Ausgabe Mai/Juni 2013

Schlachtfeld ohne Mensch Is purchaseable

Schlachtfeld ohne Mensch

Unbemannte Systeme wie Drohnen spielen in der modernen Kriegführung eine immer wichtigere Rolle. Doch die Debatte über Entwicklung und Einsatz solcher Systeme steht noch ganz am Anfang und ist von Konfusion geprägt – Versuch einer Klärung.

IP-Forsa-Frage

  • Einsatz bewaffneter Drohnen?

    Weltweit, Sicherheitspolitik

    Einsatz bewaffneter Drohnen?

    In bewaffneten Konflikten kommen immer häufiger unbemannte, bewaffnete Flugkörper zum Einsatz, so genannte Kampfdrohnen. Sollte der Einsatz solcher Systeme erlaubt werden?

Schlachtfeld ohne Mensch

  • Die Zukunft ist schon da

    Die Debatte über Drohnen muss von Realitäten ausgehen

    von Peter W. Singer | Weltweit, Sicherheitspolitik

    Die Zukunft ist schon da

    Die Diskussion über Drohnen beschränkt sich meist auf die USA und Israel – in Deutschland beginnt sie gerade erst. Dabei benutzen inzwischen 87 Staaten unbemannte Systeme, die auch bewaffnet werden können. Höchste Zeit, sich über die Grenzen des Einsatzes, über Proliferation und mögliche Vertragsregime Gedanken zu machen.

  • Noch Science Fiction, bald Realität?

    Die technische Leistungsfähigkeit aktueller und zukünftiger Drohnen

    von Niklas Schörnig | Weltweit, Sicherheitspolitik

    Über den Schlachtfeldern der Zukunft werden große, aber auch ganz kleine, bewaffnete und unbewaffnete, vielleicht sogar autonom handelnde Drohnen schweben, die unter Umständen miteinander vernetzt sind und als Schwarm operieren. Was genau geschieht hier eigentlich? Und welche Weichen müssen heute gestellt werden?

  • Drohne, „BigDog“, Killer-Roboter

    Weltweit, Sicherheitspolitik

  • „Es gibt keinen rechtsfreien Raum“

    Interview mit dem Völkerrechtler Andreas Zimmermann

    von Andreas Zimmermann | Weltweit, Kriegsrecht

    „Es gibt keinen rechtsfreien Raum“

    Auch beim Einsatz technologischer Entwicklungen wie Drohnen und anderer automatisierter Systeme gelten die Regeln des humanitären Völkerrechts, erklärt Andreas Zimmermann im Gespräch mit der IP. Dabei muss genaue Aufklärung sicherstellen, dass zwischen Zivilisten und Kombattanten bzw. Kämpfern unterschieden wird, um Kollateralschäden zu minimieren.

  • Kühle Köpfe, maximale Kontrolle

    Ein israelischer General über den Einsatz unbemannter Systeme

    Weltweit, Sicherheitspolitik

    Wie verändern unbemannte bewaffnete Systeme den Charakter des Krieges? Um diese Frage adäquat beantworten zu können, müssen wir sie in den richtigen Kontext stellen und die Prozesse der Entscheidungsfindung berücksichtigen: Wer trifft die Entscheidungen? In welchem Umfeld werden sie gefällt? Und: Welche Informationen stehen dafür zur Verfügung?

Strategisch handeln

  • Händler und Verhandler

    Die neue Rolle der europäischen Außenwirtschaftspolitik

    von Lutz Güllner | Westeuropa politisch, Europäische Union

    Durch eine beispiellose Welle an bilateralen Freihandels- und Wirtschaftsabkommen hat die EU begonnen, ihr Partnerschaftsnetz auszubauen. Den Höhepunkt der Initiativen wird die geplante transatlantische Wirtschaftsübereinkunft mit den Vereinigten Staaten bilden. Die EU-Handelspolitik bekommt eine strategische Dimension.

  • Eine breite Allianz

    Die USA und die EU können gemeinsam die Globalisierung gestalten

    von Beate Maeder-Metcalf | Europa, Europäische Union

    Eine breite Allianz

    Für das Ansehen und die Strahlkraft „des Westens“ wäre die Schaffung einer Freihandelszone zwischen EU und USA von großer Bedeutung. Damit würde eine Win-win-Situation für beide Seiten entstehen, die nicht nur den bilateralen Handel weiter stärkt, sondern auch ihre Stellung im Wettbewerb mit den aufsteigenden Wirtschaftsmächten.

  • Festung Atlantik

    Eine Transatlantische Freihandelszone würde die WTO schwächen

    von Heribert Dieter | Europa, Welthandel

    Festung Atlantik

    Selten wurde ein neues handelspolitisches Projekt so euphorisch begrüßt wie die Transatlantische Freihandelszone zwischen der EU und den USA. Aber dieses Projekt ist ein Irrweg. Sowohl ökonomische als auch geopolitische Gründe sprechen dagegen: Der wirtschaftliche Nutzen ist nur sehr begrenzt, der politische Schaden dagegen immens.

Gegen den Strich

  • Noch mehr Europa?

    „Europa braucht den Euro nicht" und andere Thesen auf dem Prüfstand

    von Josef Janning | Europa, Europäische Union

    Noch mehr Europa?

    Scheitern Euro und EU ohne eine Vertiefung der Integration, oder droht die EU an diesem „mehr Europa“ zu zerbrechen? Auf welchen Weg soll die Politik setzen: den großen Wurf oder das Durchwursteln? Oder liegt der Ausweg in weniger Europa, in der Konzentration auf ­Finanzthemen oder in einem Binnenmarkt netto nach britischem Muster?

Iran

  • Überraschung garantiert

    Konservative, Linke, Reformer: der Iran vor den Präsidentschaftswahlen

    von Walter Posch | Iran, Politische Kultur

    Überraschung garantiert

    Der Iran ist (noch) keine straff zentralistische Diktatur. Das Lager der Regimetreuen ist in konkurrierende Fraktionen zersplittert, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen dürfte wieder überraschen. Doch wer auch immer Präsident wird, muss sich mit einem Erbe Mahmud Ahmadineschads auseinandersetzen: Gespräche mit den USA sind kein Tabu mehr.

  • „Die Sanktionen wirken“

    Interview mit dem iranisch-israelischen Sicherheitsexperten Meir Javedanfar

    von Meir Javedanfar | Iran, Sicherheitspolitik

    „Die Sanktionen wirken“

    Auch die jüngste Runde der Atomverhandlungen hat keine Fortschritte gebracht. Wie der Westen Teheran zum Einlenken bewegen kann, erklärt der in Tel Aviv lebende Meir Javedanfar im Gespräch mit der IP: Kriegsdrohungen werden nicht zu einer Lösung beitragen, Sanktionen schon eher. Wer das Regime wirklich schwächen wolle, dem rät er zu einer Umarmungsstrategie.

Irak

  • Gefahrvolle Freiheit

    Der Irak zehn Jahre nach dem Sturz Saddam Husseins

    von Birgit Svensson | Irak, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Gefahrvolle Freiheit

    Dass der Einmarsch der Amerikaner und Briten 2003 auf einer Lüge ­basierte, spielte für die Iraker nie eine große Rolle. Dass der ­Saddamschen Tyrannei Bürgerkrieg und Misswirtschaft folgten, schon eher. Doch ­Bagdads junge Generation schätzt die neuen Möglichkeiten – und ­begegnet der permanenten Terrorbedrohung mit stoischer Gelassenheit.

Zivilmacht Deutschland

  • Für mehr Krisenprävention

    Deutschland kann seinem Ruf als Zivilmacht besser gerecht werden

    von Tobias, von Gienanth, Almut Wieland-Karimi | Deutschland, Konfliktprävention/-management

    Es ist keine Entweder-oder-
Entscheidung, sondern eine Frage der besseren Kooperation: von Militär, Polizei und zivilen Experten. Die alte Erkenntnis, dass Prävention besser und günstiger ist als Intervention, sollte endlich dazu führen, dass Deutschland seine bestehenden zivilen Kapazitäten stärker nutzt.

Abrüstung

  • Kein Atomkaufhaus in Pjöngjang

    Washington und Peking müssen Nordkorea gemeinsam einhegen

    von Oliver Thränert | Nordkorea, Konflikte und Strategien

    Unbeeindruckt von internationalen Sanktionen hat Nordkorea in den vergangenen Jahren sein Atomwaffenprogramm vorangetrieben. Um das Regime in Pjöngjang von nuklearer Proliferation im großen Stil abzuhalten, müssten die USA und China eine gemeinsame Strategie entwickeln. Für eine solche Zusammenarbeit spräche aus beider Sicht viel.

  • Präventive Sicherheitspolitik

    Was Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung beitragen können

    von Rolf Nikel | Deutschland, Sicherheitspolitik

    Präventive Sicherheitspolitik

    Abrüstung und Rüstungskontrolle dienen der zivil orientierten Konfliktbearbeitung, dem Markenzeichen deutscher Außenpolitik. Doch unsere bewährten Instrumente bedürfen einer neuen Justierung – fünf Thesen zur Neuausrichtung und Neuformulierung einer aktiven, präventiven, global gedachten und agierenden Sicherheitspolitik.

Georgien

  • Georgische Kohabitation

    Gelingt im Südkaukasus erstmals ein demokratischer Machtwechsel?

    von Dieter Boden | Georgien, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Von friedlichem Zusammenleben kann in Georgien nicht die Rede sein: Präsident Saakaschwili muss sich seit den Parlamentswahlen vom Oktober 2012 mit seinem schärfsten Gegner, Premier Iwanischwili, arrangieren. Trotz der Machtkämpfe, die bis zu den Präsidentschaftswahlen im Herbst noch ausgetragen werden, gibt es Anzeichen für Kooperation.

Rohstoff-Revolution

  • Erneuerbare als strategisches Gebot

    Europas Antwort auf den Schiefergas-Boom ist im Prinzip schon gefunden

    Europa

    Erneuerbare als strategisches Gebot

    „Schiefergas verändert die Welt“, stellte die IP in der März/April 2013-Ausgabe fest. Droht die EU mit ihren Klimaschutzprioritäten ins Hintertreffen zu geraten? Nein, denn mit der Entscheidung für Erneuerbare Energien hat Europa schon die richtige Politik. Die EU muss aber die Minderung von Importabhängigkeit als strategische Aufgabe begreifen.

Entscheidungen

  • Handlungsfähigkeit

    Ein strategisches Gebot angesichts globaler Herausforderungen

    von Hans-Dieter Heumann | Deutschland, Sicherheitspolitik

    Das Paradigma der sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland kann nur Handlungsfähigkeit sein. Der Begriff umfasst die strategischen Schlussfolgerungen, die Deutschland aus den globalen Entwicklungen zu ziehen hat. Wie kann Handlungsfähigkeit hergestellt werden? Brauchen wir eine „Agenda 2020“ der Sicherheitspolitik?

Essay

  • Das gefährdete Prinzip

    Warum man über die Freiheit weiter reden muss – in Deutschland und Europa

    von Karen Horn | Europa, Politische Kultur

    Das gefährdete Prinzip

    Der Wunsch nach Freiheit scheint ungebrochen. Geht es aber um wirtschaftliche Fragen, ist es mit der Freiheitsliebe oft schnell vorbei. Wichtige Grundsätze werden dann regelmäßig über Bord geworfen. Das gilt gerade für das auf Abwege geratene Projekt der europäischen Integration. Eine Verfassung der Freiheit für Europa würde zur Besinnung beitragen.

Brief aus ... Budapest

  • Gehen oder bleiben?

    Ungarns Intellektuelle sitzen auf gepackten Koffern

    von György Dalos | Ungarn, Politisches System

    Gehen oder bleiben?

    Kurz vor den Osterfeiertagen erklärte der ungarisch-jüdische Komponist und Bühnenkünstler Péter Gerendás, dass er Ungarn verlassen und seinen Beruf ab jetzt im Ausland ausüben würde. Seine Entscheidung begründete er mit der „Faschisierung des Landes“, beruflichen Misserfolgen und finanziellen Problemen.

Internationale Presse

Buchkritik

  • Blackbox Ausland

    „Dauernd was los da draußen“: Von den blinden Flecken der Berichterstattung

    von Marko Martin | Weltweit, Medien/Information

    Korrespondenten, die im Schnitt für 33 Länder zuständig sind, Journalisten, die über sämtliche 48 Länder südlich der Sahara berichten, dazu starre Themenvorgaben aus der Zentrale: Wie steht es um die Qualität der Auslandsberichterstattung und um den „Versuch, nicht weiß zu schreiben“? Zwei Neuerscheinungen zeichnen ein eher düsteres Bild.

  • Aus dem Ruder gelaufen

    Neuerscheinungen zur Integrationsdebatte in Deutschland und Europa

    von Luisa Seeling | Europa, Integration

    Die Debatte über Zuwanderung und Integration, über Toleranz und ihre Grenzen ist nicht neu. Nach 9/11 hat sie noch an Schärfe gewonnen. Wer den medialen Diskurs verfolgt, mag Zweifel an der These bekommen, dass die Diskussion an sich schon weiterhelfe. Sie kann Vertrauen zerstören, wenn sich die durchsetzen, die am lautesten schreien.

  • Zwischen Skylla und Charybdis

    Neue Studien zur Rolle der Zivilbevölkerung im Krieg

    von Thomas Speckmann | Weltweit, Krieg/Kriegführung

    Als erstes Opfer des Krieges gilt einer geläufigen Wendung zufolge die Wahrheit. Das erste Opfer des asymmetrischen Krieges ist allerdings oftmals die Zivilbevölkerung, die zwischen das Feuer von regulären und irregulären Kombattanten gerät. Was lässt sich zu ihrem Schutz unternehmen, wie lassen sich Verbrechen ahnden? Vier Versuche.

Schlusspunkt

Aktuelle Ausgabe

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