Ausgabe September / Oktober 2012

Auslaufmodell China Is purchaseable

Auslaufmodell China

Nach drei Jahrzehnten des Booms wird Chinas Wachstum schwächer, das Wirtschaftsmodell stößt an seine Grenzen. Wie zukunftsfähig ist das politische System? Wohin bewegt sich die chinesische Gesellschaft? Und welchen außenpolitischen Kurs steuert Peking? Darauf geben China-Experten wie Jonathan Fenby, ehemaliger Chefredakteur des Observer und der South China Morning Post, erste Antworten.

IP-Forsa-Frage

  • Die Zukunft der EU

    IP-Forsa-Frage

    Europa, Europäische Union

    Die Zukunft der EU

    Vor dem Hintergrund der Euro-Krise wird derzeit intensiv darüber diskutiert, in welche Richtung die Europäische Union sich in der Zukunft entwickeln sollte. Die EU sollte … A sich zu einem Bundesstaat mit einer eigenen Regierung wie die Bundesrepublik Deutschland entwickeln B so bleiben, wie sie zurzeit ist, ohne weitere Kompetenzen abzugeben C wieder eine reine Wirtschaftsgemeinschaft werden D sich auflösen, und die jetzigen Mitgliedstaaten sollten wieder zu souveränen Nationalstaaten werden

Auslaufmodell China

  • Viel zu stemmen

    Peking steht vor gewaltigen Aufgaben – Ausgang ungewiss

    von Jonathan Fenby | China, Staat und Gesellschaft

    Viel zu stemmen

    34 Jahre nach Beginn der von Deng Xiaoping in Gang gesetzten Wirtschaftsreformen stößt Chinas Wachstumsmodell an Grenzen. Dass Dengs Revolution unvollendet blieb, zeigt sich an vielen Bruchstellen. Die Bedingungen für Reformen werden schwieriger, und die immer rasantere gesellschaftliche Entwicklung droht der KPCh zu entgleiten.

  • Kleine Prinzen, große Probleme

    Verwalter oder Gestalter? Pekings neue Führungsriege auf dem Prüfstand

    von Oliver Radtke | China, Staat und Gesellschaft

    Kleine Prinzen, große Probleme

    Soziale Konflikte, politische Verkrustungen, außenpolitische Krisen: An Aufgaben, die dringend der Bewältigung harren, mangelt es in China nicht. Doch ob die künftige Führungsgeneration um den designierten Parteichef Xi Jinping über die dafür notwendige Einigkeit und Entschlossenheit verfügt, ist zu bezweifeln. Düstere Aussichten im Jahr des Drachen?

  • Was Chinesen wirklich wollen

    Ein Interview mit dem China-Experten Tom Doctoroff

    von Tom Doctoroff | China, Staat und Gesellschaft

    Was Chinesen wirklich wollen

    Bitte keine großen Veränderungen: Die Chinesen stellen Konventionen und Hierarchien nicht in Frage. Menschen, die anders sind, werden als Bedrohung wahrgenommen. In diesem Klima entstehen keine Räume für bahnbrechende Innovationen. Auch Demokratisierung im westlichen Sinne ist nicht zu erwarten, allenfalls transparentere und effizientere Strukturen.

  • Neue Wege für Chinas Wirtschaft

    Ein anderes Wachstumsmodell, finanzielle Öffnung und globale Mitsprache

    von Youfa Liu | China, Wirtschaft & Finanzen

    Neue Wege für Chinas Wirtschaft

    Auch nach dem Crash von 2008 blieb Chinas Wirtschaft auf Erfolgskurs und trieb die Weltökonomie an. Nun aber steuert das Land in ein schwierigeres Umfeld – eine Folge der Finanzkrise, aber auch des wachsenden inneren Drucks. China muss sich von seiner rein exportorientierten Wirtschaftspolitik verabschieden und aktiver werden.

  • Der Scheinriese

    Bei genauerer Betrachtung betreibt China keine globale Außenpolitik

    von David Shambaugh | China, Staat und Gesellschaft

    Auf den ersten Blick scheint China eine Weltmacht und fest in das internationale System integriert. Tatsächlich spielt die Volksrepublik in der Diplomatie meist nur eine passive Rolle, ist eher halbherzig bei der Sache und hat lediglich seine Wirtschaftsinteressen im Blick. Die Verantwortung, die ihr als zweiter Macht der Welt zukommt, trägt sie nicht.

Puzzle Europa

  • Europa in der Demokratie-Falle

    Wer kontrolliert die gemeinsamen Entscheidungen?

    von Andreas Rinke | Europa, Europäische Union

    Europa in der Demokratie-Falle

    Die Finanzkrise treibt Europas Integration voran – genauer: die Integration der Euro-Zone, sie sich mit immer verbindlicheren Absprachen von der allgemeinen Entwicklung in der Union abkoppelt. Mit dieser wachsenden Spaltung ist das Europäische Parlament bei vielen Entscheidungen nicht mehr eingebunden. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schließt die Schaffung eines Parlaments nur für die Eurozone nicht mehr aus. Droht ein demokratisches Vakuum in der EU?

  • Das Ende der Union, wie wir sie kennen

    … und der Anfang einer neuen: Die Debatte ist eröffnet

    von Almut Möller | Europa, Europäische Union

    Das Ende der Union, wie wir sie kennen

    Die EU steht vor einer Art Neugründung, mit bis jetzt ungewissem Ausgang. Die Diskussion darüber, wie das Ergebnis aussehen wird, ist entfacht. Dass sie kontroverser als früher ausgetragen wird, ist im Grunde ein gutes Zeichen. Denn die neue Union wird in einer neuen Debattenkultur, in Wahlen und Abstimmungen entstehen – oder sie wird scheitern.

  • Die britische Frage

    Um Großbritannien in der EU zu halten, muss vor allem Deutschland mehr tun

    von Hans Kundnani | Europa, Europäische Union

    Die britische Frage

    Das Verhältnis der Briten zur EU war schon immer ambivalent. Durch die Euro-Krise gerät die britische Regierung vollends in die Zwickmühle: Wirtschaftlich fürchtet sie den Zerfall der Gemeinschaftswährung, politisch den zur Rettung wohl notwendigen Integrationsschub. Er könnte Großbritannien zum Austritt aus der EU zwingen. Das wäre fatal.

Gegen den Strich

  • Migration

    von Thomas Liebig | Weltweit, Migration

    Lässt sich die Zuwanderung von Arbeitskräften steuern, insbesondere die von Hochqualifizierten? Was kann Deutschland von anderen Ländern lernen? Und wie steht es um die Eingliederung von Zuwanderern? Wenige Themen sind so stark von Meinungen, Mythen und Emotionen geprägt wie Migration und Integration. Thesenschau und Faktencheck.

Syrien

  • Ringen um Syriens Zukunft

    Eine Allianz aus friedlichen Aktivisten und bewaffneten Kämpfern ist die einzige Chance auf Stabilität

    von Kristin Helberg | Syrien, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Ringen um Syriens Zukunft

    Die Zeit nach Assad hat mancherorts bereits begonnen. Sie wird mehr Gewalt bringen, fürchten viele. Umso wichtiger ist es, die Opposition im Land bei der Gestaltung eines Übergangs zu unterstützen und sie gegen den Einfluss radikaler Kräfte zu stärken. Damit am Ende nicht Al-Kaida, sondern die Syrer selbst über ihr Schicksal entscheiden.

  • Der Machtkampf geht weiter

    Denn ohne den Iran gibt es keine Lösung des Syrien-Konflikts

    von Michael Thumann | Syrien, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Syrien ist zum Schlachtfeld zweier großer Mächte in der Region geworden: Saudi-Arabien und Iran. Beide Länder sind militärisch engagiert, um ihre Vormachtstellung zu sichern. Deshalb wird der Sturz Assads den Krieg nicht beenden: Wer Syrien dauerhaft befrieden will, muss Riad und auch Teheran mit an den Verhandlungstisch bringen.

Israel

  • Im Auge des Sturms

    Nicht mitgegangen, aber mitgefangen: Israels Blick auf den Arabischen Frühling

    von Amichai Magen | Israel, Bilaterale Konflikte

    Die wenigsten Israelis konnten der Euphorie angesichts der Umbrüche in Nordafrika viel abgewinnen. Vor allem der Zerfall von Staaten und die daraus entstehenden Gefahren bereiteten Jerusalem Kopfzerbrechen. Wie kann Israel strategische Vorteile wahren, sicherheitspolitische Verstrickungen vermeiden und einer Isolation des Landes entgegenwirken?

Sicherheitspolitik

  • Impulse für Europas Sicherheitspolitik

    Die Zeit zum Handeln ist gekommen

    von Andreas Schockenhoff, Roderich Kiesewetter | Europa, Sicherheitspolitik

    Impulse für Europas Sicherheitspolitik

    Schuldenkrise und Euro-Rettung überlagern notwendige Reformen in der europäischen Energiepolitik und den weiteren Ausbau der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Eine glaubwürdige Handlungsfähigkeit der EU hängt aber von einer kohärenten Abstimmung in währungs-, energie- und sicherheitspolitischen Fragen ab.

  • Eine nukleare Allianz

    Die NATO beschließt den Verbleib der amerikanischen Atomwaffen in Europa

    von Karl-Heinz Kamp | Westliche Welt, Sicherheitspolitik

    Wie schreckt man wen und womit ab? Dazu verabschiedete die NATO ein neues Dokument, das eine wichtige Einigung enthält: Die amerikanischen Atomwaffen bleiben in Europa. Darüber hinaus kann man den „Deterrence and Defense Posture Review“ für eine glaubhafte Abschreckungsstrategie oder als ein Festhalten am Althergebrachten bewerten.

Ratingagenturen

  • Neue Regeln für die Ratingriesen

    Warum die Zeit jetzt günstig für Reformen ist

    von Annette Heuser | Weltweit, Wirtschaft & Finanzen

    Eine feste Größe im Kreis der SündenboÅNcke, die für die Euro-Krise verantwortlich gemacht werden, sind die Ratingagenturen. Nachdem sich die Aufregung vom Anfang dieses Jahres gelegt hat, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, über Reformkonzepte zu diskutieren. Denn eines ist sicher: Die nächste Krise in Sachen Ratingagenturen kommt bestimmt.

Wirtschaftsmetropolen

  • Berlin 3.0

    Das nächste Facebook könnte aus der deutschen Hauptstadt kommen

    von René Schuster | Deutschland, Wirtschaft & Finanzen

    Zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung wird Berlin auch wirtschaftlich zum Trendsetter. Die Hauptstadt erlebt derzeit eine neue Gründerzeit im Bereich der Technologie-Startups und zieht Risikokapitalgeber an die Spree. Davon profitiert die deutsche Wirtschaft insgesamt, denn Unternehmergeist wird dringend gebraucht.

  • Aufschwung der Autobauer

    Detroit erlebt die Wiedergeburt der amerikanischen Schlüsselindustrie

    von Dale Buss | Vereinigte Staaten von Amerika, Wirtschaft & Finanzen

    Langsam erholen sich die „Big Three“ der amerikanischen Autoindustrie von Wirtschaftskrise und Rezession. Damit schöpft nicht nur Detroit, die Heimat von General Motors, Ford und Chrysler, neue Hoffnung. Der Aufschwung bildet das Fundament für die wirtschaftliche Gesundung der USA. Doch noch ist Amerikas Schlüsselindustrie nicht über den Berg.

Essay

  • Ungeliebte Soldaten

    Über das Verhältnis von Bundeswehr und Öffentlichkeit

    von Cora Stephan | Deutschland, Bundeswehr

    Ungeliebte Soldaten

    In Deutschland redet man nicht vom Krieg – und wenn, dann mit Abscheu oder in der Kombination „und Frieden“. Die Kluft zwischen der Zivilgesellschaft und dem Organ, das ihr zu dienen, ja sie zu schützen verspricht, ist groß. Nur: Wer vom Krieg nicht reden will, hat im Konfliktfall die Mittel aus der Hand gegeben, ihn zu begrenzen.

Brief aus ... Bamako

  • Ende einer Erfolgsgeschichte

    Militärcoup, Hungersnot, Rebellion, Sezession: das malische Desaster

    von Andrea Böhm | Mali, Staat und Gesellschaft

    Ende einer Erfolgsgeschichte

    Der Wachmann vor der Assemblée Nationale hockt lässig auf seinem Klappstuhl und winkt freundlich. „Madame, hier geht’s rein.“ Ganz umstandslos darf man ins Parlament hineinspazieren, kein Ausweis wird verlangt, keine Metalldetektoren piepen, die Wachleute sind unbewaffnet, direkt vor dem Eingang liegt der größte Markt der Stadt, da machen sich Pistolen nicht so gut. Ich halte dem Wachmann meinen Rucksack zur Inspek-tion hin. „Mais non“, sagt er amüsiert. „Pourquoi?“ Aber nein, warum denn?

Internationale Presse

  • Auf der Suche nach einem neuen Europa

    Bislang hat Frankreichs Präsident noch keine klaren Vorstellungen

    von Thomas Hanke | Frankreich, Europäische Union

    Ein Vierteljahr ist Frankreichs sozialistischer Staatspräsident François Hollande jetzt im Amt. Von Anfang an hat die europäische Agenda seine Präsidentschaft bestimmt: Euro-Rettung, Fiskalvertrag, institutionelle Weiterentwicklung der Euro-Zone, das sind die Themen, denen Hollande sich stellen muss.

Buchkritik

  • Unseren Niedergang besorgen wir selbst

    Buchempfehlungen für das Nachdenken über den Westen

    von Jan Techau | Westliche Welt, Staat und Gesellschaft

    Unseren Niedergang besorgen wir selbst

    Knapp hundert Jahre nach Oswald Spengler sinniert der Westen wieder intensiv darüber, ob er verschwinden muss oder bestehen kann. Vor allem der „pazifische Durchbruch“ ist es, der die stets mobilisierbaren Angstreflexe im Okzident ausgelöst hat. Doch bedeutet der Aufstieg der Anderen wirklich den eigenen Abstieg? Einige Antworten.

Schlusspunkt

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