffuse Bedrohung durch „den Terrorismus“ hat man sich nicht nur hierzulande beinahe gewöhnt. Doch ist es notwendig, die Akteure und Motivationen des Terrorismus weiterhin klar zu benennen – und sich mit der Möglichkeit einer steigenden Radikalisierung muslimischer Staaten und Individuen auseinanderzusetzen.

Währungspolitik

  • Starker Euro, schwacher Dollar

    Wie wirkt sich die Währungspolitik Europas, der USA und Chinas aus?

    von Josef Braml, Claudia Schmucker, Almut Möller | Europa, Währungssystem

    Starker Euro, schwacher Dollar

    Europa verordnet sich ein Sparprogramm. Die USA versuchen, ihre Wirtschaft mit einer Abwertung des Dollar anzukurbeln. China drückt künstlich den Wert seiner Währung, um die politische Stabilität des Landes nicht zu gefährden, verärgert damit aber vor allem die USA. Finanzpolitik wird zu einem entscheidenden Faktor auf der internationalen Bühne. Ist mit dem Euro auch die EU in Gefahr, schadet ein schwacher Dollar die Weltwirtschaft und sollte China nicht endlich seine Währung aufwerten?

Gegen den Strich

  • Die Tea Party

    von Christoph von Marschall | Vereinigte Staaten von Amerika, Staat und Gesellschaft

    Die Tea Party ist eine rechtsradikale Basisbewegung in den USA, deren Anhänger fremdenfeindlich sind und die machtpolitisch den Republikanern nützt? Nicht so schnell. Der Großteil ihrer Unterstützer ist eher unpolitisch. Der Kern ihrer Forderungen betrifft ökonomisches Maßhalten. Und bei der Kongresswahl im November 2010 hat der Einfluss der Tea Party Präsident Obama und die Demokraten vor dem Verlust der Mehrheit im Senat bewahrt.

Sicherheitspolitik

  • Sparen als Staatsräson

    Zur Debatte über die Bundeswehrreform

    von Svenja Sinjen, Jana Puglierin | Deutschland, Bundeswehr

    Es sollten nicht Sparzwänge sein, die über Umfang, Struktur und Ausrüstung der Bundeswehr bestimmen. Ausschlaggebend sind vielmehr eine Analyse der Bedrohungslage und die daraus resultierenden Aufgaben. Doch welchen sicherheitspolitischen Anspruch und welche Bündnisverpflichtungen hat Deutschland überhaupt?

Migration

  • Eine griechische Tragödie

    Europa stößt im Umgang mit irregulären Migranten an seine Grenzen

    von Katharina Cramer-Hadjidimos | Europa, Migration

    Eine griechische Tragödie

    Für die meisten irregulären Migranten ist Griechenland das Tor zu Europa: Aber es ist ein Tor zur Hölle. Längst schon spricht das UN-Flüchtlingshilfswerk von einer humanitären Krise, doch die Instrumente der EU-Flüchtlingspolitik sind mehr als dürftig. Könnte ein Beitritt der Türkei zur Europäischen Union Abhilfe schaffen?

  • Ohne Hilfe zur Selbsthilfe

    Wenn der Staat versagt, müssen irreguläre Migranten selbst tätig werden

    von Zoltán Ferenczi, Sarah Münch, Natasha Wunsch, Christoph Tometten | Europa, Migration

    Irreguläre Migranten werden meist aus sicherheitspolitischer oder humanitärer Perspektive wahrgenommen, selten als Akteure. Dabei machen viele Migranten aus der Not eine Tugend und organisieren sich unter schwierigsten Bedingungen selbst – in zum Teil hoch entwickelten Strukturen.

Europa

  • Die pragmatischen Europäer

    Auf der To-Do-Liste der Tories: wieder mehr europapolitisches Engagement

    von Tyson Barker | Vereinigtes Königreich, Europäische Union

    Zwischen Großbritannien und den USA knirscht es, die anglo-amerikanische Freundschaft steht auf dem Prüfstand – für die konservative britische Regierung eine Gelegenheit, ihre europapolitischen Prioritäten zu überdenken. Denn mehr Hinwendung zur EU bringt mehr Gestaltungsmacht in Brüssel und stärkt das britische Gleichgewicht in der Welt.

  • Bremse oder Motor?

    Bosnien hat ohne internationale Führung wenig Chancen auf Stabilität

    von Nicole Renvert | Bosnien-Herzegowina, Staat und Gesellschaft

    In Bosnien-Herzegowina sind noch immer starke Spannungen zwischen den Ethnien zu spüren – daran können auch internationale Präsenz, Visaliberalisierung und vorsichtige Verwaltungsreformen nichts ändern. Ein Patentrezept für die Gestaltung der Zukunft des Landes gibt es nicht. Wer kann Bosnien in die EU führen?

Schwache Staaten

  • Wandel durch Handel

    Unternehmen in Regionen umstrittener Staatlichkeit

    von Eberhard Sandschneider | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Fragile Staaten

    Wandel durch Handel

    Die Rolle von Wirtschaftsunternehmen in gescheiterten Staaten oder umstrittenen Regionen hat bislang kaum Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Politik erfahren.* Dabei sind ökonomische Aktivitäten von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, Stabilität und Staatsaufbau in den fragilen Bereichen der politischen Landkarte voranzutreiben. * Zu den wenigen Ausnahmen zählen die sehr detaillierten Business Environment and Enterprise Performance Surveys (BEEPS) die von EBRD und Weltbank veröffentlicht werden.

Organisierte Kriminalität

  • Keine Macht den Drogen

    Der Kampf gegen afghanische Opiate hat oberste Priorität

    von Viktor Ivanov | Afghanistan, Terrorismus

    In ihrer November/Dezember-Ausgabe von 2010 beschäftigte sich die IP mit dem organisierten Verbrechen. Vor einer Unterschätzung der Probleme, die der internationalen Gemeinschaft etwa durch den globalen Drogenhandel erwachsen, warnt der Vorsitzende des russischen Anti-Drogen-Komitees. Er fordert ein energisches Vorgehen gegen die afghanische Drogenproduktion.

Nordkorea

  • Ein Zombie-Staat bedroht die Welt

    Internationale Handlungsoptionen gegenüber Nordkorea

    von Hanns W. Maull | Nordkorea, Sicherheitspolitik

    Ein Zombie-Staat bedroht die Welt

    Lange hatte die Welt auf einen Zusammenbruch des abgewirtschafteten Regimes in Pjöngjang gewartet – vergeblich. Mittlerweile hat man sich mit dem Status quo arrangiert, ein Spiel mit dem Feuer: Sich auf die Stabilität einer Regierung zu verlassen, die wiederholt die Regeln des internationalen Zusammenlebens missachtet hat, wäre unverantwortlich.

Einspruch

  • Eine Frage der Kooperation

    Wie Deutschland und Europa im Wettbewerb um Rohstoffe bestehen können

    von Reinhard Bütikofer | Deutschland, Rohstoffe & Energie

    Die Situation auf dem Markt der knapper werdenden Rohstoffe darf nicht nur als Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands auf dem Weg zu einer „Lowtech-Nation“ gesehen werden. Vielmehr bietet sie die Chance, internationale Kooperationen in der Rohstoffpolitik voranzutreiben – eine Antwort auf Philipp Mißfelder.

Essay

  • Toleriere deinen Nächsten

    Ein paar „einfache“ Schritte Richtung Versöhnung auf dem Balkan

    von Slavenka Drakulic | Nachfolgestaaten Jugoslawien

    Toleriere deinen Nächsten

    Boris Tadic in Vukovar, Ivo Josipovic in Paulin Dvor: Der jüngste Schub an versöhnungspolitischer Aktivität in Ex-Jugoslawien ist bei der internationalen Gemeinschaft und den Menschen in der Region mit Wohlwollen aufgenommen worden. Doch was ist über symbolische Akte hinaus nötig für eine gelingende Versöhnung? Einige Vorschläge.

Brief aus ... Minsk

Internationale Presseschau

  • Irland kaputt. Euro auch?

    Deutschland ist der europäische Idealismus abhanden gekommen. Und jetzt?

    von Henning Hoff | Irland, Finanzkrise

    Die Irland-Rettung wirft in den internationalen Medien die Frage nach der Zukunft des Euro auf. Deutschland erhält schlechte Noten – und tatsächlich: Statt des verächtlichen Blicks auf die „Pleite-Iren“ und Co. würde ein bisschen Idealismus nicht schaden.

Buchkritik

  • Der Aufstand des Publikums

    Wie die neuen Medien Öffentlichkeit und Bürgerbeteiligung verändern

    von Christoph Bieber | Europa, Medien/Information

    Die Debatte über WikiLeaks, die Organisation der Proteste gegen Castor und Stuttgart 21 via Internet: Die Nutzung des World Wide Web durch vernetzte Bürger wirbelt das kommunikative Machtgefüge zwischen Politik, Medien und Publikum kräftig durcheinander. Fünf Neuerscheinungen zum digitalen Strukturwandel der Öffentlichkeit.

  • Unser täglich Brot gib uns auch morgen?

    Drei Neuerscheinungen und die Suche nach einer effizienten Entwicklungspolitik

    von Thomas Speckmann | Entwicklungspolitik

    Trotz der Milliarden von Geldern, die in die Entwicklungshilfe fließen, sterben jährlich Millionen von Menschen an Unternährung. Wer ist daran schuld? Drei Autoren haben sich mit den Ursachen des Hungers, der Verteilung von Spenden und der Arbeit der Hilfsorganisationen auseinandergesetzt. Ihr Urteil fällt ernüchternd aus.

  • Sieben Irrtümer fürs Leben

    Warum uns der Optimismus ins Unglück führt

    von Jan Techau

    Alles wird gut? Der Mensch ist frei geboren? Alles Trugschlüsse. Und gefährliche dazu. Roger Scruton, Vordenker eines intellektuellen Konservatismus in Großbritannien, hat eine Philosophie der Skepsis geschrieben – und liefert damit gleich eine Programmschrift für den sorgsamen Umgang mit der Moderne.

Schlusspunkt

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

ip archiv
Meistgelesen
  • Altes Problem

    28. August 2019 - 0:00

    Nationalismus und Gender: der Siegertext des Sylke Tempel Essaypreises

  • Letzte Chance

    1. September 2019 - 0:00

  • Krise ohne Grenzen

    1. September 2019 - 0:00

    China und die USA, Frankreich und Polen: Wie ist es um die Klimapolitik dieser vier Volkswirtschaften bestellt?