Ausgabe November/Dezember 2015

Blackbox Iran Is purchaseable

Blackbox Iran

Keine Frage – das große Land zwischen Persischem Golf und Asien verfügt über enormes, ungenutztes Potenzial, das die Einigung im Atomstreit nun entfesseln soll. Doch wohin Politik und Wirtschaft steuern, ist längst nicht ausgemacht.

IP-Forsa-Frage

Blackbox Iran

  • Das Imperium wird zurückschlagen

    Kann Präsident Rohani die Islamische Republik retten? Dafür spricht wenig

    von Meir Javedanfar | Iran, Innere Konflikte

    Das Imperium wird zurückschlagen

    Wer, wie Hassan Rohani, den Hauptfeind des Iran nicht in Amerika oder Israel sieht, sondern in Arbeitslosigkeit oder Umweltkatastrophen, der macht sich bei den Hardlinern im Land nicht unbedingt beliebt. Die Hardliner sind mächtig, und sie werden immer mehr. So bedauerlich das ist: Allzu große Hoffnungen sollte man auf den Präsidenten nicht setzen

  • Feste Feinde

    Die Prinzipien der iranischen Außenpolitik bleiben unverändert

    von Karim Sadjadpour, Behnam Ben Taleblu | Iran

    Feste Feinde

    Ein Mangel an diplomatischer Elastizität ist dem Iran nicht nachzusagen. Teheran hat ein Atomabkommen unter Beteiligung der USA ausgehandelt und unterstützt gleichzeitig radikale Gruppen. Solche Flexibilität aber verdeckt: Am revolutionären Prinzip der Feindschaft gegen die USA und Israel hat der Iran immer festgehalten.

  • In Wartestellung Is purchaseable

    Der Hype ist groß, die wirtschaftlichen Realitäten im Iran eher ernüchternd

    von Christopher de Bellaigue | Iran, Wirtschaft & Finanzen

    In Wartestellung

    Es ist kein Geheimnis, dass europäische – und gerade deutsche – Firmen in einer guten Position sind, um nach Aufhebung der Sanktionen (wieder) in den iranischen Markt einzutreten. Doch sie erwartet alles andere als ein Boommarkt, die Anzeichen für eine Rezession mehren sich. Und große Hemmnisse werden weiter bestehen bleiben.

  • Panzer auf der Landebahn Is purchaseable

    Staat im Staat mit Wirtschaftsmacht: die Revolutionsgarden

    von Ali Alfoneh | Iran

    Panzer auf der Landebahn

    Bestechen, einbinden, rausdrängen: Ein Rückblick auf die gescheiterten Versuche, mit den Revolutionsgarden zu einem Modus Vivendi zu gelangen, zeigt eines – Rohanis Taktik, genau die Institution den wirtschaftlichen Nutzen aus dem Atomabkommen ziehen zu lassen, die der größte Gegner des Abkommens und der Regierung ist, wird nicht aufgehen.

Flüchtlinge in Europa

  • Das schiefe Haus Europa Is purchaseable

    Euro und Flüchtlinge sind nur zwei Seiten desselben Problems

    von Andreas Rinke | Europa, Europäische Union

    Das schiefe Haus Europa

    2015 streiten sich die EU-Staaten wie selten zuvor: In den Krisen zeigt sich, dass Währung und Grenzkontrollen vergemeinschaftet wurden, ohne die notwendigen Regeln zu etablieren. Deutschland und Frankreich tragen hier eine besondere Verantwortung. Nur zeigt der Streit nicht den Zerfall der EU – sondern den Beginn neuer Integration.

  • So nah, so fern Is purchaseable

    Die Franzosen bezweifeln, noch mehr Einwanderer integrieren zu können

    von Michaela Wiegel | Frankreich, Migration

    So nah, so fern

    Präsident Hollande wird heftig dafür kritisiert, dass er sein Land nicht vor der unbesonnenen deutschen Flüchtlingspolitik schütze. Warum weigert sich Frankreich, mehr Asylsuchende aufzunehmen? Liegt es am -starken Einfluss des Front National? An der schlechten wirtschaft-lichen Lage? Oder an den Problemen mit der muslimischen Vorstadtjugend?

  • Innere Einkehr

    Die Flüchtlingskrise wirft Fragen auf, die für Polen neu sind

    von Piotr Buras | Polen, Migration

    Innere Einkehr

    Noch bevor die Flüchtlingkrise Polen erreicht hat, hat sie begonnen, das Land zu verändern. Überfällige Fragen nach Identität und Gemeinschaftsverständnis sind es, die man sich jetzt stellt. Diese Diskussion findet in einer Gesellschaft statt, die zutiefst gespalten ist. Doch auch Warschau und Berlin müssen dringend miteinander reden.

  • Eine deutsche Metamorphose

    Vom unsicheren Kantonisten zur europäischen Führungsmacht

    von Liana Fix | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Deutschland ist zum Vorreiter in Europa geworden: zu einer Führungsmacht, die ihre Legitimität aus dem Engagement für ein zivilisiertes Miteinander zieht. Daraus erklärt sich auch die bisherige Gefolgschaft anderer europäischer Länder: aus dem Vertrauen heraus, dass Deutschland verantwortungsvoll Prinzipien verteidigt, und nicht nur Eigeninteressen.

Gegen den Strich

  • Nordatlantische Allianz

    Fünf Thesen auf dem Prüfstand

    von Justin Logan | Westliche Welt, NATO

    Nordatlantische Allianz

    Die NATO sei „unverzichtbar“, ist bis heute zu hören, obgleich ihr Gegner, die Sowjetunion, vor 25 Jahren zerfiel, und mit ihr der Warschauer Pakt. Ginge es ohne Atlantische Allianz wirklich nicht? Hat Russland keinen Grund, sie zu fürchten? Wären die Europäer nicht in der Lage, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen? Fünf Thesen auf dem Prüfstand.

Krisenmanagement

  • Neue Unberechenbarkeit

    Putin verfolgt in Syrien eigene Ziele, Teil einer Lösung ist der Kreml nicht

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Konflikte und Strategien

    Neue Unberechenbarkeit

    Mit dem Eingreifen zugunsten Assads geht es Putin um zweierlei: Er will Washington zwingen, die Isolation Moskaus aufzugeben, und er will sich als Alternative zum westlichen Ordnungsmodell präsentieren. Allerdings mangelt es ihm an Unterstützung im eigenen Land und an Ideen für eine echte Lösung.

  • Wann, wenn nicht jetzt?

    Eine ehrliche Debatte über die Zukunft der EU ist überfällig

    von Claudia Huber, Thomas Matussek | Deutschland, Europäische Union

    Wann, wenn nicht jetzt?

    Es ist höchste Zeit: Wir müssen klären, wie viel Europa wir wirklich wollen, damit die EU wieder handlungsfähig wird und Vertrauen zurückgewinnen kann. Nur wenn wir Souveränität abgeben, können wir Antworten auf die aktuellen Krisen finden und die globale Ordnung mitgestalten. Eine Renationalisierung ist keine Option.

  • Die fliegende Ebola-Klinik

    Eine Herkulesaufgabe zum Schutz von Patienten und humanitären Helfern

    von Mirko Schilbach | Deutschland, Gesundheit

    Die fliegende Ebola-Klinik

    Die Ebola-Krise in Westafrika hat der Öffentlichkeit deutlich gemacht, welche Gefahren mit einem humanitären Einsatz außerhalb Deutschlands verbunden sein können. Da es auf internationaler Ebene keine adäquaten Rettungsmaßnahmen gab, rüstete Deutschland in einem äußerst komplexen Kooperationsprozess ein eigenes Flugzeug aus.

China

  • Unter Abwärtsdruck Is purchaseable

    Wie reagiert Chinas Regierung auf die Krisenanzeichen der Wirtschaft?

    von Sebastian Heilmann | Volksrepublik China, Wirtschaft & Finanzen

    Es handelt sich um eine echte Struktur- und Anpassungskrise, nicht nur um eine konjunkturelle Schwäche, unter der die chinesische Wirtschaft derzeit leidet. Wie geht es weiter, welche Szenarien sind denkbar? Am wahrscheinlichsten ist eine Haltung zwischen vertagtem Strukturwandel und staatlichen Stimulusmaßnahmen.

Globale Architektur

  • Globale Konsensmaschine

    Im Geflecht internationaler Organisationen wird die OECD immer wichtiger

    von Hans-Jürgen Heimsoeth | Weltweit, Wirtschaft & Finanzen

    Im Kalten Krieg geboren, hat sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unter der Führung von Angel Gurría vom Mauerblümchen zum weithin geschätzten Standardsetzer und Ideengeber gemausert. Beim weiteren Aufbau einer regelgestützten Weltwirtschaftsordnung kommt der OECD eine Schlüsselrolle zu.

  • Besser global als regional

    Für eine Regulierung des Welthandels im Rahmen der WTO

    von Heribert Dieter | Weltweit, WTO

    Besser global als regional

    Die Welthandelsorganisation hat durch regionale Präferenzhandelsabkommen ernsthafte Konkurrenz bekommen. Denn seit Jahren stocken die Verhandlungen der Doha-Runde. Kann es China, das bislang keinem der neuen Megaregionalabkommen angehört, im Rahmen seiner G-20-Präsidentschaft 2016 gelingen, hier eine Wende herbeizuführen?

Wirtschaftsmetropolen

  • Schräg und verkabelt Is purchaseable

    Das texanische Austin gehört zu Amerikas erfolgreichsten Metropolen

    von Ansgar Graw | Vereinigte Staaten von Amerika, Wirtschaft & Finanzen

    Schräg und verkabelt

    In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Hauptstadt des US-Bundesstaats Texas eher ärmlich – bis es ihr gelang, die Pflege von Musik- und Hippiekultur sowie der sprichwörtlichen Abgedrehtheit mit innovativem Unternehmertum und der Ansiedelung von Hightech-Firmen zu vereinen. Seitdem wächst das auch „Silicon Hills“ genannte Austin rasant.

Essay

  • Denken vor Publikum Is purchaseable

    Die Flüchtlingskrise zeigt: Politik muss von Grund auf neu ansetzen

    von Thomas Schmid | Deutschland, Staat und Gesellschaft

    Denken vor Publikum

    Nichts hat Gewissheiten so erschüttert wie die Flüchtlingsfrage. Die Grenzen zwischen Innen- und Außenpolitik sind aufgelöst, mit herkömmlichen Mitteln ist dem Problemgewirr nicht beizukommen. Rückzug scheint vielen eine sichere Option. Dabei müsste Europa sich jetzt der Verwerfungen annehmen, die es mit angerichtet hat.

Brief aus ... Wien

Internationale Presse

Buch des Jahres

Buchkritik

  • Krieg der Knöpfe Is purchaseable

    Was uns aus dem Netz droht: zwei Warnungen

    von Isabel Skierka | Weltweit, Cyber Security

    Vor mehr als 50 Jahren, im Jahre 1961, warnte der scheidende US-Präsident Eisenhower in seiner Abschiedsrede vor der Herausbildung eines „militärisch-industriellen Komplexes“, der die Freiheit bedrohe. Haben wir es heute mit einem weiterführenden, einem militärisch-industriellen-internetbasierten Komplex zu tun? Zwei Neuerscheinungen.

  • Lehrer, Helden, Überväter Is purchaseable

    Erdogan, Atatürk und die Zukunft der Türkei

    von Cigdem Akyol | Türkei, Staat und Gesellschaft

    Wenige Wochen nach dem verheerenden Terroranschlag in Ankara und kurz vor den Parlamentswahlen steht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Kritik. Hat seine Strategie der Polarisierung zur Eskalation der Gewalt beigetragen? Drei Bücher schildern die Türkei unter Erdogan und betten seine Politik in den historischen Kontext ein.

Schlusspunkt

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