Ausgabe September/Oktober 2015

Die Unvollendete Is purchaseable

Die Unvollendete

Die Griechenland-Krise hat die Konstruktionsmängel der Europäischen Union offengelegt. Nicht Erweiterung oder Vertiefung, sondern die Transformation kriselnder Mitgliedstaaten sollte heute vorrangiges Ziel sein. Hilfreich wäre dazu eine neue Kultur der Partnerschaft.

IP-Forsa-Frage

  • Die Zukunft der EU

    Die Europäische Union sollte...

    Europa, Europäische Union

    Die Zukunft der EU

    Griechenland-Krise, Flüchtlingsdrama: Die Zweifel an Europas Fähigkeiten, mit internen und internationalen Krisen fertig zu werden, sind zuletzt lauter geworden. Wie wirkt sich das auf die Akzeptanz der Europäischen Union aus? Um das rauszufinden, haben wir die Bundesbürger nach ihren Vorstellungen einer zukünftigen EU befragt – nach 2009 und 2012 zum nunmehr dritten Mal.

Die Unvollendete

  • Zeit für große Gesten

    Ohne den demonstrativen Willen zur Partnerschaft scheitert Europa

    von Josef Janning | Europa, Europäische Union

    Zeit für große Gesten

    Die Krise in Europa bedroht die Zukunftsfähigkeit der EU. Nationale Interessen überlagern europäische und legen die institutionellen Konstruktionsfehler der EU offen. Deutschland und Frankreich sollten mit der Transformation Griechenlands den Grundstein für eine neue Kultur der Partnerschaft und guten Regierungsführung in Europa legen.

  • Folgen einer Fehlentscheidung

    Die Griechenland-Krise enthüllt die Mängel von Maastricht

    von Heinrich August Winkler | Europa, Europäische Union

    Folgen einer Fehlentscheidung

    Die aktuellen Probleme verdeutlichen: Ein tragender Grundkonsens in der EU existiert nicht. Das Griechenland-Paket ist eine vertagte Entscheidung über die Zukunft Europas. Das Spannungsfeld wird sich nicht lichten, wenn die Währungsunion nicht endlich von einer Fiskal und Politischen Union komplettiert wird. Sonst droht die EU zu scheitern.

  • Mentales Update für Europa

    Ein Gespräch mit der Europa-Expertin Daniela Schwarzer

    von Daniela Schwarzer | Europa, Europäische Union

    Mentales Update für Europa

    Flüchtlingskrise, Naher Osten, Ukraine: Die Europäische Union erlebt an ihren Außengrenzen zeitgleich drei Krisen, die ihren Zusammenhalt infrage stellen und zugleich mit der inneren Krise um Griechenland und die Euro-Zone rückgekoppelt sind. Welche Schritte sind notwendig, um das historische Friedensprojekt Europa wieder „wetterfester“ zu machen?

  • Hehre Ziele, harte Tatsachen

    Die EU hat große Gestaltungskraft im Westlichen Balkan – und muss sie nutzen

    von Theresia Töglhofer | Europa, Europäische Union

    Hehre Ziele, harte Tatsachen

    Die Anziehungskraft der EU ist der wichtigste Reformfaktor für die Staaten des Westlichen Balkans. Bislang hat es nur Kroatien in die Union geschafft; Montenegro und Serbien stehen langwierige Verhandlungen bevor. Es liegt aber auch im Interesse der EU, mit ihrer Transformationskraft Stabilisierung und Demokratisierung vor Ort zu fördern.

Ende einer Ordnung

  • Eine Region vor der Zerreißprobe

    Wie der Nahe Osten künftig aussehen könnte

    von Volker Perthes | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Staatsaufbau

    Eine Region vor der Zerreißprobe

    Ist der Aufmarsch des „Islamischen Staates“ zu stoppen? Was wird aus Syrien, was aus dem Irak? Prognosen für eine unberechenbare Region sind schwer zu stellen. Doch eins scheint sicher: Ohne eine Machtteilung, die alle relevanten Kräfte einbindet, und ohne glaubwürdige Regierungen werden die politisch und identitär zerklüfteten Länder zerfallen. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Suhrkamp Verlag Berlin 2015.

  • Der Kampf um die Herzen

    Warum die arabische Aufstandsbekämpfung eine Geschichte des Scheiterns ist

    von Florence Gaub | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Sicherheitspolitik

    Der Kampf um die Herzen

    Als „heikles und langwieriges Geschäft“ beschrieb einst Lawrence von Arabien die Aufstandsbekämpfung – „als wenn man Suppe mit einem Messer äße“. Gelingt es nicht, die Rebellen von der Gesellschaft zu trennen, in die sie eingebettet sind, wird jeder militärische Erfolg ein Pyrrhussieg bleiben. Beispiele aus Ägypten, Algerien, dem Irak und Jemen.

  • Kehrtwende mit Fragezeichen

    Erst Möchtegern-Spielmacher, dann Nebendarsteller, jetzt Partner der USA?

    von Soli Özel | Türkei, Konflikte und Strategien

    Mit dem späten Beitritt zur Anti-IS-Koalition hat die Türkei einen außenpolitischen Wechsel vollzogen – ein spätes Eingeständnis, dass Präsident Recep Tayyip Erdogan mit seinem unrealistischen Hegemonialanspruch im Nahen Osten gescheitert ist. Aber die Bombardements gegen die PKK zeigen: Ankara teilt die Ziele der Allianz gegen den IS nicht wirklich.

  • Unantastbar, aber nicht unschlagbar

    Statt vom eigenen Ruhm zu zehren, müssen die Peschmerga sich neu erfinden

    von Birgit Svensson | Irak, Sicherheitspolitik

    Unantastbar, aber nicht unschlagbar

    Noch nie waren die Kurden einem eigenen Staat so nah wie heute. Doch der legendäre Ruf, den sich die Peschmerga in jahrzehntelangem Kampf erworben haben, ist beschädigt, seit sie den IS-Milizen quasi kampflos einige Gebiete im Nordirak überlassen haben. Die Rückeroberung wird aber nur gelingen, wenn eine schlagkräftige Armee aufgestellt wird.

Gegen den Strich

  • Vereinte Nationen

    Sieben Thesen gegen den Strich

    von Harald Braun | Weltweit, Vereinte Nationen

    Vereinte Nationen

    „Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren ...“, heißt es in der Charta der Vereinten Nationen, die 1945 auf der Gründungskonferenz in San Francisco verabschiedet wurde. Doch Krieg wurde nicht gebannt, und auch sonst steht die Weltorganisation oft stark in der Kritik – zu Recht?

Deutsche Außenpolitik

  • Verhandlungs-Weltmeister

    Berlins Erfolgsrezept: Inhaltliche Härte und ständige Gesprächsbereitschaft

    von Andreas Rinke | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Verhandlungs-Weltmeister

    Die Bundesregierung wurde in der Griechenland-Krise scharf kritisiert. Dabei ist Deutschland 2015 weltweit die unbestrittene Vermittlungsnation Nummer eins: Die Abkommen zur Ukraine und zum Iran sowie die Einigung über Griechenland wären ohne Berlin nicht denkbar gewesen. Verantwortlich dafür ist das Grundkonzept deutscher Diplomatie.

  • Halbherziger Hegemon

    Die deutsche Diplomatie wirkt oft schwerfällig, hat aber auch ihre guten Seiten

    von Quentin Peel | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung ringt die Europäische Union mit den Folgen jener tiefgreifenden politischen Verschiebung – und Deutschland ebenso: ein unangenehmer Prozess für beide Seiten. Berlins Diplomatie würde von mehr Koordinierung und weniger Moralisieren profitieren – und einem klareren strategischen Verständnis.

EU-Strategie

  • Der Weg ist Teil des Zieles

    Anmerkungen zur Entwicklung einer Globalstrategie für die EU

    von Nathalie Tocci | Europa, Europäische Union

    Wie soll sich die EU künftig in der Welt positionieren? Bis Sommer 2016 soll eine neue weltpolitische Strategie stehen. Der im Juni von Federica Mogherini vorgelegte Zwischenbericht lässt erste Konturen erkennen. Die Union muss sich mit einer immer komplexeren Welt auseinandersetzen – und dort Prioritäten setzen, wo sie auch etwas erreichen kann.

Iran

  • Rohanis Pyrrhussieg

    Nach dem Verhandlungserfolg stehen Irans Präsidenten schwere Zeiten bevor

    von Ali Alfoneh | Iran, Innere Sicherheit

    Die Einigung über das iranische Atomprogramm gilt weithin als Erfolg – nicht zuletzt für Irans Präsidenten Hassan Rohani. Doch paradoxerweise könnte es für ihn und seine innenpolitischen Verbündeten in nächster Zeit daheim sehr gefährlich werden. Der Oberste Religionsführer Ali Khamenei und die Revolutionsgarden suchen die Konfrontation.

Ukraine

  • Am Rande Europas

    Russland, die Ukraine und die Zukunft des europäischen Projekts

    von Timothy Snyder | Ukraine, Staat und Gesellschaft

    Am Rande Europas

    Scheitert Europa – in Griechenland, in der Ukraine? Ja, rufen Russlands Medien hoffnungsfroh. Nein, dürfte die realistische Antwort sein – noch nicht. Doch die EU sucht weiter nach Antworten auf ihre existenziellen und demokratischen Probleme und auf die Frage, was Europa ausmacht. Vielleicht hilft ein Blick in die Ostukraine: nach Charkiw.

Russland

  • Geschichte als Waffe

    Der Kreml instrumentalisiert die Vergangenheit – gegen seine Nachbarn

    von Maxim Trudolyubov | Russische Föderation, Geschichte

    Geschichte als Waffe

    Für die meisten Russen findet der Krieg in der Ukraine nur im Fernsehen statt – und dennoch glauben sie, an der Seite der „Guten“ einen archetypischen, patriotischen Kampf gegen den Faschismus auszufechten. Das ist der Erfolg einer Geschichtspolitik, die alles Tragische verbannt und Russland zum alleinigen Kämpfer für die Gerechtigkeit stilisiert.

Wirtschaftsmetropolen

  • Der erwachende Riese

    Die Entwicklung in Lagos zeigt, was mit guter Regierungsführung möglich ist

    von Wolfgang Drechsler | Nigeria, Wirtschaft & Finanzen

    Der erwachende Riese

    Die Gouverneure von Lagos haben in den vergangenen Jahren viele Dinge zum Besseren gewendet: So produziert diese Stadt weitaus mehr Waren und Dienstleistungen als ganz Kenia; es werden Steuern erhoben, mit denen neue Infrastrukturprojekte finanziert werden können. Doch der Moloch hat weiterhin seine Schattenseiten und über 200 Slums.

Essay

  • Unternehmen Einigung

    Europa ist uns selbstverständlich geworden. Doch das ist gefährlich

    von Marcus Felsner | Europa, Europäische Union

    Unternehmen Einigung

    Die deutsche Wirtschaft profitiert wie niemand sonst von der europäischen Integration. Aber genau dieser Binnenmarkt ist heute bedroht. Höchste Zeit, dass deutsche Unternehmer sich einmischen, um die Einheit Europas gegen Mutlosigkeit und offene Feindschaft von innen und außen zu verteidigen. Eine unternehmerische Betrachtung.

Brief aus ... Breslau

Internationale Presse

Buchkritik

  • Übermächtig und verwundbar Is purchaseable

    Deutschlands Rolle in Europa: Drei Neuvermessungen

    von Hanns W. Maull | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Ist der „hässliche Deutsche“ zurück? Fast möchte man das meinen, schaut man auf die Welle der Empörung, die durch Deutschlands Verhalten in der Griechenland-Krise ausgelöst wurde. Le Monde nennt Wolfgang Schäuble den „Henker der Griechen“, und Roger Cohen sieht in der New York Times die „deutsche Frage“ wieder aufleben. Mit Recht?

  • Von Märkten und Menschen

    Ist der Kapitalismus noch zu retten – und wenn ja, von wem?

    von Lenz Jacobsen | Weltweit, Wirtschaft & Finanzen

    Die Debatte über das Ende des Kapitalismus hat zurzeit, kapitalistisch gesprochen, Hochkonjunktur. Das ist sicher kein Beweis, dass es nun wirklich bald vorbei ist mit dem Kapitalismus. Aber es ist doch sicher ein Zeichen für die Entfremdung von diesem oft nur noch als Chiffre verstandenen System, das vor zwei Jahrzehnten noch als Sieger der Geschichte galt.

Schlusspunkt

  • Immer noch Krieg!

    Griechenland, Finanzkrise

    Wir haben Yanis Varoufakis nicht gefragt, kennen aber seine Antworten

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

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