Ausgabe November/Dezember 2013

Stunde der Diplomaten Is purchaseable

Stunde der Diplomaten

In Syrien standen die Zeichen auf ein militärisches Eingreifen der USA, nachdem das Assad-Regime allem Anschein nach Giftgas gegen Zivilisten eingesetzt hatte. Doch dann wandte sich das Blatt. Besteht nun eine Chance für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts?

IP-FORSA-FRAGE: Migration und Zuwanderung

Stunde der Diplomaten

  • Modell vorm Zerfall

    Warum es uns nicht gleichgültig sein darf, was in Syrien geschieht

    von Volker Perthes | Syrien, Konflikte und Strategien

    Modell vorm Zerfall

    Erst nach dem Chemiewaffenangriff bei Damaskus hat die internationale Gemeinschaft begonnen, einen gemeinsamen Ansatz zum Umgang mit dem Bürgerkrieg in Syrien zu suchen. Dabei zeigte sich, wie sehr Diplomatie und internationale Politik ein Spiel auf mehreren Ebenen sind, bei dem die Inszenierung oft mehr Aufmerksamkeit erhält als die Substanz.

  • Tage des Zauderns

    Wie Amerika in eine internationale Krise hinein- und wieder herausschlitterte

    Syrien, Konflikte und Strategien

    Tage des Zauderns

    Der Chemiewaffenangriff in Damaskus am 21. August 2013 war das Startsignal für 24 chaotische Tage. In der Hauptrolle: ein US-Präsident, der beschließt, Syrien zu bombardieren, dann einen vom Kongress bewilligten Militärschlag vorzieht, nur um am Ende ein Abkommen mit seinem größten internationalen Rivalen zu schließen.

  • Pessimismus als Prämisse

    Russlands Syrien-Initiative und die Tradition der Nichteinmischung

    von Fjodor Lukjanow | Syrien, Konflikte und Strategien

    Die Genfer Gespräche zwischen Sergei Lawrow und John Kerry über eine Beseitigung der syrischen Chemiewaffen markieren die Rückkehr der Diplomatie in die internationale Politik und eine Wiederbelebung des Nichtverbreitungsregimes von Massenvernichtungswaffen. Eine Abkehr von Russlands außenpolitischen Prinzipien aber bedeuten sie nicht.

  • „Eine politische Lösung ist möglich“

    Interview mit der Politikwissenschaftlerin Bassma Kodmani

    von Bassma Kodmani | Syrien, Konflikte und Strategien

    „Eine politische Lösung ist möglich“

    Der Westen braucht eine umfassende Strategie, um die verstreuten demokratischen Oppositionsgruppen in Syrien zu unterstützen. Dann könnten sie sogar die Führung übernehmen, meint Bassma Kodmani, die ein Jahr lang Sprecherin des oppositionellen Syrischen Nationalrats war. Ansonsten drohen weitere Radikalisierung und die De-facto-Teilung des Staates.

  • Verlässlicher Verbündeter

    Warum Teheran das Assad-Regime auch künftig nicht fallen lassen wird

    von Karim Sadjadpour | Syrien, Bilaterale Beziehungen

    Verlässlicher Verbündeter

    Das Bündnis des Iran mit dem Assad-Regime hält seit mehr als 30 Jahren. Wird sich das unter dem gemäßigten Präsidenten -Hassan Rohani ändern? Nein. Das hat mit gemeinsamen Feindbildern zu tun, mit geostrategischen Überlegungen – aber auch mit der Angst Teherans vor den möglichen Alternativen zu Assad.

  • Der Deauville-Komplex

    Syrien und der Masochismus der deutschen Europa-Debatte

    von Andreas Rinke | Syrien, Konflikte und Strategien

    Irak, Libyen, Syrien – die Kette außenpolitischer Entscheidungen Deutschlands, die enge traditionelle Partner überrascht haben, ist lang. Immer wieder wird die vermeintliche deutsche Isolation in der EU beklagt. Das Gegenteil ist der Fall. Während des G-20-Gipfels in St. Petersburg versuchte die Kanzlerin, eine europäische Einigkeit zu wahren.

Migration

  • Die Unvollendete

    Einwanderungsreform in Deutschland

    von Steffen Angenendt | Deutschland, Migration

    Die Unvollendete

    Deutschland zählt heute zu den Ländern mit den groß-zügigsten Einwanderungsregelungen für Fachkräfte und Hochqualifizierte; auch in der Integrationspolitik gibt es Fortschritte. Nur scheint sich das weder hierzulande noch im Ausland herumgesprochen zu haben. Woran liegt das, und wo besteht weiterer Reformbedarf?

  • Ein Koffer voller Werkzeuge

    Ein Blick in die Zukunft der europäischen Migrationsdebatte

    von Roderick Parkes | Europa, Migration

    Unser Autor träumt davon, dass die Diskussionen über Einwanderung in Europa 2014 eine unerwartete Wendung nehmen werden. Gegen einen wachsenden Populismus setzt sich die Einsicht durch, dass die EU ein neues, attraktives Einwanderungsregime braucht, will sie in der Welt bestehen. Skizze einer zukünftigen politischen Debatte.

  • Drittstaaten als zweite Sieger

    Warum die Migrationspolitik von Deutschland und EU Verlierer hervorbringt

    von Marianne Haase | Europa, Migration

    Drittstaaten als zweite Sieger

    Binnenwanderung dominiert das migrationspolitische Geschehen in die EU und nach Deutschland. Doch schaut man auf die demografische Entwicklung und das Wanderungsverhalten von Binnenmigranten, wird klar, dass wir mehr Einwanderer aus Drittstaaten brauchen. Zeit, die hohen Hürden abzubauen, die ihrer Aufnahme noch im Wege stehen.

Gegen den Strich

  • Vergangenheitspolitik

    Konfliktbearbeitung zwischen Vergeltung und Versöhnung

    von Phil Clark | Weltweit, Konflikte und Strategien

    Vergangenheitspolitik

    Ruanda, Darfur, Kambodscha, Ex-Jugoslawien: Bürgerkriege und Genozide hinterlassen oft noch Jahrzehnte danach tiefe Spuren in den jeweiligen Gesellschaften. Wie lässt sich Geschichte „bewältigen“, welche Mechanismen können wir finden, um dem Teufelskreislauf aus Schuld und Gewalt zu entrinnen? Sechs Thesen auf dem Prüfstand.

Deutsche Außenpolitik

  • Neue Macht, neue Verantwortung

    Elemente einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik

    Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Neue Macht, neue Verantwortung

    Dieses Papier – das die IP in Auszügen druckt – ist Ergebnis einer Initiative des German Marshall Fund und der Stiftung Wissenschaft und Politik, ­gefördert durch den Planungsstab des Auswärtigen Amtes. Es spiegelt den Konsens, aber auch Dissens der Diskussionen wider, die zwischen November 2012 und September 2013 in vier Arbeitsgruppen stattfanden.

Afghanistan

  • Partner auf Augenhöhe

    Die Bundeswehr hat aus dem Afghanistan-Einsatz viel gelernt

    von Carlo Masala | Afghanistan, Verteidigungspolitik

    Partner auf Augenhöhe

    Zwölf Jahre Afghanistan haben zu gewaltigen Veränderungen in der Bundeswehr geführt, die vor allem von den Soldaten im Einsatz angestoßen wurden. Deshalb verfügt Deutschland heute über eine gut ausgerüstete und hochprofessionelle Armee, die vielfältig einsetzbar ist und auf Augenhöhe mit den Alliierten kooperieren kann.

Sicherheitspolitik

  • Inseln der Kooperation

    Europäische Sicherheitspolitik zwischen Mythos und Realität

    von Nicolai Ondarza, von, Marco Overhaus | Europa, Sicherheitspolitik

    Inseln der Kooperation

    Der Europäische Rat im Dezember bietet die Gelegenheit, die Weichen für die Zukunft der Gemeinsamen -Sicherheits- und -Verteidigungspolitik (GSVP) neu zu stellen. Künftig sollte es weniger um Krisenmanagement gehen und mehr um europäische Sicherheits- und Verteidigungskooperation zwischen den Mitgliedstaaten.

Mittelamerika

  • Die bunten Farben der Macht

    In Nicaragua wird Politik theatralisch perfekt inszeniert

    von Marko Martin | Nikaragua, Politisches System

    Die bunten Farben der Macht

    Während Nicaraguas Dauerpräsident Daniel Ortega Territorialstreitigkeiten mit Costa Rica und Kolumbien anzettelt, versucht er – zusammen mit seiner omnipräsenten Gattin – die einheimische Bevölkerung mit allerlei Mitteln zu manipulieren und zu vereinnahmen. Zu besichtigen ist eine perfekte Machtperformance.

EU-Nachbarschaftspolitik

  • Tor zum Osten oder Krisenherd?

    Wie das EU-Ukraine-Abkommen den postsowjetischen Raum verändern würde

    von Andreas Umland | Ukraine, Europäische Nachbarschaftspolitik

    Tor zum Osten oder Krisenherd?

    Ende November soll es endlich so weit sein: Die EU und die Ukraine unterzeichnen in Vilnius ein Assoziierungsabkommen. Doch wie geht es danach weiter? Ohne eine klare Beitrittsperspektive für die Ukraine ist das größte europäische Demokratisierungsprojekt wenig mehr als ein Experiment. Und wie wird die EU auf Moskauer Widerstand reagieren?

Solarstreit

  • Handel und Handlungsfreiheit

    Lehren aus dem chinesisch-europäischen Photovoltaik-Streit

    von Johannes Varwick, Claudia Meier, Martin Klein | China, Welthandel

    Handel und Handlungsfreiheit

    Die Gemengelage von nationalen und internationalen Akteuren in der Handelspolitik ist komplexer geworden. Das birgt, wie der Solarstreit China–EU zeigt, Probleme, aber auch Chancen. Nationale Politik bewegt sich weiterhin im Rahmen multilateraler Disziplin, erobert aber neue Zuständigkeiten und gewinnt an Freiheit.

Essay

  • Zwei Welten am Mittelmeer

    Auf der Suche nach einer gemeinsamen Zukunft für Nord und Süd

    von Boualem Sansal | Mittelmeer/Mittelmeerraum, Europäische Union

    Zwei Welten am Mittelmeer

    Einst Wiege zweier leuchtender, sich gegenseitig inspirierender Zivilisationen, ist der Mittelmeer-Raum heute eine zersplitterte und seelenlose Gefahrenzone. Das Meer ist dasselbe geblieben, es umspült seine Ufer mit demselben Wasser. Doch es zieht eine Grenze zwischen zwei Welten, die einander bestenfalls ignorieren. Gibt es Hoffnung auf Besserung?

Brief aus ... Kairo

Internationale Presse

Buchkritik

  • Pakistans defekte Demokratie

    Wie gefährlich ist das „gefährlichste Land der Welt“?

    von Jan Kuhlmann | Pakistan, Rüstung

    Wäre Pakistan nicht Atommacht, würden sich wohl nur wenige für das Land interessieren. Doch seit Islamabad „die Bombe“ besitzt, blicken viele mit Sorge dorthin. Sollte Pakistan scheitern, könnten Nuklear-waffen in die Hände muslimischer Extremisten fallen. Eine Neuerscheinung, die nichts beschönigt, aber auf Alarmismus verzichtet.

Buch des Jahres

  • Pflichtlektüren 2013

    22 Leseempfehlungen zur Außenpolitik

    Internationale Politik/Beziehungen

    „Welches Buch zur internationalen Politik war in diesem Jahr das wichtigste für Sie und warum?“ Diese Frage haben wir wie in jedem Jahr an Politiker, Wissenschaftler und Publizisten gestellt. Das etwas überraschende Ergebnis: An der Spitze steht ein historisches Buch über den Ersten Weltkrieg, auf Platz zwei ein Comic über die französische Politik.

Schlusspunkt

  • Willkommen in Sotschi!

    IP erhielt exklusiven Einblick in die Verhaltensmaßregeln für die Winterspiele

    Russische Föderation, Innere Sicherheit

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

Sylke-Tempel-Essaypreis

  • Essaypreis

    Ausschreibung

    Erstmals loben das Netzwerk Women in International Security Deutschland (WIIS) und die Zeitschrift „Internationale Politik“ (IP) 2019 den Sylke-Tempel-Essaypreis aus. Er erinnert an die Journalistin, Publizistin und Mentorin Sylke Tempel (1963 – 2017), Vorsitzende von WIIS und Chefredakteurin der IP, Deutschlands führender Zeitschrift für Außenpolitik. Die Ausschreibung richtet sich an Frauen unter 35 Jahren.

 

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