Öl-Junkie Amerika

Was die Abhängigkeit vom Erdöl für die USA politisch bedeutet

1. February 2006 - 0:00 | von Michael T. Klare

Internationale Politik 2, Februar 2006, S. 32 - 42

Kategorie: Rohstoffe & Energie, Sicherheitspolitik, Konflikte und Strategien, Nicht-erneuerbare Energien, Vereinigte Staaten von Amerika, Nordamerika, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika

Schon zu Beginn seiner Amtszeit war es George W. Bush bewusst, dass die USA sich in einer Energiekrise befinden. Folgerichtig setzte er die Politik seines Vorgängers Clinton fort, den amerikanischen Zugriff auf ausländische Energiequellen zu sichern, vor allem im Nahen Osten, am Kaspischen Meer, in Westafrika und Südamerika. Zunehmend vermischen sich dabei amerikanische Außen-, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik.

Die USA verbrauchen etwa ein Drittel der weltweiten Energievorräte. So viel Energie bereitzustellen, erweist sich als eine fast unerfüllbare Aufgabe. Als George W. Bush seine Amtsgeschäfte aufnahm, litten der Osten und Mittlere Westen unter Engpässen bei der Öl- und Gasversorgung und Kalifornien sogar unter zeitweiligen Stromausfällen. Im August 2003 waren weite Teile des Nordostens und des Mittleren Westens von anhaltenden Stromausfällen betroffen, und im vergangenen Spätsommer legten die Hurrikans Katrina und Rita die Öl- und Gasproduktion an der amerikanischen Golfküste lahm. Bereits 2001 hatte Bush eine Energiekrise in Amerika konstatiert. Das lenkte seine gesamte Aufmerksamkeit auf die Erschließung weiterer Energiequellen.1

Die Krise betrifft zwar sämtliche Energieformen, hauptsächlich aber Erdöl, da dies die Hauptenergiequelle der USA ist. Mehr als jedes andere Industrieland hängen die USA von enormen und weiter steigenden Öllieferungen ab. Jeder Engpass ist daher ein Grund zur Sorge für amerikanische Politiker. Die periodisch auftretenden Engpässe der vergangenen Jahre (und die hohen Preise, die sie zur Folge hatten) bedeuteten erhebliche Probleme für Schlüsselindustrien wie Autoindustrie, Luftfahrt, Transportsektor, Petrochemie, Tourismus, Landwirtschaft und die Versorgung der Vorstädte. Jede Unterbrechung der globalen Ölversorgung stellt außerdem eine erhebliche Bedrohung für die nationale Sicherheit dar, weil auch die Militärmaschinerie vom Erdöl abhängt.

Die USA verbrauchen heute ungefähr 20 Millionen Barrel Öl pro Tag. Laut US-Energieministerium werden im Jahr 2025 27 Millionen Barrel pro Tag benötigt.2 Genügend Öl bereitzustellen ist das vordringlichste Ziel der alteingesessenen privaten Ölfirmen, deren größte, wie Exxon Mobil und Chevron, zu den profitabelsten Unternehmen der Welt gehören. In den letzten Jahren avancierte „Energiesicherheit“ für die US-Administration zum wichtigsten Thema neben „nationaler Sicherheit“.

Das benötigte Erdöl bereitzustellen ist weder für private Unternehmen noch für die Regierung eine leichte Aufgabe. Einen Großteil ihres täglichen Bedarfs konnten die USA im Unterschied zu den meisten anderen großen Industrieländern im 20. Jahrhundert aus einheimischen Quellen decken. Doch der Gesamtertrag aller einheimischen Quellen erreichte seinen Scheitelpunkt bereits 1971; seitdem geht die amerikanische Erdölproduktion stetig zurück. Amerikanische Energiefirmen entwickelten neue Bohrtechniken, um aus alten Ölfeldern noch etwas herauszuholen und weit abgelegene Offshore-Ölfelder erschließen zu können. Gleichzeitig schlossen sie Verträge mit ausländischen Produzenten ab und suchen weltweit nach immer neuen Quellen.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stießen beide Strategien auf eine Reihe von Hindernissen. Im Inland waren die älteren Ölfelder einfach ausgelaugt, es gab Proteste gegen die Zerstörung von Naturschutzgebieten, und Bohranlagen weitab der Küste zu errichten, erwies sich als schwierig. Aber die größten Probleme entstanden auf internationaler Ebene: Korruption und Instabilität in bestimmten Schlüsselregionen, Widerstand gegen ausländische Investoren in Entwicklungsländern mit verstaatlichter Ölindustrie sowie verschärfter Wettbewerb um Energieressourcen mit China und anderen Schwellenländern.

1998 mussten 50 Prozent des amerikanischen Ölbedarfs durch Importe gedeckt werden; damit war eine Schwelle überschritten. Sämtliche Hochrechnungen des Energieministeriums wiesen auf eine weiter steigende Importabhängigkeit hin. Ferner verschob sich der Schwerpunkt der globalen Ölproduktion unaufhaltsam von Norden (USA, Kanada, Europa, die westlichen Ausläufer der ehemaligen Sowjetunion) in Richtung Süden (Naher Osten, Afrika, Lateinamerika, die östlichen Ausläufer der ehemaligen Sowjetunion), also in instabile Regionen. Zur großen Sorge amerikanischer Regierungen verhielten sich viele dieser aufstrebenden Produzentenländer den USA gegenüber offen feindlich oder unterstützen sogar antiamerikanische Terrororganisationen.

Der Bush-Cheney-Plan

Anfang 2001 gründete George W. Bush die National Energy Policy Development Group (NEPDG) unter dem Vorsitz von Vizepräsident Dick Cheney. Als ehemaliger Geschäftsführer der Ölförderfirma Halliburton verfügt Cheney über beste Beziehungen zu den großen Ölfirmen.

Als die NEPDG ihre Arbeit aufnahm, zeigte sich bald, dass die USA sich zwischen zwei sehr verschiedenen Wegen der Energiegewinnung zu entscheiden hatten: Sie konnten weiterhin immer mehr Öl verbrauchen und sich damit in immer größere Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern bringen. Oder den Erdölverbrauch schrittweise verringern und intensiv erneuerbare Energien fördern. Experten war schon lange klar, dass irgendwann eine Entscheidung zwischen diesen beiden Möglichkeiten getroffen werden musste. Aber erst mit der Gründung der NEPDG wurden diese Optionen auf höchster Ebene diskutiert.

Anfang Mai (und nach heftigen Diskussionen über diese Frage) legten die Mitglieder der NEPDG ihren Bericht vor, der nach sorgfältiger Überprüfung durch das Weiße Haus am 17. Mai 2001 veröffentlicht wurde. Das als „Cheney Report“ bekannte Papier zur „National Energy Policy“ (NEP) vermittelte auf den ersten Blick den Eindruck, als wolle sich die Regierung dem Umweltschutz und verbesserter Energieeffizienz zuwenden, statt den Ölverbrauch zu steigern. Bush erklärte, die NEP fördere „die Entwicklung energiesparender Technologie“.3Aber nur kleine Abschnitte des Gesamttexts befassen sich mit Umweltschutz. Eine genauere Lektüre zeigt, dass der Report vielmehr empfiehlt, die einheimische Ölproduktion auszudehnen (durch die Ausbeutung bisher unangezapfter Vorkommen in Offshore-Feldern und Naturschutzgebieten, etwa in Alaska) und immer größere Mengen Erdöl aus dem Ausland zu beschaffen.4

Erst das achte und letzte Kapitel des Cheney-Reports – „Strengthening Global Alliances“ – offenbart den eigentlichen Kern der Energiepolitik der Bush-Regierung. Das Kapitel beginnt mit den Worten: „Die Energiesicherheit der Vereinigten Staaten beruht auf ausreichender Energiezufuhr für das Wirtschaftswachstum der USA und der Welt.“ Der Bericht mahnt an, „die Energiesicherheit zu einer Priorität unserer Handels- und Außenpolitik zu machen.“5

Der Cheney-Report lässt sich nicht darüber aus, wie viel Erdöl genau die USA importieren müssen. Berechnungen des US-Energieministeriums von 2005 zufolge müssen es aber kolossale Mengen sein: Für das Jahr 2010 wird der amerikanische Ölbedarf mit etwa 22,5 Millionen Barrel pro Tag beziffert, für 2020 mit 25,8 Millionen Barrel. Die einheimische Ölproduktion wird diesen Vorhersagen zufolge etwa gleich bleiben (bei 9,5 bis 9,9 Millionen Barrel pro Tag), so dass die USA 2010 12,6 Millionen und 2020 16,3 Millionen Barrel pro Tag importieren müssen. Zum Vergleich: 12,6 Millionen Barrel pro Tag verbrauchen Afrika, der Nahe Osten und Lateinamerika heute gemeinsam; Westeuropa und Russland verbrauchen derzeit zusammen 16,3 Millionen Barrel pro Tag.6

Aus dem Cheney-Report wird deutlich, dass die amerikanischen Entscheidungsträger sich bei der Erdölversorgung nicht allein auf die Marktkräfte verlassen. Der Zugriff auf ausländische Ölquellen wird sich zu einem zentralen Bereich der amerikanischen Außenpolitik entwickeln. Das bedeutet, die Regierungen der Ölförderländer dazu zu überreden, ihren Erdölausstoß zu steigern, ihre Exporte in die USA zu erhöhen und ihre Energieindustrien für die Einflussnahme und die Investitionen amerikanischer Firmen zu öffnen. Um diese Regierungen bei Laune zu halten, werden die USA sie überdies mit modernen Waffen und militärischer Ausbildung versorgen oder sich für die Zahlung von Hilfsgeldern einsetzen.

Der Bush-Cheney-Plan hat allerdings auch militärische Implikationen. Denn die meisten jener Länder, die die USA in der Zukunft mit Erdöl versorgen werden, sind entweder in Konflikte verwickelt oder amerikafeindlich. Die Bemühungen der US-Regierung um ausländisches Öl werden daher fast immer Unordnung hervorrufen oder sogar auf gewaltsamen Widerstand in den betreffenden Regionen stoßen. Auch wenn militärische Gewalt nur als letztes Mittel betrachtet wird, glauben amerikanische Politiker schon seit langem, dass sie bisweilen unvermeidlich ist, um den Zufluss lebenswichtiger Energieversorgung sicherzustellen. Genau zu diesem Schluss kam George H. W. Bush im August 1990, als er amerikanische Truppen an den Persischen Golf schickte, um die saudischen Ölfelder vor einem möglichen Angriff durch irakische Truppen zu schützen, die gerade Kuwait besetzt hatten.7

Der Persische Golf

Der Persische Golf ist das weltweit größte Erdölreservoir. Laut British Petroleum (BP) verfügen die größten Ölproduzenten am Golf zusammen über etwa 728 Milliarden Barrel Erdöl – zwei Drittel der bekannten weltweiten Reserven. Etwa 30 Prozent der weltweiten Erdölproduktion stammen aus den Golf-Staaten.8 Die meisten Analysten nehmen an, dass der Anteil der GolfStaaten an der weltweiten Ölproduktion in den kommenden Jahren noch steigt, da die Produktion in anderen Weltgegenden unaufhaltsam abnimmt.9

Obwohl die USA derzeit nur ein Viertel ihres importierten Erdöls aus der Golf-Region beziehen, hat Washington ein großes strategisches Interesse an der dortigen Produktion, weil seine Hauptverbündeten, Japan und Westeuropa, stark von Importen aus dieser Region abhängen – und weil das hohe Exportvolumen der Golf-Staaten die Weltmarktpreise für Öl relativ niedrig hält.

Natürlich spielen die Vereinigten Staaten schon seit geraumer Zeit eine Rolle am Persischen Golf. Während des Zweiten Weltkriegs traf sich Franklin D. Roosevelt mit Abdul-Aziz Ibn Saud, dem Begründer des Königreichs Saudi-Arabien, um mit ihm ein Abkommen zu schließen, in dem sich die USA verpflichteten, die Herrscherfamilie gegen innere und äußere Feinde zu schützen, und im Gegenzug privilegierten Zugang zum saudischen Öl erhielten. Sicherheitsgarantien – und damit verbunden die Lieferung von Waffen oder Stationierung von Truppen – gaben die USA später auch Persien unter dem Schah, Kuwait, Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Trotz einiger freimütiger Aussagen Dick Cheneys hat das Weiße Haus stets bestritten, dass der Angriff auf den Irak irgendetwas mit Öl zu tun habe. Allerdings verfügt der Irak laut Bericht des US-Energieministeriums von 2002 über Reserven von 112,5 Milliarden Barrel Öl, mehr als jedes andere Land außer Saudi-Arabien. Weitere 220 Milliarden Barrel werden in bislang unentdeckten Feldern vermutet.10 So lange Saddam Hussein an der Macht war und die UN-Sanktionen galten, mussten diese Vorkommen unangezapft bleiben. Doch nach dessen Sturz konnten amerikanische Firmen ins Land, um diese Felder zu erschließen – was der heutige stellvertretende Premierminister Achmed Chalabi vor dem Krieg den Vertretern von US-Ölfirmen in mehreren Gesprächen in Aussicht gestellt hatte.11

Derzeit sind die Ausweitung der irakischen Ölproduktion und die Beteiligung ausländischer Firmen nur eine theoretische Möglichkeit, angesichts von Chaos und Gewalt, die das Land heimsuchen. Aufgrund ständiger Angriffe und Sabotageakte funktioniert die irakische Ölinfrastruktur kaum noch; der tägliche Erdölausstoß fiel unter das Vorkriegsniveau auf etwa 1,8 Millionen Barrel pro Tag – weit entfernt von den drei bis fünf Millionen Barrel pro Tag, die das Energieministerium und exilierte irakische Ölfunktionäre vorhergesagt hatten. Um die Verluste so gering wie möglich zu halten und die Produktion sogar wieder zu steigern, pumpte das US-Verteidigungsministerium Milliarden in die Sicherheit der Ölinfrastruktur und stationierte Truppen entlang gefährdeter Pipelinerouten – ohne großen Erfolg. Angesichts der derzeitigen Sicherheitslage wollen sich größere Ölfirmen nicht im Irak engagieren. Eine spürbare Produktionssteigerung setzt also stabile Verhältnisse voraus.12 Wann und wie endlich Stabilität erzielt werden kann, wird in USA derzeit heftig debattiert. Eines ist allerdings sicher: Die US-Regierung will sich weder vollständig aus dem Irak zurückziehen noch ihren Versuch aufgeben, die irakische Ölproduktion zu steigern.

Genauso wichtig wie der Irak sind Produktionssteigerungen in anderen Ölstaaten, Stabilität in Saudi-Arabien und die Gefährdung der regionalen Stabilität durch den Iran. Besonders akut ist die Notwendigkeit der Produktionssteigerung in Saudi-Arabien. Das Land verfügt über ein Viertel der weltweiten Ölreserven, schätzungsweise 265 Milliarden Barrel, und ist daher das einzige Land, das den wachsenden Bedarf der USA und der restlichen Welt decken könnte (siehe dazu den Beitrag von André Salem, S. 44–49). Laut US-Energieministerium muss sich Saudi-Arabiens Netto-Ausstoß an Erdöl im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts um 77 Prozent erhöhen (von 9,2 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2002 auf 16,3 Millionen im Jahr 2025), um den für diesen Zeitpunkt auf 119 Millionen Barrel pro Tag geschätzten weltweiten Ölbedarf zu decken.13 Die saudischen Kapazitäten um diese 7,1 Millionen Barrel pro Tag (das entspricht der gemeinsamen Produktion von Kuwait, Nigeria und Venezuela) zu erhöhen, wird hunderte Milliarden Dollar kosten und enorme technische und logistische Probleme aufwerfen.14 Der Cheney-Report empfiehlt, Saudi-Arabien dazu zu bewegen, amerikanische Investoren zuzulassen. Jeder Versuch Washingtons jedoch, Druck auf Riad auszuüben, würde auf entschiedenen Widerstand der Königsfamilie stoßen, welche in den siebziger Jahren die Ölfelder verstaatlicht hat, die zuvor in US-Besitz waren, und gegenüber Wünschen aus Amerika nicht allzu beflissen erscheinen möchte.15

Auch hat sich die lang währende Sicherheitspartnerschaft zwischen den beiden Ländern zu einer Ursache für Spannungen in Saudi-Arabien entwickelt. Immer mehr junge Saudis lehnen die USA wegen ihrer engen Verbindung zu Israel und Washingtons vermeintlicher Islamfeindlichkeit ab. Aus diesem antiamerikanischen Milieu rekrutierte Osama Bin Laden zahlreiche Anhänger. Nach dem 11. September griff die saudische Regierung bisweilen hart gegen Islamisten durch, die jedoch weiterhin mit allen Mitteln jede Art von saudischer Kooperation mit Washington unterbinden wollen.

Ein weiterer Risikofaktor am Persischen Golf ist der Iran. Amerikanische Politiker sind nicht bloß über Teherans Nuklearambitionen besorgt, sondern auch über seinen konventionellen Militärapparat, der eine potenzielle Bedrohung für die Ölschifffahrt auf dem Persischen Golf darstellt. Vermutlich stationierte der Iran Bodenraketen an der schmalen Straße von Hormuz, durch die jeden Tag schätzungsweise 14 Millionen Barrel Öl, ein Fünftel der gesamten Weltproduktion, verschifft werden. Das US-Zentralkommando CENTCOM (Central Command) wurde 1983 mit dem Hauptzweck gegründet, diesen lebenswichtigen Wasserweg vor Angriffen zu schützen. Bis heute unterhält CENTCOM deswegen ein großes und schlagkräftiges Militärpotenzial.

Doch trotz aller militärischen Anstrengungen ist die Region heute noch immer nicht stabiler als bei der Gründung des CENTCOM. Die Aufstände im Irak flauen nicht ab, die Opposition gegen die saudische Herrscherfamilie scheint so stark wie immer und der Iran bedroht weiterhin amerikanische Sicherheitsinteressen. Man sollte meinen, diese Sachlage müsste George W. Bush und seine Berater eigentlich veranlassen, eine andere Strategie zur Durchsetzung amerikanischer Interessen am Golf zu entwickeln. Doch wie seine Amtsvorgänger verlässt Bush sich auf den Einsatz militärischer Gewalt.

Das Kaspische Meer

Im Bush-Cheney-Plan werden energische Anstrengungen gefordert, die ausländischen Öllieferanten Amerikas breiter zu diversifizieren. In diesem Zusammenhang schlägt der Cheney-Report vor, Produktion und Export in Gebieten außerhalb der Golf-Region, vor allem am Kaspischen Meer, in Westafrika und in Lateinamerika, zu unterstützen.

Besonders die Länder am Kaspischen Meer – Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Turkmenistan, Tadschikistan, Usbekistan und die angrenzenden Länder Iran und Russland – erregen Washingtons Aufmerksamkeit. In dieser Region befinden sich nachgewiesene Reserven von 17 bis 44 Milliarden Barrel Öl.16Zum ersten Mal versuchten die Vereinigten Staaten unter Präsident Bill Clinton auf die kaspischen Energievorräte zuzugreifen. Sofort nach deren Unabhängigkeit von der Sowjetunion begann Wa-shington eine Kampagne, um deren Ölfelder für westliche Investoren zu öffnen und die Errichtung neuer Exportpipelines zu ermöglichen.

Das Hauptziel der Clinton-Regierung war die Genehmigung neuer Export-routen vom Kaspischen Meer zu den westlichen Märkten. Da die US-Regierung das kaspische Öl nicht durch Russland leiten wollte (um Moskau nicht die Kontrolle über westliche Energiezufuhr zu geben) und durch den Iran nicht leiten konnte (da die amerikanischen Gesetze dies verboten), setzte sich Clinton für den Plan ein, Öl und Gas von Baku in Aserbaidschan über die frühere Sowjetrepublik Georgien ins türkische Ceyhan zu transportieren. Kurz bevor er aus dem Amt schied, unterzeichnete Clinton in der Türkei ein regionales Abkommen für die Errichtung der drei Milliarden Dollar teuren Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline (BTC). Die Bush-Regierung versucht, den Bau der BTC-Pipeline zu beschleunigen und die Beteiligung amerikanischer Firmen an kaspischen Energieprojekten auszuweiten. In Zukunft will die Regierung außerdem eine Pipeline von Kasachstan nach Baku errichten, um so den Energiefluss aus Zentralasien über das BTC-Pipeline-System in den Westen zu ermöglichen.17

Bis zum 11. September 2001 beschränkte sich das amerikanische Engagement im Kaspischen Raum und in Zentralasien hauptsächlich auf ökonomische und diplomatische Bemühungen, gepaart mit einigen Militärhilfeabkommen. Um die Taliban und Al-Qaida in Afghanistan zu bekämpfen, stationierte das Verteidigungsministerium jedoch zehntausende Soldaten in dieser Region und errichtete Militärbasen in Kirgisien und Usbekistan. Aber alles spricht dafür, dass die Vereinigten Staaten eine permanente militärische Präsenz errichten und die militärische Zusammenarbeit mit befreundeten Regimen stärken wollen.

Die Präsenz der amerikanischen Streitkräfte am Kaspischen Becken soll angeblich dem Kampf gegen den Terrorismus dienen. Aus Regierungsdokumenten geht jedoch eindeutig hervor, dass es auch um die Sicherung des Erdöls geht. Bemerkenswert ist in dieser Hinsicht die Entscheidung, amerikanische Militärausbilder in Georgien zu stationieren, um eine Spezialeinheit auszubilden, die irgendwann den georgischen Abschnitt der BTC-Pipeline bewachen soll.18Ähnlich aufschlussreich ist auch der US-Plan, die ehemalige Sowjetbasis in Atyrau in Kasachstan – einem der wichtigsten Ölzentren am Kaspischen Meer – zu renovieren und die Errichtung einer kasachischen schnellen Eingreiftruppe zu finanzieren. Diese Truppe soll es nach Angaben des amerikanischen Außenministeriums „Kasachstan ermöglichen, auf Terrorangriffe gegen Ölplattformen oder seine Grenzen zu reagieren“. Die Anlage in Atyrau wird auch als mögliche Zwischenbasis für amerikanische Truppen in Betracht gezogen, die eines Tages in dieser Gegend stationiert werden könnten, um gemeinsame Operationen mit den kasachischen Streitkräften durchzuführen.19

Offensichtlich stehen einem zunehmenden Erdölexport aus dieser Region noch zahlreiche Hindernisse im Weg. Manche sind rein logistischer Natur: Ohne neue Pipelines können keine größeren Mengen kaspischen Öls in den Westen transportiert werden. Aber es gibt auch politische und juristische Hürden: Die meist autoritären Regime leiden unter Korruption und setzen die Rechts- und Steuerreformen, die Voraussetzung für groß angelegte Investitionen aus dem Westen wären, nur sehr unwillig um.

Westafrika

„Westafrika wird wohl bald eine der am schnellsten wachsenden Öl- und Gasquellen für den amerikanischen Markt sein“, heißt es im Cheney-Report,20 was die Attraktion der Region als Öllieferant für die Bush-Regierung beträchtlich erhöht. Obwohl afrikanische Produzenten 2002 nur 10,8 Prozent der Weltölproduktion lieferten, prognostiziert das Energieministerium, dass ihr Anteil bis 2025 auf 13,4 Prozent anwachsen wird und das weltweite Angebot um 7,8 Millionen Barrel pro Tag steigt.21

Die Regierung richtet ihre Bemühungen vor allem auf zwei Schlüsselstaaten: Nigeria und Angola. Nigeria produziert bereits etwa 2,3 Millionen Barrel pro Tag und soll seine Kapazitäten bis 2025 verdoppeln. Nigeria mangelt es jedoch an den nötigen Finanzmitteln, um diese Expansion selbstständig durchzuführen, und sein schwerfälliges Rechtssystem – zu schweigen von der Korruption – schreckt viele ausländische Firmen von Investitionen ab.22 Der Cheney-Report fordert Außen-, Handels- und Energieminister auf, mit nigerianischen Stellen zusammenzuarbeiten, um „das Klima für amerikanischen Öl- und Gashandel und für Investitionen zu verbessern“. Ein ähnlicher Ansatz bestimmt auch die Haltung der Regierung gegen-über Angola. Mit ausreichenden externen Investitionen, so der Cheney-Report, hätte Angola „das Potenzial, seine Exporte in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln“.23 Aber auch hier verhindern die ausufernde Korruption und ein ungünstiges Rechtsklima dauerhafte Investitionen durch ausländische Firmen.

Ein weiteres Problem sind politische und ethnische Unruhen. Im Frühjahr 2003 kam in Nigeria ein Großteil der Produktion zum Erliegen, als es in der Delta-Region, Hauptstandort des nigerianischen Festlandöls, zum Ausbruch ethnischer Gewalt kam. Ende 2005 kam es zu weiteren Unruhen, ausgelöst durch den Wettbewerb lokaler Stämme um die Zahlungen, die Ölfirmen für Gemeindenentwicklung zur Verfügung stellen.24

Die Vereinigten Staaten dürften dieser Schwierigkeiten durch die Stationierung amerikanischer Truppen kaum Herr werden, da sie damit zweifellos Erinnerungen an den Kolonialismus heraufbeschwören und Proteste im In- und Ausland provozieren würden. Nichtsdestoweniger will Washington seine Militärhilfen für befreundete Regierungen in der Region erhöhen und gemeinsame Militärübungen abhalten. Die amerikanische Unterstützung für Angola und Nigeria stieg in den Jahren 2002 bis 2004 deutlich auf etwa 300 Millionen Dollar an. Außerdem hält das Verteidigungsministerium Ausschau nach Flughäfen und militärischen Anlagen, die amerikanische Truppen provisorisch nutzen können. Mögliche Standorte für derartige Anlagen sind Ghana, Kenia, Mali, Senegal und Uganda.25Gegenüber dem Wall Street Journal gab ein hoher US-Offizier zu, dass „die Hauptaufgabe der amerikanischen Truppen (in Afrika) darin bestehe, die Ölfelder Nigerias, die in Zukunft bis zu 25 Prozent aller amerikanischen Ölimporte ausmachen werden, zu sichern.“26

Lateinamerika

Zu guter Letzt sieht der Cheney-Plan bedeutend höhere Ölimporte aus Lateinamerika vor. Die USA beziehen bereits jetzt einen Großteil ihrer Importe von dort. Venezuela ist nach Kanada und Saudi-Arabien der drittgrößte Ölversorger der USA, Mexiko der viert- und Kolumbien der siebtgrößte. Mit besonderem Nachdruck drängt der Plan auf den Erwerb zusätzlichen Öls aus Mexiko und Venezuela. „Seine Ölreserven, die ungefähr 25 Prozent größer sind als unsere eigenen nachgewiesenen Reserven, machen Mexiko im nächsten Jahrzehnt voraussichtlich zu einer Quelle erhöhter Ölproduktion.“27 Venezuela verfügt über große Reserven an herkömmlichem Öl und über enorme Mengen an so genanntem Schweröl (ein schlammähnliches Material, aus dem man durch einen kostspieligen Raffinierungsprozess herkömmliches Öl herstellen kann).

Doch die amerikanischen Versuche, die mexikanischen und venezolanischen Energievorräte anzuzapfen, werden auf große Schwierigkeiten stoßen: Aufgrund der langen Geschichte ausländischer Ausbeutung unterliegen die Energiereserven dieser Länder der staatlichen Kontrolle, und es existieren hohe rechtliche und konstitutionelle Hürden für ausländische Beteiligungen an der heimischen Ölproduktion. Daher werden sie sich einer größeren amerikanischen Beteiligung an ihren Ölindustrien entgegenstemmen, obwohl sie die wirtschaftlichen Vorteile des zunehmenden Ölexports in die USA natürlich trotzdem genießen wollen. Das gilt besonders für Venezuela, das mit der neuen Verfassung von 1999 Ausländern den Besitz von Ölgesellschaften verbot und unter der Führung von Hugo Chávez weitere Hindernisse für ausländische Investoren errichtete. Nach dem Ende des langen Generalstreiks von 2002 und 2003, der von Gegnern des Präsidenten organisiert worden war, erlangte Chávez die Kontrolle über die staatseigene Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela und entließ Manager, die sich für Geschäfte mit ausländischen Firmen aussprachen.28 Solange Chávez an der Macht bleibt, wird Washington in seinem Streben nach amerikanischen Investitionen in Venezuelas Ölindustrie kaum erfolgreich sein.

Energiefragen spielen auch in der Beziehung der USA zu Kolumbien eine Rolle. Kolumbien gilt in den USA zwar hauptsächlich als Kokain-Anbaugebiet, ist aber auch einer der wichtigsten Öllieferanten. Bemühungen um eine Produktionssteigerung in Kolumbien wurden jedoch bisher durch permanente Guerilla-Anschläge auf Ölanlagen und -pipelines verhindert. Mit der Begründung, sie würden auch Rauschgifthändlern Zuflucht gewähren, helfen die USA dem kolumbianischen Militär und der Polizei, diese Guerillas zu bekämpfen. Zudem leiten amerikanische Militärausbilder mit 2002 vom Kongress bewilligten Fördermitteln von 94 Millionen Dollar (die in den folgenden Jahren erneut bewilligt wurden), ein Trainingsprogramm zur Bekämpfung von Aufständischen für jene kolumbianischen Kräfte, die die Canon-Limón-Pipeline zwischen den inländischen Ölfeldern und den Raffinerien und Exportanlagen an der Karibikküste sichern sollen.29 So werden die USA auf ihrer Suche nach zusätzlichen Energieversorgern vermutlich immer weiter in den kolumbianischen Bürgerkrieg verwickelt werden.

Ein weltweiter Öl-Schutz-Service

Im selben Maße, wie die Abhängigkeit von importiertem Öl zunimmt, dürften die Vereinigten Staaten von Unterbrechungen des weltweiten Energieflusses bedroht sein und sich immer weiter in fremde Ölkonflikte verstricken. Das bedeutet, dass die amerikanischen Truppen immer mehr Zeit und Energie der Verteidigung überseeischer Ölfelder, Pipelines, Raffinerien und Schiffsrouten widmen müssen. Dadurch verwandeln sich die amerikanischen Streitkräfte allmählich in einen weltweiten Öl-Schutz-Service.30

Um sich bewusst zu machen, wie sehr die Energie- und die Sicherheitspolitik der Bush-Regierung tatsächlich zusammenhängen, sollte man genauer betrachten, auf welche Truppen sich die USA stützen, um in Zeiten von Krisen und Konflikten ihren Zugang zu fremden Ölquellen zu sichern. Es handelt sich um Einheiten, die so schnell wie möglich in konfliktträchtige Gegenden gelangen und die Armeen, die ihnen im Wege stehen, zügig überwältigen müssen. Im amerikanischen Militärjargon werden diese Truppen als „power projection forces“ bezeichnet; der Begriff umfasst sowohl die Luft- und Bodentruppen als auch Schiffe und Flugzeuge. Deren Notwendigkeit wird im Quadrennial Defense Review (QDR) des Verteidigungsministeriums vom September 2001 deutlich unterstrichen. Nur wenige Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September erschienen, hebt das QDR natürlich die Dringlichkeit der Terrorbekämpfung hervor, doch der Hauptakzent liegt auf der Entsendung amerikanischen Militärs auf ferne Schlachtfelder.31

Es bestehen also Überschneidungen zwischen dem Kampf gegen Terror und „Schurkenstaaten“ auf der einen Seite und der Verteidigung überseeischer Ölanlagen auf der anderen. Je genauer man amerikanische Militäraktionen in bestimmten Weltregionen betrachtet, umso klarer wird, dass der Krieg gegen den Terrorismus und der Kampf um eine sichere Ölversorgung zu einer Einheit verschmelzen.

Anhänger der Bush-Regierung bringen vor, dass der Einsatz militärischer Truppen zur Verteidigung ausländischer Ölquellen angesichts antiamerikanischer Gewalt notwendig und im Hinblick auf die nationale Sicherheit gerechtfertigt, wenn nicht sogar moralisch geboten ist. Diese Sichtweise deckt sich mit dem klassischen „Realismus“, der besagt, dass jedes Land seine nationalen Interessen verteidigen muss, wenn es nicht durch andere, aggressivere Staaten Nachteile erdulden will. Doch wie so viele Überzeugungen der Realisten hat dieser Ansatz einen entscheidenden Mangel: Wenn die USA in Regionen, in denen antiwestliche Gefühle ohnehin schon virulent sind, ihre Truppen stationieren, provozieren sie noch mehr Gewalt und damit Unterbrechungen der Ölversorgung. Es sieht so aus, als habe Bush die falsche Wegrichtung eingeschlagen, als er Anfang 2001 eine Entscheidung in der Energiepolitik zu fällen hatte. Hätte er sich anders entschieden, wären die Vereinigten Staaten heute weniger abhängig von ausländischem Erdöl und das Risiko, immer wieder in blutige Ölkriege verwickelt zu werden, wäre sehr viel kleiner.


MICHAEL T. KLARE, geb. 1942, ist Professor für Peace and World Security Studies am Hampshire College in Amherst, Massachusetts. Seine letzten Bücher sind „Resource Wars: The new Landscape of Global Conflict“ (2001) und
„Blood and Oil: The Dangers and Consequences of America’s Growing Dependency on Imported Petroleum“ (2004).


 

  • 1. „Remarks by the President While Touring Youth Entertainment Academy,“ Plainfield, N.J., 14. März 2001: www.whitehouse.gov/news/releases/2001/03/20010314-2.html
  • 2. U.S. Department of Energy, Energy Information Administration (DoE/EIA): International Energy Outlook 2005 (Washington, D.C.: DoE/EIA, 2005), Tabelle A4, S. 93.(Im Folgenden DoE/EIA, IEO–2005.)
  • 3. „Remarks by the President to Capital City Partnership“, 17. Mai 2001: http://www.whitehouse.gov/news/releases/2001/05/20010517-2.html
  • 4. Eine detaillierte Analyse des Cheney-Reports findet sich in Michael Klare: Blood and Oil: The Dangers and Consequences of America’s Growing Dependency on Imported Petroleum, New York 2004.
  • 5. National Energy Policy Development Group: National Energy Policy (Washington, D.C.: The White House, Mai 2001), Kap. 8, S. 1–4 (Im Folgenden NEPDG, NEP 2001).
  • 6. DoE/EIA, IEO-2005, Tabelle A4, E1, S. 93, S. 157.
  • 7. „Our country now imports nearly half the oil it consumes and could face a major threat to its economic independence. The sovereign independence of Saudi Arabia is of vital interest to the United States.“ So Bush sen. in einer Rede vom 7. August 1990, The New York Times, 8.8.1990.
  • 8. BP: BP Statistical Review of World Energy, Juni 2005 (London 2005), S. 4, S. 6.
  • 9. Vgl. die Prognosen für den weltweiten Ölausstoß bis 2025 in DoE/EIA, IEO-2005, Tabelle E1, S. 157.
  • 10. U.S. Department of Energy, Energy Information Administration: „Irak,“ kurze Länderanalyse, 28.3.2002, www.eia.doe.gov/cabs/iraq.
  • 11. Vgl. Dan Morgan und David B. Ottaway: In Iraq War Scenario, Oil Is Key, Washington Post, 15.9.2002; und: Don’t Mention the O-Word, The Economist, 14.9.2002, S. 25–27.
  • 12. U.S. Department of Energy, Energy Information Administration: „Irak,“ kurze Länderanalyse, Juni 2005, www.eia.doe.gov/cabs/iraq.html.
  • 13. DoE/EIA, IEO 2005, Tabelle E1, S. 157.
  • 14. Vgl. Jeff Gerth: Forecast of Rising Oil Demand Challenges Tired Saudi Fields, The New York Times, 24.2.2004.
  • 15. Vgl. Michael Scott Doran: The Saudi Paradox, Foreign Affairs, Januar/Februar 2004, S. 35–51; F. Gregory Gause III: Saudi Arabia Challenged, Current History, Januar 2004, S. 21–24.
  • 16. U.S. Department of Energy, Energy Information Administration: „Kaspisches Meer“, kurze Länderanalyse, September 2005, www.eia.doe.gov/emeu/cabs/caspian.html.
  • 17. NEPDG, NEP 2001, Kapitel 8, S. 12–13.
  • 18. Vgl. Chip Cummins: US Plans to Send Military Advisers to Georgia Republic, Wall Street Journal, 27.2.2002.
  • 19. US Department of State: Congressional Budget Justification, Foreign Operations, Fiscal Year 2005, Washington 2005, S. 371. Die Hinweise auf die Atyrau-Basis stammen aus der Ausgabe des Vorjahres, Fiscal Year 2004, S. 348–349.
  • 20. NEPDG, NEP 2001, Kap. 8, S. 11. Vgl. auch: Black Gold, The Economist, 26.10.2002, S. 59–60.
  • 21. DoE/EIA, IEO 2005, Tabelle E1, S. 157.
  • 22. U.S. Department of Energy, Energy Information Administration: „Angola,“ kurze Länderanalyse, Februar 2004, www.eia.doe.gov/emeu/cabs/angola.html.
  • 23. NEPDG, NEP 2001, Kapitel 8, S. 11.
  • 24. Vgl.: Nigerian Troops Move Into Delta to Put Down Ethnic Riots, The New York Times, 20.3.2003. Somini Sengupta: Nigerian Strife, Little Noted, Is Latest Threat to Flow of Oil, The New York Times, 22.3.2003. Lydia Polgree: Blood Flows with Oil in Poor Nigerian Villages, The New York Times, 1.1.2006.
  • 25. Greg Jaffe: In Massive Shift, US Is Planning to Cut Size of Military in Germany, Wall Street Journal, 10. Juni 2003. Eric Schmitt: Pentagon Seeking New Access Pacts for African Bases, The New York Times, 5. Juli 2003.
  • 26. Jaffe (Anm. 25).
  • 27. NEPDG, NEP 2001, Kapitel 8, S. 9.
  • 28. Venezuelan Oilman: Rebel with a New Cause, The New York Times, 9.2.2003.
  • 29. Für Hintergrundinformationen zur kolumbianischen Ölindustrie, siehe U.S. Department of Energy, Energieinformationsverwaltung, „Kolumbien“, kurze Länderanalyse, Juli 2004, www.eia.doe.gov/cabs/colombia.html, 7. Juli 2004.
  • 30. Der Autor verwendet diesen Begriff erstmalig in Klare 2004 (Anm. 4), S. 7. Zu ähnlichen Analysen vgl. Chip Cummins: As Threats of Oil Facilities Rise, US Military Becomes Protector, Wall Street Journal, 30.6.2004.
  • 31. U.S. Department of Defense: Quadrennial Defense Review Report, Washington 2001, S. 4, S. 43.
 
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