Ausgabe September / Oktober 2014

Kampf ohne Grenzen Is purchaseable

Kampf ohne Grenzen

In der arabischen Welt lösen sich die Staaten auf. An ihre Stelle treten lokale Gruppen, die sich religiös legitimieren. Radikale Milizen oder Warlords übernehmen staatliche Aufgaben – eine Entwicklung, bei der es am Ende kaum Gewinner geben wird.

Forsa

  • Deutschlands Partner

    Die USA sind alles in allem der zurzeit wichtigste politische Partner Deutschlands außerhalb Europas

    Deutschland, Internationale Politik/Beziehungen

    Deutschlands Partner

    Allen Problemen zum Trotz: Es steht nach wie vor gut um die transatlantische Partnerschaft. Das zeigen die Ergebnisse der IP-Forsa-Frage.

Kampf ohne Grenzen

  • Nach dem Staatszerfall

    In der arabischen Welt zeichnet sich noch keine neue Ordnung ab

    von Rainer Hermann | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Konflikte und Strategien

    Nach dem Staatszerfall

    Die politische Landkarte im Nahen und Mittleren Osten löst sich auf. Syrien, Irak, Libyen, Jemen, Ägypten – die Liste der zerfallenden Staaten ist lang. Dafür entstehen konfessionell legitimierte Ordnungen oder neue Entitäten, die durch lokale Milizen und Warlords beherrscht werden.

  • Mächte und Milizen

    Wer sind die wichtigsten Akteure des Nahen Ostens? Und was wollen sie?

    von Guido Steinberg, Hassan Mneimneh, Günter Seufert, Meir Javedanfar, Henner Fürtig, Andreas Jacobs | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Sicherheitspolitik

    Mächte und Milizen

    Der faktische Zerfall Syriens und der drohende Zerfall des Irak sind nicht nur humanitäre Katastrophen apokalyptischen Ausmaßes. Sie berühren auch unmittelbar europäische und amerikanische Sicherheitsinteressen. Doch wer in dieser Region handeln will, der handelt in einem Geflecht widerstreitender, gleichzeitig dicht miteinander verwobener und zuweilen nur schwer durchschaubarer Interessenlagen. Experten analysieren die wichtigsten Kräfte der Region.

  • „Abbas ist ein Partner, die Hamas nicht“

    Warum ein Frieden in Nahost noch immer möglich wäre – und mit wem

    von Gershon Baskin | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Sicherheitspolitik

    „Abbas ist ein Partner, die Hamas nicht“

    Der jüngste Gaza-Krieg hat die Hoffnungen auf einen friedlichen Ausgleich zwischen Israel und Palästinensern auf einen neuen Tiefpunkt sinken lassen. Was gibt noch Anlass zum Optimismus, was wären die Voraussetzungen für erneute Verhandlungen? Gershon Baskin, Gründer des israelisch-palästinensischen Think-Tanks IPCR, im Gespräch.

  • Prinzipienfragen

    Wie in der arabischen Welt Politik gemacht wird: eine Glosse

    von Florence Gaub | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Konfliktprävention/-management

    Früher verliefen die Fronten in der arabischen Welt so klar, dass man vom „arabischen Kalten Krieg“ sprach. Heute ist alles so unübersichtlich, dass man selbst mit Organigrammen in Wandteppichgröße nicht weit kommt. Das liegt vor allem an den Prinzipien und Spielregeln, die heute die arabische Politik bestimmen. Die IP stellt die zwei wichtigsten vor.

Deutschlands Partner

  • Unverzichtbar, trotz allem

    Warum Deutschland und die Vereinigten Staaten Verbündete bleiben müssen

    von Jochen Bittner | Deutschland, Bilaterale Beziehungen

    Unverzichtbar, trotz allem

    Das Bündnis mit Amerika ist für Deutschland in vielfacher Hinsicht strategisch nicht nur wichtig – es ist unersetzlich. Denn es steht für ein pluralistisch-liberales Lebensmodell, das in vielen Teilen der Welt unter Druck gerät, selbst in Europa. Allerdings braucht die Partnerschaft eine Erneuerung. Und dazu sollte Berlin selbstbewusst beitragen.

  • Her mit der Charmeoffensive!

    Deutschland und die USA verbindet weit mehr als sie trennt

    von Jacob Heilbrunn | Deutschland, Bilaterale Beziehungen

    Knapp den Fängen der Russen entkommen – und denen der Amerikaner: So interpretiert man in Deutschland wohl das Ende des Kalten Krieges. Erinnert Putins Gebaren nun die Deutschen an die Vorteile der Westbindung? Fest steht jedenfalls: Beide Partner müssen sich wieder mehr anstrengen, denn Zwist und Misstrauen können sie sich gar nicht leisten.

  • Abschied von der Juniorpartnerschaft

    Für mehr deutsche Führung in und durch Europa

    von Annegret Bendiek | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Abschied von der Juniorpartnerschaft

    Die Diskussionen über deutsche Außenpolitik im Rahmen der Review 2014 (Titelthema IP 4/2014) haben bestätigt: Deutschland soll eine stärkere globale Rolle spielen. Wohin Deutschland außen- und europapolitisch führen soll, bleibt aber unbeantwortet. Ziele und Mittel deutscher Außenpolitik sind nun in einem außenpolitischen Weißbuch festzuhalten.

Gegen den Strich

  • Obamas Außenpolitik

    von Christoph von Marschall | Vereinigte Staaten von Amerika, Internationale Politik/Beziehungen

    Obamas Außenpolitik

    Mit vielen Vorschusslorbeeren 2009 ins Amt gestartet, gilt Barack Obama heute manchem Beobachter als gescheiterter Präsident. Das betrifft besonders die Außenpolitik. Mit Recht? Ist Obama ein außenpolitischer Schwächling, der seine Verbündeten durch seine Unfähigkeit, klare strategische Positionen zu beziehen, zur Verzweiflung bringt?

Geheimdienste

  • Eine Frage der Etikette – und Strategie

    Die gegen Deutschland gerichtete Spionage zeugt von amerikanischer Unreife

    von Rhodri Jeffreys-Jones | Deutschland, Internationale Politik/Beziehungen

    Eine Frage der Etikette – und Strategie

    Spionieren unter Freunden „geht gar nicht“, so Angela Merkel. Dennoch ist das gang und gäbe. Die empörten deutschen Reaktionen auf die US-Spionage sind dennoch angemessen, denn sie verstößt gegen internationale Etikette, gegen ethische Normen und zeugt von einer falschen Strategie. Abhilfe könnte ein „erwachsener“ EU-Geheimdienst schaffen.

Argentinien

  • Unter Geiern

    Der Fall Argentinien zeigt: Die Welt braucht ein Insolvenzrecht für Staaten

    von Ingo Malcher | Argentinien, Währungssystem

    Unter Geiern

    Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt sich Argentinien bereits mit Hedgefonds auseinander, die bei der Staatspleite 2001 billig Anleihen aufkauften und seitdem auf volle Kompensation pochen. Zuletzt bekamen sie vor dem amerikanischen Supreme Court recht – eine Fehlentscheidung mit weitreichenden Folgen: Umschuldungen werden künftig noch schwieriger.

Entwicklungsbanken

  • Ein klares Signal

    ... aber nicht viel mehr: Der BRICS-Bank fehlt noch ein Geschäftsmodell

    von Rolf J. Langhammer | Brasilien, Entwicklungspolitik

    Ein klares Signal

    Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben mit der Gründung der BRICS-Entwicklungsbank ein Zeichen gegen die Dominanz der OECD-Staaten beim Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank gesetzt. Zunächst handelt es sich aber eher um einen Fonds als um eine Bank, denn der Zugang zu den Kapitalmärkten wird schwierig.

China

  • Maschinist der Macht

    Xi Jinping entwickelt sich zum Alleinherrscher – um die KP zu stärken

    von Jonathan Fenby | Volksrepublik China, Internationale Politik/Beziehungen

    Maschinist der Macht

    Fast unbemerkt vom Rest der Welt hat sich Chinas Staats und Parteichef Xi Jinping eine beispiellose Machtfülle gesichert. Dies merkt man auch seiner aktiveren Außenpolitik an. Doch Xi handelt aus innenpolitischen Motiven: Die dringenden Wirtschafts- und Sozialreformen muss er nicht zuletzt gegen eine widerstrebende Partei durchsetzen.

Umweltpolitik

  • Kleine Schritte statt großer Wurf

    Wie sich der Klimaschutz auch ohne globales Abkommen vorantreiben lässt

    von Sven Titz | Weltweit, Klima und Umwelt

    Kleine Schritte statt großer Wurf

    Die Verhandlungen über einen weltweiten Vertrag zur Einhaltung der Zwei-Grad-Grenze kommen nicht weiter. Dafür aber gewinnen pragmatische Ansätze an Popularität. Ihr Grundgedanke: Wäre es nicht sinnvoll, den Wettbewerb um kohlenstoffarme, effiziente und günstige Energielösungen mit Armutsbekämpfung und Stadtplanung zu verknüpfen?

Ressourcen

  • Kein Rückzug in Sicht

    Trotz Schieferrevolution bleiben die USA am Persischen Golf

    von Marco Overhaus, Kirsten Westphal | Vereinigte Staaten von Amerika, Rohstoffe & Energie

    Kein Rückzug in Sicht

    Für die USA sind direkte Energielieferungen aus dem Persischen Golf nicht mehr von vitaler Bedeutung. Deshalb steigt die Erwartung, dass sie sich aus dieser Region zurückziehen. Aber das wird nicht geschehen. Allerdings werden sich Art und Umfang des amerikanischen Engagements verändern – mit Folgen für Europa.

Sicherheitspolitik

  • Stabile Fragilität

    Für mehr Realismus in der internationalen Konfliktbearbeitung

    von Philipp Rotmann | Afghanistan, Konflikte und Strategien

    Stabile Fragilität

    Nach Afghanistan muss sich nicht nur Deutschland bescheidenere Ziele für künftige Interventionen setzen. Frieden und Demokratie sind wichtig. Doch verantwortlich handeln heißt, keine überhöhten Erwartungen zu wecken, sondern mit klarer Analyse, langem Atem und den richtigen Mitteln eine rudimentäre Stabilität herzustellen. Das kostet Geld.

  • Jenseits der Ukraine-Krise

    Fünf aktuelle Fragen, auf die die NATO Antworten finden muss

    von Karl-Heinz Kamp | Weltweit, Sicherheitspolitik

    Liegt die Zukunft der NATO in ihrer Vergangenheit? Das könnte man meinen, glauben doch nicht wenige zwischen Riga und Lissabon, dass sich das Bündnis wieder als Verteidigungsallianz und Beschützer der Bündnisgrenzen nach Artikel 5 des Washingtoner Vertrags begreifen sollte. Damit aber würde man einige zentrale Themen vernachlässigen.

Essay

  • Keine Sphinx an der Spree

    Was und wie die Bundeskanzlerin außen- und europapolitisch denkt

    von Andreas Rinke | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Keine Sphinx an der Spree

    Die Münchner Sicherheitskonferenz hat eine Debatte über die deutsche Außenpolitik ausgelöst. Trotz der viel diskutierten Reden von Joachim Gauck, Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen blieb offen: Was hält eigentlich die Kanzlerin in der Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik für richtig? Antworten sind gar nicht so schwer zu finden.

Brief aus ... Kabul

Internationale Presse

Buchkritik

  • Jäger und Sammler

    Der Fall Snowden: ein Politskandal, dessen Folgen noch kaum abzusehen sind

    von Lenz Jacobsen | Weltweit, Cyber Security

    14 Monate nach Beginn der NSA-Affäre hat Edward Snowden es von den Zeitschriftentiteln auf die Buchcover geschafft. Drei Neuerscheinungen beleuchten den Überwachungsskandal aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Lesenswert sind sie alle, doch die entscheidende Frage beantworten sie nicht: Was macht der Staat eigentlich mit dem Wissen über uns?

  • Wirtschaftsboom und Terrorangst

    Alte Probleme, neue Möglichkeiten: Neuerscheinungen zu Afrika

    von Andreas Eckert | Staat und Gesellschaft

    Aufbruchstimmung mit Wachstumsraten von über 5 Prozent hier, Anschläge und Chaos da: Schwärmt ein Teil der internationalen Expertenszene vom afrikanischen Wirtschaftswunder, so schaut ein anderer mit Sorge auf Afrika als Hort des internationalen Terrorismus. Fünf Versuche, ein realistisches Bild des Kontinents zu zeichnen.

Schlusspunkt

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

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