Ausgabe September/Oktober 2016

Die Anti-Internationale Is purchaseable

Die Anti-Internationale

Der Aufstieg von Donald Trump, die Höhenflüge europäischer Populisten, das Brexit-Votum: Sie sind Symptome einer neuen globalen Frontstellung – zwischen Verfechtern einer offenen, integrierten Welt und denjenigen, die das Heil wieder im Nationalismus suchen.

IP-Forsa-Frage

Die Anti-Internationale

  • Geister der Vergangenheit

    Die drohende Rückkehr des nationalstaatlichen Egoismus ist abwendbar

    von Robin Niblett | Weltweit, Politische Kultur

    Geister der Vergangenheit

    Das Wirtschaftswachstum stockt, der Nationalismus blüht, Populisten versprechen, die Globalisierung zurückzudrehen: Stehen wir vor einer Wiederkehr des anarchischen Systems von Nationalstaaten und einem Rückfall in die identitätsbasierten Konflikte der Vergangenheit? Fast scheint es so. Doch noch kann die Politik gegensteuern – wenn sie das Richtige tut.

  • Heißer Herbst

    Hillary Clinton, Donald Trump und die Polarisierung der amerikanischen Politik

    von Dominik Mutter, Peter Wittig | Vereinigte Staaten von Amerika, Politisches System

    Heißer Herbst

    Die Konfrontation zwischen der „Establish­ment“-Kandidatin Hillary Clinton und „Außenseiter“ Donald Trump ist ein Novum in der US-Geschichte. Getragen von denjenigen, die sich als Verlierer sehen, setzt der Immobilienmogul auf Abschottung und verabschiedet sich zugleich vom Ideal einer regelbasierten Welt. Ein Traditionsbruch.

  • Protest ohne Prinzipien

    Was Europas Populisten wollen und wie wir damit umgehen sollten

    von Thomas Schmid, Claire Demesmay, Keno Verseck, Richard Fraunberger, Andrea Affaticati | Westeuropa politisch, Politische Kultur

    Protest ohne Prinzipien

    Früher kamen und gingen sie, heute kommen sie und bleiben. Ignorieren lassen sich Europas Politgrobiane nicht mehr. Doch ihre Reaktionen auf das Brexit-Referendum zeigen: Wenn „das Volk“ etwas mag, geben sie die Opposition schnell auf. Höchste Zeit für die EU, ihren Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: indem sie flexibler, liberaler, experimenteller wird.

  • Staat gegen Netz

    Wer kontrolliert die zentralen Zukunftstechnologien des 21. Jahrhunderts?

    von Stefan Heumann | Weltweit, Medien/Information

    Nationalstaat und Globalisierung befinden sich von Natur aus in einem Spannungsverhältnis. Und das Internet steht im Zentrum dieser Spannungen. Drei Konfliktlinien sind dabei besonders interessant: Wer kontrolliert die Informationen, wer behindert den freien Fluss von Daten, und wohin führt die Militarisierung des Cyberraums?

  • Zurück in die Zukunft

    Die Moderne ist der Abschied von allen Gewissheiten. Nur nicht der Freiheit

    von Katharina Lotter | Weltweit, Politische Kultur

    Zurück in die Zukunft

    Europa rennt rückwärts – und bleibt selbst dabei mal ­wieder auf halbem Weg stehen. Dabei wäre es gut, noch ein bisschen weiter bis zu den Ursprüngen der Aufklärung und Moderne zu laufen. Denn dort liegen die wirklich richtigen Ideen für morgen. Ein Plädoyer für mehr Analyse und weniger Bauchgefühl, damit wir unsere Werte bewahren.

Belastungsprobe

  • „Die Türkei ist viel mehr als Erdogan“

    Fragen an den Experten Sinan Ülgen zur Lage nach dem Putschversuch

    von Sinan Ülgen | Türkei, Innere Sicherheit

    „Die Türkei ist viel mehr als Erdogan“

    Angespannter könnte die Beziehung zwischen dem Westen und der Türkei nicht sein: Mangelnde Unterstützung gegen Putschisten wirft Präsident Erdogan dem Westen vor. Dort kritisiert man die Entlassungen mutmaßlicher Anhänger der Gülen-Bewegung. Die Lösung? Der Westen müsste der Türkei den Rücken stärken, damit er auch glaubwürdig Kritik üben kann.

  • Farce, Faustpfand, Fernziel?

    Eine turbulente türkische Innenpolitik stellt den Westen vor die Gretchenfrage

    von Magdalena Kirchner | Türkei, Innere Sicherheit

    Farce, Faustpfand, Fernziel?

    Mit seiner Politik der verbrannten Erde gegenüber der Gülen-Bewegung stellt Erdo­gan die EU vor existenzielle Fragen. Wann wird Einheit um der Einheit willen zur Farce? Auf alle Fälle sollte Brüssel die zarten Anzeichen gesellschaftsübergreifender Versöhnung als Chance nutzen, um sich wieder aktiver in den Transformationsprozess einzuschalten.

  • Nicht aufgeben

    Ein Abbruch des EU-Dialogs mit der Türkei wäre kontraproduktiv

    von Oliver Rolofs | Türkei, Internationale Politik/Beziehungen

    Nicht aufgeben

    Das selbstherrliche Vorgehen von Staatspräsident Erdogan nach dem Putschversuch hat Rufe laut werden lassen, sich von dem Land abzuwenden. Doch wer die Türkei aufgibt, hat die Auseinandersetzung mit Erdogan bereits verloren. Und es gibt gute Gründe, warum auch Ankara an einem Bruch mit Europa nicht gelegen sein kann.

Gegen den Strich

  • Wertepolitik

    Vier Thesen auf dem Prüfstand

    von Eric Gujer | Weltweit, Politische Kultur

    Wertepolitik

    „Rechtsstaatsdialog“, „Modernisierungspartnerschaft“: Diese Worte können nur in Europa ersonnen worden sein. Doch es ist das Vermögen, schönen Worten auch Taten folgen zu lassen, das Verantwortungsethik von Gesinnungsethik unterscheidet. Das gilt für die Außenpolitik der gesamten EU, besonders aber für die des moralischen Weltmeisters.

Europa

  • Von wegen „gute Europäer“

    Auch deutsche Politiker unterminieren das Vertrauen in die EU

    von Andreas Rinke | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Als Sahra Wagenknecht von den „Brüsseler Antidemokraten“ sprach, regte sich parteiübergreifende Kritik. Aber die Fraktions­chefin der Linkspartei ist keineswegs die einzige, die das Vertrauen in EU-Institutionen untergräbt. Gerade Politiker, die sich gerne als Vorreiter europäischer Integration sehen, leisten einen Beitrag zum Ansehensverlust der EU.

Weißbuch

  • Meilenstein, kein Endpunkt

    Das Weißbuch als strategische Weichenstellung für deutsche Sicherheitspolitik

    von Carsten Breuer, Christoph Schwarz | Deutschland, Sicherheitspolitik

    Münchner Konsens 2014 – Führung aus der Mitte 2015 – Weißbuch 2016: Die deutsche Sicherheitspolitik hat in nur drei Jahren ihre Bereitschaft zu verantwortlichem Gestalten erklärt, ihr Führungsverständnis formuliert und beides als Ausgangspunkt für ein neues Weißbuch genutzt. Doch die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Deutsche Außenpolitik

  • Hin zu offenen Formaten

    Wie viel Mitbestimmung verträgt die deutsche Außenpolitik?

    von Annkatrin Kaiser, Verena Ringler | Deutschland, Deutsche Außenpolitik

    Nach einem Jahr und sechs Open Situation Rooms in ganz Deutschland wird erkennbar, wie viel Potenzial im Austausch zwischen Außenpolitik und Zivilgesellschaft steckt. Worauf kommt es bei der Bürgerbeteiligung an? Und welche Grenzen haben partizipative Formate trotz allem, gerade in der Außenpolitik?

  • Nachbarn in Not

    Wie wir dem Maghreb helfen können – und müssen

    von Roderich Kiesewetter, Julian Ostendorf | Deutschland, Bilaterale Beziehungen

    Nachbarn in Not

    Terror, Menschenschmuggel, Verbreitung von Kleinwaffen: Die Liste der Probleme, die Europa gemeinsam mit Nordafrika lösen muss, ist lang – höchste Zeit also für materielle und logistische Unterstützung. Für ein glaubwürdiges Angebot der Partnerschaft müssen diese Kräfte in einer Regionalstrategie gebündelt werden.

Australien

  • Auf Tauchstation

    Deutschlands Scheitern im australischen U-Boot-Poker wirft Grundsatzfragen auf

    von Joachim Weber | Australien, Rüstung

    Auf Tauchstation

    Es ging nicht nur um ein Projekt von sagenhaften 35 Milliarden Euro, sondern auch um die Frage, ob Deutschland langfristig ein berechenbarer strategischer Partner ist. Doch wieder einmal hat Frankreich mit seiner engen Verzahnung zwischen Rüstungsindustrie und Staat den Zuschlag bekommen. Welche Lehren sollte Deutschland daraus ziehen?

  • Stürmische Zeiten

    In Australien steht ein schwacher Premier vor schwierigen Aufgaben

    von Heribert Dieter | Australien, Internationale Politik/Beziehungen

    Stürmische Zeiten

    Wirtschaftliche Innovationen, verbesserte Infrastruktur, ein außenpolitischer Balanceakt zwischen China und den USA sowie belastete Beziehungen zu Deutschland und Japan sind zentrale Aufgaben für die neue Regierung in Canberra. Doch Premier Turnbull hat nur wenig Handlungsspielraum, weil er Rücksicht auf seine Partei nehmen muss.

Südamerika

  • Das peruanische Wunder

    Fortschritt im Schneckentempo und ohne ideologisches Tremolo

    von Marko Martin | Peru, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Das peruanische Wunder

    In weiten Teilen Lateinamerikas findet eine geräuschlose Transformation statt, die aber nicht mit einer Niederlage linker Utopien oder dem Sieg des neoliberalen Konservatismus zu erklären ist. Vielmehr haben die Menschen politische Experimente satt und verlangen nach Stabilität. Wie in Peru, wo sie das Erreichte auf jeden Fall bewahren wollen.

Reportage

  • Die Akte Assad

    Auf der Suche nach Beweisen für die Verbrechen des syrischen Regimes

    von Ben Taub | Syrien, Kriegsverbrechen

    Die Akte Assad

    Massenmord, Hinrichtungen, Folter: Die Liste der Vorwürfe gegen Baschar al-Assad ist lang. Sollte der syrische Präsident sich dafür je vor Gericht verantworten müssen, ist der Nachweis einer Anordnung und Billigung der Taten „von oben“ gefordert. Doch wie sichert man Belastungsmaterial, solange die Täter an den Schalthebeln der Macht sitzen? Eine Reportage.

Brief aus ... Neu-Delhi

Internationale Presse

Buchkritik

  • Putin als Wille und Vorstellung

    Vier neue Bücher nähern sich dem widersprüchlichen Herrn im Kreml

    von Stefan Meister | Russische Föderation, Politische Kultur

    Die Welle der Russland-Bücher reißt nicht ab, die Faszination der Figur Wladimir Putin ist ungebrochen. Im Vordergrund steht die Frage, was der russische Präsident eigentlich will, in der Ukraine, in Syrien und anderswo: ein neues Imperium schaffen, die Rolle als Regionalmacht festigen oder doch einfach nur an der Macht bleiben?

  • Das Ende des Journalismus

    … und wie es vielleicht noch zu verhindern wäre: Vier Vorschläge

    von Lenz Jacobsen | Weltweit, Medien/Information

    Wenn Ideale in Gefahr sind, lässt sich das oft am besten daran erkennen, dass sie lautstark verteidigt werden. Gleich mehrere neue Bücher beschwören die Rolle der Medien für eine aufgeklärte Gesellschaft, und sie alle belegen damit vor allem die Nervosität, mit der längst nicht mehr nur die Branche selbst auf die Schwäche des Journalismus schaut.

Schlusspunkt

Aktuelle Ausgabe

IP Wirtschaft

 

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