Ausgabe Juli/August 2015

Industrie 4.0 Is purchaseable

Industrie 4.0

Connected Cars, eHealth, Machine-to-Machine, Fabrik 4.0: Die digitale Revolution ist in vollem Gange, und sie wird bestehende Geschäftsmodelle nachhaltig verändern. Verliert die EU den Anschluss? Nur eine Europäisierung der digitalen Politik bietet die Gewähr dafür, dass wir wieder wettbewerbsfähig mit den USA oder Südkorea werden.

Industrie 4.0

  • Ein Kampf ums Überleben

    Europa ist im digitalen Zeitalter nicht mehr wettbewerbsfähig

    von Andreas Rinke | Deutschland, Informationstechnologie

    Ein Kampf ums Überleben

    Deutschland und Europa drohen im weltweiten Hochtechnologierennen der Digitalisierung hinter die Supermächte USA und China zurückzufallen; manche Pessimisten halten den Wettbewerb angesichts des enormen Tempos der Entwicklung schon heute fast für verloren. Sechs Gründe, warum wir die Digitalisierung verschlafen haben.

  • Von 0:4 zu 4.0

    Wenn Europa mit Amerika mithalten will, braucht es eine digitale Strategie

    von Günther Oettinger | Deutschland, Informationstechnologie

    Von 0:4 zu 4.0

    Nehmen wir einmal an, der Wirtschaftsvergleich zwischen den USA und der EU wäre ein Fußballspiel. Wie stünde es derzeit? Die schlechte Nachricht: nicht gut. Die gute Nachricht: Das Spiel ist noch nicht vorbei. Doch wenn Europa so weitermacht wie bisher, wird es international nicht mehr konkurrenzfähig sein. Das gilt vor allem für die Industrie 4.0.

  • Europäische Standards setzen

    Denn mehr Datensicherheit ist auch ein klarer Wettbewerbsvorteil

    von Timotheus Höttges | Deutschland, Informationstechnologie

    Die USA haben die erste Halbzeit des globalen Internetwettbewerbs klar gewonnen. Wir müssen in Deutschland und Europa jetzt entscheiden, ob wir auch die zweite Halbzeit anderen Überlassen wollen – oder ob wir die richtigen Weichen stellen, um aufzuholen. Dazu müssen vor allem die bestehenden Asymmetrien beim Datenschutz abgebaut werden.

  • Wir brauchen mehr „Think Big“

    Und dabei kann man allemal von den USA lernen

    von Joe Kaeser | Deutschland, Informationstechnologie

    Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend, die klassischen Abgrenzungen von „virtueller“ und „realer“ Welt gelten nicht mehr. Das bietet viele Chancen, die derzeit vor allem in den USA genutzt werden. Deutsche Firmen können hier viel lernen, vor allem von den Unternehmen im Silicon Valley.

Auf der Flucht

  • „Ich begrüße eine Quotenregelung“

    Die EU darf sich nicht abschotten, sondern muss Fluchtursachen bekämpfen

    von Gerd Müller | Deutschland, Migration

    „Ich begrüße eine Quotenregelung“

    Mit der aktuellen Flüchtlingskrise steht Europa vor einer Herausforderung epochaler Tragweite und muss sich als „Wertegemeinschaft“ beweisen. Alle 28 Länder sollten sich jetzt solidarisch einbringen, um Menschenleben zu retten, Schlepper zu bekämpfen und Fluchtursachen abzubauen. Deutschland hat dazu Vorschläge und Sonderinitiativen eingebracht.

  • Überzeugende Antworten finden

    Europa kann die Flüchtlingskatastrophe nur gemeinsam bewältigen

    von Steffen Angenendt | Europa, Migration

    Überzeugende Antworten finden

    Die Zahl derer, die ihr Leben riskieren, um nach Europa zu gelangen, steigt weiter – vor allem, weil es zu wenig legale Zuwanderungswege gibt. Lösungen müssen an der Unterscheidung von Flüchtlingen und Migranten ansetzen. Ziele sind eine faire Verantwortungsteilung beim Flüchtlingsschutz sowie eine schnellere Integration dieser Menschen.

  • „Nur im Unglück finden wir zusammen“

    Weckruf zur rechten Zeit? Europas Krisenmanagement im Flüchtlingsdrama

    von Paolo Magri | Europa, Migration

    „Nur im Unglück finden wir zusammen“

    Nachdem im Oktober 2013 über 300 Flüchtlinge vor Lampedusa ertranken, begann Italien die Rettungsaktion „Mare Nostrum“. In Brüssel blieb man weitgehend untätig – bis zur Flüchtlingskatastrophe vor der libyschen Küste im April 2015. Was muss die EU jetzt tun, was kann Italiens Rolle sein? Interview mit dem italienischen Politikwissenschaftler Paolo Magri.

Gegen den Strich

  • Papst Franziskus

    Fünf Thesen auf dem Prüfstand

    von Otto Kallscheuer | Vatikan, Religion

    Papst Franziskus

    Seit mehr als 50 Jahren hat kein Papst so radikale Veränderungen angestoßen wie der Argentinier Jorge Bergoglio. Wird jetzt alles anders im Vatikan? Manches gewiss. Doch gerade da, wo viele Beobachter Neues von Franziskus erwarten, wird der Papst die Erwartungen enttäuschen müssen. Und das hat viel mit seiner Wende zum globalen Süden zu tun.

NSA-Affäre

  • Können wir die Wahrheit vertragen?

    Mehr Ehrlichkeit bei der Geheimdienstpolitik täte Berlin und Washington gut

    von Jackson Janes | Deutschland, Informationstechnologie

    Können wir die Wahrheit vertragen?

    Erst mit den Enthüllungen von Edward Snowden begann die Debatte um Sicherheit auf der einen und den Schutz der Privatsphäre auf der anderen Seite. Seitdem gilt im Grunde Jack Nicholsons Wort aus dem Film „Eine Frage der Ehre“: „Sie können doch die Wahrheit gar nicht vertragen!“ Vor allem in Deutschland handeln viele Politiker opportunistisch.

Ukraine

  • Wackliges Wachstum

    Ohne entschlossene Hilfe aus Brüssel kommt Kiew nicht aus der Krise

    von Anders Aslund | Ukraine, Wirtschaft & Finanzen

    Wackliges Wachstum

    Krieg im Osten, finanzielle Kernschmelze, korrupte Richter: Obwohl im Zuge der Reformen deutlich mehr erreicht wurde, als man im Westen glaubt, bleibt die wirtschaftliche Situation in der Ukraine dramatisch. Europa muss vor allem finanziell weit mehr tun, um Kiew auf Reformkurs zu halten. Denn der Widerstand im Land wächst.

  • Investitionen schützen

    Wie man den ukrainischen Staat und seine Wirtschaft retten kann

    von Andreas Umland | Ukraine, Wirtschaft & Finanzen

    Investitionen schützen

    Die westliche Fixierung auf die Regierungsqualität und weniger die Überlebenschancen des ukrainischen Staates ist überholt. Jetzt muss vor allem das durch den Krieg vergiftete Geschäftsklima verbessert werden. Was in der Ost- und Südukraine gebraucht wird, sind Garantien des Westens zur Sicherung in- und ausländischer Investitionen.

Moderne Kriege

  • Realismus und Bescheidenheit

    Ein Vergleich mit dem Dreißigjährigen Krieg ist auch heute noch lehrreich

    von Tobias, von Gienanth | Weltweit, Konflikte und Strategien

    Realismus und Bescheidenheit

    Was kann die moderne, post-westfälische Welt von der prä-westfälischen lernen? Bei der Katastrophe des 17. Jahrhunderts wie in den aktuellen Konflikten des Nahen Ostens haben sich lokale Krisenherde zu Flächenbränden ausgeweitet. Die hohe Zahl der Beteiligten verhindert schnelle Lösungen, die nur am Verhandlungstisch gefunden werden können.

Afghanistan

  • Falsche Beschützer

    Die Aufrüstung der Afghan Local Police wäre ein tragischer Fehler

    von Graeme Smith | Afghanistan, Staatsaufbau

    Sie stehen auf der Gehaltsliste der USA und tragen das Wort Polizei in ihrem Namen. Aber eigentlich sind es Regierungsmilizen, die oftmals ihre Macht missbrauchen und der Bevölkerung nur wenig Sicherheit bieten, anstatt gegen die Taliban zu kämpfen. Was also soll geschehen mit der Afghan Local Police, bis die Mittel 2018 auslaufen?

  • Lehren aus Afghanistan

    Der Krieg am Hindukusch hat die westliche Sicherheitspolitik verändert

    von Markus Kaim, Guillaume de Rouge, Ben Barry, Peter Viggo Jakobsen, Steve Saideman | Afghanistan, Krieg/Kriegführung

    Ist „Nie Wieder!“ die wichtigste Lektion, die westliche Nationen aus dem Einsatz in Afghanistan gelernt haben? Wie durchgängig ist die „Interventionsmüdigkeit“, welche Folgen hätte sie für die NATO und die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU? Einschätzungen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark und Kanada.

Energiesicherheit

  • Marktorientiert, sicher, nachhaltig

    Die G7 kann und sollte aktiv zu einer globalen Energieordnung beitragen

    von Andreas Goldthau, Kirsten Westphal | Westliche Welt, Klima- und Energiepolitik

    Von gestern und ohnehin nicht besonders durchsetzungsfähig? Von wegen. Als Club der reichsten Industrieländer ist die G7 durchaus in der Lage, eine Energieordnung voranzubringen, die dem Marktmodell gegenüber dem staatszentrierten Modell den Vorzug gibt. Das sorgt für Nachhaltigkeit, Sicherheit und ist geostrategisch klug.

Essay

  • Geschichte ist Ereignis

    Deshalb ist es so schwer, das Richtige aus ihr zu lernen

    von Thomas Schmid | Deutschland, Geschichte

    Geschichte ist Ereignis

    Die Deutschen lieben ihre Gedenkkultur. Aber macht sie überhaupt Sinn? Oder ist sie nur eine bequeme Möglichkeit, sich gegen Bekanntes zu wappnen? Vielleicht lernt man am ehesten aus der Geschichte, wenn man sich der Kontingenz und der Widerrufbarkeit von allem und jedem stets bewusst bleibt. Die aktuelle Weltlage bietet dazu Anlass genug.

Brief aus ... Istanbul

Internationale Presse USA

Buchkritik

  • Der unheimliche Aufstieg des IS

    Warum die dschihadistische Terrormiliz so mächtig werden konnte

    von Jan Kuhlmann | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Terrorismus

    Ist die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unaufhaltbar? In Syrien kontrollieren die Dschihadisten mittlerweile mehr als die Hälfte der Landesfläche. Auch im benachbarten Irak beherrschen sie riesige Gebiete. Gleich mehrere Bücher beschäftigen sich mit den Extremisten, den Ursachen ihrer Entstehung und ihres Erstarkens.

  • Pazifisch planen

    Wie wir von der multipolaren Weltordnung profitieren können

    von Thomas Speckmann | Europa, Globale Fragen

    Dass die neue globale Architektur nicht allein westlich dominiert sein wird, ist weltgeschichtlich nichts Neues. Sie mag sogar noch unorganisierter werden als die gegenwärtige. Wenn Europa aber klug ist, wird es seinen Nutzen aus der neuen Ordnung ziehen können. Vier Neuerscheinungen zeigen, wie.

  • Trittbrettfahrer des globalen Hilfskonvois

    Warum die internationalen Missionen oft mehr Schaden anrichten als Nutzen

    von Paul Hockenos | Weltweit, Humanitäre Intervention

    Nach dem Kalten Krieg schossen internationale Hilfsmissionen wie Pilze aus dem Boden. Seither ist viel Kluges über Strategien und Mandate dieser Missionen geschrieben worden. Doch was ist mit denen, die sie vor Ort umsetzen müssen? Was treibt sie an? Und wie gehen sie mit dem Leid um, das bleibt, wenn sie entweder weiterziehen – oder kapitulieren?

Schlusspunkt

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