Ausgabe Mai/Juni 2011

Was bewegt die Welt? Is purchaseable

Was bewegt die Welt?

Welche Länder werden die Finanzkrise am besten überstehen? Wie muss ein Staatenbündnis aussehen, das Probleme wie den Klimawandel in den Griff bekommt? Hat das westliche Narrativ von Demokratie und Marktwirtschaft seine Deutungshoheit unwiederbringlich verloren? Eine Analyse der globalen Treiber, die die Welt des 21. Jahrhunderts formen werden.

Was bewegt die Welt?

  • Ideen und Macht

    Was definiert die relative Gewichtsverteilung in der Welt?

    von Volker Perthes, Stefan Mair | Internationale Politik/Beziehungen

    Ideen und Macht

    Gestaltungskraft beruht nicht nur auf harter Macht. Wichtig ist auch, wie Gesellschaften die Welt deuten. Ist das westliche Narrativ von Demokratie plus Marktwirtschaft noch gültig? Gewinnt das chinesische Modell einer weisen, aber nicht notwendig demokratischen Führung an Attraktivität? Und welche Zukunftsbilder ergeben sich daraus?

  • Wiederbelebung des American Dream

    Obama muss Reformen in Gang setzen, um Wachstum nachhaltig zu fördern

    von Stormy-Annika Mildner | Wirtschaft & Finanzen

    Die US-Regierung steht vor großen wirtschaftspolitischen Problemen: sinkende Wettbewerbsfähigkeit, hohe Arbeitslosigkeit und vor allem die gigantische öffentliche Verschuldung, die den Staat an den Rand der Handlungsunfähigkeit bringt. Wird es Barack Obama gelingen, zentrale Strukturreformen auf den Weg zu bringen?

  • EU: schlecht ausbalanciert

    Vor allem gilt es, die Divergenzen innerhalb der EU zu beseitigen

    von Daniela Schwarzer | Europäische Union

    Die europäische Wirtschaft verliert weltweit an Gewicht. Und die Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedstaaten werden immer deutlicher. Will die EU an der Neuordnung globaler Governance- Strukturen mitwirken, muss sie sich politisch und ökonomisch stärken und im Konzert der Wirtschaftsmächte entschiedener auftreten.

  • China: einfach unerlässlich

    Auch wenn es in Zukunft für ein ausgewogeneres Wachstum sorgen muss

    von Hanns Günther Hilpert | Wirtschaft & Finanzen

    Chinas Wirtschaft wächst weiter in beeindruckendem Umfang, die Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Land unbeschadet überstanden. Doch selbst, wenn neue Führungskräfte demnächst für ein nachhaltigeres Wachstum sorgen müssen, bleibt der generelle Trend bestehen: Globale Ordnungspolitik gegen China wird kaum noch möglich sein.

  • Klimawandel: Wer schützt die Welt?

    Bestehende Verträge reichen nicht aus. Neue Koalitionen entstehen erst noch

    von Susanne Dröge | Globale Fragen

    Die EU könnte ihre Vorreiterrolle endgültig verlieren, die USA dürften zum Totalausfall werden, das Gewicht wird sich weiter zugunsten der großen Schwellenländer verschieben. Der Schutz des Klimas aber ist eine globale Herausforderung. Nur: Welche Koalition oder welches Bündnis kann und will künftig effektiv gegen den Klimawandel vorgehen?

  • Smogfrei in die Zukunft

    Technologische Innovationen sind nicht nur in Demokratien möglich

    von Johannes Gabriel, Ewald Böhlke | Umwelttechnologie

    Die Transformation des Energiesystems durch neue Technologien ist für Staaten eine komplexe Herausforderung. Das Beispiel China zeigt: Innovationsfähigkeit muss nicht auf demokratische Systeme beschränkt sein, wichtig sind auch sichere langfristige Planungsräume. Das wirkt sich auf das globale Machtgefüge aus.

  • Machtressource Metalle

    Achillesferse der alten Wirtschaftsnationen?

    von Stormy-Annika Mildner, Gitta Lauster | Rohstoffe & Energie

    Der Einfluss Chinas auf den Rohstoffmärkten ist derzeit massiv. Das Land verfügt über große Vorkommen strategischer Ressourcen und setzt diese auch als politisches Druckmittel ein. Doch bestimmen Rohstoffvorkommen die neue Weltkarte der Macht? Die Antwort lautet nein.

  • Womit wir rechnen müssen

    Demografie als Triebkraft des 21. Jahrhunderts

    von Steffen Angenendt, Wenke Apt | Demografie

    Bevölkerungsexplosion im Süden, demografischer Rückgang im Norden, dazu dynamische Schwellenländer mit ausgeglichener Entwicklung: Die soziodemografische Spaltung der Welt wird sich künftig noch vertiefen. Welche machtverschiebungen, Konflikte, Herausforderungen birgt das für die deutsche und europäische Politik?

Krieg in Libyen

  • Revolution der Juristen

    Wer kämpft alles gegen Gaddafi?

    von Christoph Reuter | Innere Konflikte

    Das Bild der Aufständischen ist geprägt durch junge Kämpfer mit Dreitagebart, alter Kalaschnikow und überdrehter Pose. Doch das sind nicht die wahren Revolutionäre. Es sind vor allem die Anwälte, Ärzte, Beamten und Geschäftsleute, die die unerträglichen Zustände beenden wollen, koste es, was es wolle: Denn die Freiheit klopft nicht zweimal an.

  • Der Preis der Freiheit

    Fall Libyen: Was wir neu denken müssen

    von Svenja Sinjen | Humanitäre Intervention

    Der Militäreinsatz in Libyen krankt an einer zweifachen Selbstbeschränkung. Man konnte sich weder zur Forderung nach einem Regimewechsel durchringen noch zu militärischem Engagement, das über Luftangriffe hinausginge. Stoff für eine Grundsatzdebatte – an der Berlin aber nur teilnehmen kann, wenn es zunächst seine eigene Konzeption überdenkt.

Gegen den Strich

  • Erdöl

    von Steffen Bukold | Nicht-erneuerbare Energien

    Die Welt verbraucht 1000 Fässer Öl pro Sekunde. Während der Lektüre des folgenden Artikels werden die globalen Ölreserven um rund 600 000 Barrel schrumpfen – die Ladung eines mittelgroßen Tankers. Geht uns das Öl bald aus? Ist es uns schon ausgegangen? Und wenn ja, gibt es wirklich genügend Alternativen? Sieben Thesen, Wahrheiten und Irrtümer.

Nahost

  • Die Rückkehr der Jedi-Ritter

    Die politische Rolle der arabischen Armeen

    von Florence Gaub | Streitkräfte

    Auch wenn es dem Westen nicht gefällt: In vielen arabischen Ländern spielt das Militär eine wichtige politische Rolle, weil die staatlichen Institutionen schwach sind. Zahlreiche Machthaber gingen aus der Armee hervor – die sie danach in Schach hielten, um nicht selbst gestürzt zu werden. Besteht heute wieder die Gefahr von Staatsstreichen?

  • Armes reiches Land

    Ohne einen wirtschaftspolitischen Neustart kommt Ägypten nicht auf die Beine

    von Robert Springborg | Rohstoffe & Energie

    Ließen sich Ressourcen direkt in Wohlstand übersetzen, wäre Ägypten ein wohlhabendes Land. Jahrzehnte der Misswirtschaft und ausbleibender Reformen aber vertieften die strukturellen ökonomischen Probleme. Soll der politische Umbruch gelingen, muss er mit wirtschaftlichem Erfolg einhergehen. Und den könnte das Militär behindern.

  • Was kommt nach dem „Euro-Sprech“?

    Europas neue Mittelmeerpolitik muss endlich glaubwürdig sein

    von Almut Möller | Internationale Politik/Beziehungen

    Europa kann die politischen Transformationsprozesse in Nordafrika kurzfristig nicht wirklich beeinflussen. Aber es kann sich auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen. Dazu gehört eine neue Migrationspolitik, die es den Menschen südlich des Mittelmeers ermöglicht, für eine begrenzte Zeit nach Europa zu kommen.

  • Arabischer Almanach

    Bücher von gestern, die uns das Morgenland erklären

    von Jan Kuhlmann | Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

  • Im milden Kurdistan

    Die nordirakische Provinz ist stabil – und ein interessanter Wirtschaftspartner

    von Friedbert Pflüger | Konfliktprävention/-management

    Eine lupenreine Demokratie ist die autonome Region Kurdistan-Irak noch nicht. Dennoch: Die Zeit der Kriege und Konflikte scheint vorbei; die Provinz ist relativ stabil, zu verzeichnen ist ein stetiger Prozess der Demokratisierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs – nicht zuletzt dank der Türkei. Jetzt sollte sich auch Europa engagieren.

Einspruch

  • Belohnung für Fehlverhalten?

    Deutschland ist nicht verpflichtet, europäischer Zahlmeister zu sein

    von Heribert Dieter | Wirtschaft & Finanzen

    Deutschland profitiert zwar vom Euro, ist aber nicht der Hauptnutznießer, wie von Adam S. Posen behauptet. Andere Staaten haben im Vergleich sogar größere Vorteile, vor allem wegen der durch die Währungsunion deutlich gesunkenen Zinssätze. Transferzahlungen an unseriös wirtschaftende EU-Staaten setzen falsche Anreize und schwächen Europa.

Essay

  • Welchen Journalismus bräuchten wir?

    Einen, der sich nicht am Eiligen, sondern am Wichtigen orientiert

    von Carolin Emcke | Medien/Information

    Es ist üblich geworden, Analysen zur Lage des Journalismus der Gegenwart im Gestus der Klage und mit der nicht eben originellen Prognose des baldigen Endes des traditionellen Printjournalismus abzugeben. Meist folgen melancholische und kulturkritische Betrachtungen des Journalismus im Zeitalter von Internet und Wikileaks, das primär als eine Gefährdung der Deutungshoheit des klassischen Journalismus wahrgenommen wird.

Brief aus ... Hongkong

Internationale Presse

Buchkritik

  • Neu-Delhi, Peking, Tokio

    Vorschläge für Deutschlands Partnersuche in Fernost

    von Dirk Nabers | Internationale Politik/Beziehungen

    „Mehr Indien, weniger China“, fordert der NZZ-Korrespondent Urs Schoettli für die deutsche Asien-Politik. Dass neben den beiden aufstrebenden Mächten in Asien noch ein weiteres Land stärkere Aufmerksamkeit verdiente, hat die Reaktorkatastrophe in Japan wieder ins Bewusstsein der Welt gebracht. Zwei Neuerscheinungen.

  • Wenn Staaten zu Patienten werden

    Was Sie immer über Failing States wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten

    von Christoph Bertram | Fragile Staaten

    Wie kann es gelingen, für Stabilität und Entwicklung in Räumen begrenzter Staatlichkeit zu sorgen? Mit dem Sammelband „Einsatz für den Frieden“ liegt jetzt die ambitionierteste und umfassendste Übersicht über fast alle Aspekte dieses ebenso wichtigen wie analytisch weiter allzu lax definierten Problems moderner Sicherheit vor.

Schlusspunkt

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