Ausgabe Mai/Juni 2015

Hellas Wahnsinn Is purchaseable

Hellas Wahnsinn

Der Internationale Währungsfonds will keinen Aufschub bei Kredit-Rückzahlungen gewähren, die Verhandlungspartner in Brüssel sind längst entnervt, weil Athen kein sinniger Reformplan zu entlocken ist. Doch die Syriza-Regierung zockt wahnhaft weiter.

IP-Forsa-Frage

  • Berichterstattung im Ukraine-Konflikt

    Wie berichten die Medien über die Situation in der Ukraine?

    Deutschland, Medien/Information

    Berichterstattung im Ukraine-Konflikt

    Über den Ukraine-Konflikt fühlt sich eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger nicht gut informiert. 58 Prozent der Befragten haben den Eindruck, es werde in den Medien häufig nicht ausgewogen berichtet, so das Ergebnis der IP-Forsa-Frage.

Hellas Wahnsinn

  • Die Rückkehr der Geopolitik

    Die Gefahren eines Grexit sind heute eher politischer Art

    von Majid Sattar | Griechenland, Wirtschaft & Finanzen

    Die Rückkehr der Geopolitik

    Die Griechenland-Krise und der Russland-Ukraine-Konflikt stellen die EU schon jeweils für sich genommen vor immense Herausforderungen. Die taktische Verknüpfung beider Krisen durch Athen und Moskau aber konfrontiert die EU mit noch größeren Gefahren. Das überwunden geglaubte Denken in geopolitischen Kategorien erlebt eine Renaissance.

  • „Unsere Kommunikation ist mangelhaft“

    Nur auf Regierungsebene mit Athen zu sprechen, ist nicht genug

    von Elmar Brok | Griechenland, Wirtschaft & Finanzen

    „Unsere Kommunikation ist mangelhaft“

    Ein Besuch in Moskau zur Unzeit, Reformpläne, die den Grundübeln Griechenland nicht wirklich zu Leibe rücken – die Arbeit mit der Syriza-Regierung gestaltet sich alles andere als leicht. Aber auch die EU könnte Einiges wesentlich besser machen: Dazu gehört, den Dialog mit der griechischen Bevölkerung zu suchen. Denn es geht nicht nur um Zahlen.

  • Alles beim Alten

    Warum Griechenland immer noch nicht bereit ist für echte Reformen

    von Richard Fraunberger | Griechenland, Wirtschaft & Finanzen

    Alles beim Alten

    Im Grunde braucht Griechenland einen Kultur- und Mentalitätswechsel, um in Staat und Gesellschaft die dringend erforderliche Bereitschaft für Reformen zu schaffen. Denn diese werden schon seit Jahrzehnten verschleppt, verhindert und sabotiert. Nicht nur von den Politikern, sondern auch von den Bürgern. Und die EU schaut zu.

  • Sparpolitik (und Paul Krugman)

    Sechs Thesen gegen den Strich

    von Anders Aslund | Griechenland, Wirtschaft & Finanzen

    Sparpolitik (und Paul Krugman)

    Besonders in der amerikanischen Diskussion über Europas Finanzkrise gilt die Sparpolitik als das Grundübel schlechthin. Aber verhindert „Austerität“ wirklich Wirtschaftswachstum? Ist Griechenland Opfer deutschen Sparzwangs? Sollte Europa von den USA lernen und sich von der Austerität verabschieden? Sechs Thesen auf dem Prüfstand.

Hybrider Krieg

  • Vom Ziehen roter Linien

    Um für hybride Kriege gerüstet zu sein, muss die NATO mehr tun

    von James Hackett, Alexander Nicoll | Westliche Welt, Sicherheitspolitik

    Vom Ziehen roter Linien

    Zunächst geht es um analytische Klarheit: Der „Vorteil“ des hybriden Krieges liegt im Verwischen der Grenzen. Wird es möglich sein, einen Angriff auf ein NATO-Mitglied klar als Bündnisfall zu identifizieren? Nicht wirklich. Deshalb muss die NATO geeignete Indikatoren für ein Frühwarnsystem finden.

  • „Wir wollen die Wahrheit nicht wissen“

    Warum Putins Propaganda in Deutschland offene Türen einrennt

    von Marieluise Beck, Roderich Kiesewetter | Deutschland, Sicherheitspolitik

    „Wir wollen die Wahrheit nicht wissen“

    Wer ist Täter, wer ist Opfer in der Ukraine? Deutschlands Öffentlichkeit ist verwirrt, seine Medien üben sich zum Teil in ängstlicher Äquidistanz. Haben wir Wladimir Putins Propagandakrieg überhaupt noch etwas entgegenzusetzen? Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen) und Roderich Kiesewetter (CDU) suchen gemeinsam nach Strategien.

  • Abschreckung plus

    Hybride Bedrohungen erfordern eine hybride Sicherheitspolitik

    von Claudia Major, Christian Mölling | Weltweit, Sicherheitspolitik

    Abschreckung plus

    Abschreckung war eine Antwort auf Russlands Krieg in der Ukraine. Aber weder sollte sich die NATO auf Russland allein konzentrieren noch reicht Abschreckung aus. Europa ist wegen seiner Offenheit, seiner wirtschaftlichen Interdependenzen und seines Pluralismus verwundbar. Deswegen gilt es, Resilienzen aufzubauen.

  • Im Irrgarten der Asymmetrie

    Eine politiktheoretische Expedition auf unübersichtliches Terrain

    von Felix Wassermann | Weltweit, Sicherheitspolitik

    Im Irrgarten der Asymmetrie

    Russische Soldaten in der Ukraine, die Enthauptungsvideos des „Islamischen Staates“, die Terroranschläge auf das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo: In den asymmetrischen Kriegen des 21. Jahrhunderts muss westlichen Gesellschaften das Paradox gelingen, das „richtige Maß“ zu finden – und zuweilen mit zweierlei Maß zu messen.

Atomverhandlungen

  • Eine Roadmap. Bestenfalls

    Das skizzierte Abkommen über Irans Atomprogramm lässt viele Fragen offen

    von Meir Javedanfar, Bruno Tertrais, Oliver Thränert | Iran, Sicherheitspolitik

    Eine Roadmap. Bestenfalls

    Am 2. April 2015 verkündeten EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Irans Außenminister Mohammed Sarif Eckpunkte für ein Abkommen über Irans umstrittenes Nuklearprogramm; der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von einem „entscheidenden Schritt“. Aber kann Teheran danach wirklich nicht mehr nach der Bombe greifen?

Großbritannien

  • Wo sind die Briten?

    Weniger sichtbar, aber noch lange nicht weg von der Weltbühne

    von Robin Niblett | Vereinigtes Königreich, Internationale Politik/Beziehungen

    Wo sind die Briten?

    Großbritannien ist ein wichtiger internationaler Player und zuverlässiger Bündnispartner – auch wenn es sich in den vergangenen Jahren etwas zurückgezogen hat. Für die Zukunft sind zwei Entwicklungen allerdings problematisch: der Rückgang der Londoner Verteidigungsausgaben und die Ambivalenz in Sachen EU-Mitgliedschaft.

Russland

  • Nukleare Kompensation

    Mit der Krise in Russland gewinnen Kernwaffen wieder an Bedeutung

    von Karl-Heinz Kamp | Russische Föderation, Konfliktprävention/-management

    Nukleare Kompensation

    Moskaus Betonung des eigenen Nuklearstatus und die Demonstration nuklearer Waffen sind bewusst ausgesandte Signale. Wie soll die NATO auf diese Drohgebärden reagieren? Was bedeutet das für die in Europa stationierten amerikanischen Kernwaffen? Und welche Folgen ergeben sich für die Abschreckungsstrategie der NATO?

Europäische Außenpolitik

  • Die Kosten der Koexistenz

    Europa braucht ein neues Verhältnis zu Russland – aber nicht um jeden Preis

    von Piotr Buras | Europa, Europäische Union

    Wenn der Hauptmakel der europäischen Sicherheitsordnung nach 1989 darin bestand, dass sie ungeeignet war, Russland dauerhaft einzubinden – wäre es dann nicht höchste Zeit für einen Deal, in dem die Regeln neu definiert und Moskaus Bedenken berücksichtigt würden? Nein. Denn das hieße, dass der Westen voreilig fundamentale Werte auf Spiel setzte.

Libyen

  • Die Auflösung

    Libyen zerfällt in einen Ost- und einen Westteil

    von Jon Lee Anderson | Libyen, Fragile Staaten

    Die Auflösung

    General Haftar beherrscht mit seiner „Operation Dignity“ den größten Teil der östlichen Landeshälfte, die westliche Hälfte mit der Hauptstadt Tripolis wird von der „Libyschen Morgenröte“ gehalten, einem losen Bündnis von Milizen, die mit radikalen Islamisten paktieren. Wenn es Haftar nicht gelingt, für Stabilität zu sorgen, droht ein neues Somalia.

Syrien

  • Assads Todeslager

    Nach der Eroberung Yarmuks durch den IS findet Assad neue Verbündete

    von Markus Bickel | Syrien, Innere Konflikte

    Der Vormarsch des „Islamischen Staates“ im Flüchtlingslager Yarmuk hat zu neuen Allianzen geführt: Palästinensische Milizen kämpfen nun auf Seiten Baschar al-Assads. Dessen Strategie des „Teile und Herrsche“ geht auf – auch gegenüber der internationalen Gemeinschaft, die die größte humanitäre Katastrophe seit 1945 weiter geschehen lässt.

China

  • Häfen, Bahnen, Pipelines

    China baut mit der neuen Seidenstraße auch seine Macht aus

    von Moritz Rudolf | Volksrepublik China, Wirtschaft & Finanzen

    Häfen, Bahnen, Pipelines

    Die „Seidenstraßen-Initiative“ ist das Herzstück der neuen chinesischen Außenpolitik unter Präsident Xi Jinping. Mit großangelegten transregionalen Infrastrukturprojekten und hohem diplomatischen Aufwand schafft China die Grundlagen für eine geostrategische Machtverschiebung in Eurasien. Deutschland und die EU müssen darauf reagieren.

Finanzinstitutionen

  • Die Alternative

    China gründet eine Entwicklungsbank und viele westliche Länder machen mit

    von Rolf J. Langhammer | Volksrepublik China, Wirtschaft & Finanzen

    Die Alternative

    Die in Peking ansässige Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) soll ein Gegenmodell zu den von alten Industriestaaten beherrschten Finanzinstitutionen wie der Weltbank sein. Nur wenn sie sich internationalen Standards unterwirft, vom Fonds zur Bank avanciert und Korruption verhindert, kann sie von Nutzen sein.

Afghanistan

  • Hoffnungsträger Peking

    Erstmals übernimmt China als Vermittler eine aktive Rolle in Afghanistan

    von Andrew Small | Volksrepublik China, Internationale Politik/Beziehungen

    Hoffnungsträger Peking

    Die chinesische Führung hat angeboten, in Afghanistan einen „Versöhnungsprozess“ zu organisieren. Peking kann dabei auf seit Langem bestehende Verbindungen zu den afghanischen Taliban und sein Sonderverhältnis zu Pakistan bauen. Aber kann China erreichen, was anderen Mächten – allen voran den USA – in der Vergangenheit misslungen ist?

Essay

  • Eingebunden im Westen

    Europäisches Deutschland oder deutsches Europa?

    von Ralf Fücks | Europa, Europäische Union

    Eingebunden im Westen

    Die deutsche Haltung ist ein Schlüssel für den Zusammenhalt in der EU. Das zeigt sich derzeit vor allem an den Reaktionen auf die neoimperiale Politik Russlands sowie auf die europäische Schuldenkrise. Deutschland darf nicht vergessen, mit welcher Unterstützung es nach 1945 wieder auferstehen konnte und was es seiner Westbindung verdankt.

Brief aus ... Havanna

Internationale Presse

Buchkritik

  • Anleitung, die Russen zu verstehen

    Der schwierige Spagat zwischen Glorifizierung und Dämonisierung

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Staat und Gesellschaft

    Die Frage, was Wladimir Putin will und wie ein konstruktiver Umgang mit Moskau möglich ist, beherrscht derzeit auch den Buchmarkt. Ist Russlands Präsident eine Gefahr für den Frieden in Europa oder, im Gegenteil, ein „Glücksfall“ für Russland, den ein böswilliger Westen in die Enge treibt? Und welche Rolle spielen die geschichtlichen Erfahrungen?

  • Chaos im Club

    Wirtschaft unter Druck, Demokratie in Gefahr: Wie ist die EU zu retten?

    von Almut Möller | Europa, Europäische Union

    „Schlacht“, „Scheitern“, „Schicksal“: Wer eine Ahnung davon bekommen möchte, wie tiefgreifend Europas Krise ist, muss nur auf die Titel einiger Bücher aus den vergangenen Monaten schauen. Doch die Risse im Gefüge der EU aufzuzeigen, ist das eine. Was die EU braucht, sind Strategien zu ihrer Stärkung. Welchen Beitrag leisten die Neuerscheinungen dazu?

Schlusspunkt

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

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