Reaktion auf die Gewalt in Syrien

1. May 2012 - 0:00

Internationale Politik 3, Mai/ Juni 2012, S. 4

Kategorie: Security, Arms Control and WMD, Syria, Eastern Arabia/Israel, Lösung in Sicht

Auf die Gewalt in Syrien sollte man am besten reagieren mit einer …

A militärischen Intervention unter deutscher Beteiligung 12 %
B militärischen Intervention ohne deutsche Beteiligung 16 %
C Unterstützung der Oppositionsgruppen durch Waffen und Geld 13 %
D Ausweitung der humanitären Hilfe 73 %

Eine deutliche Mehrheit von 73 Prozent der Befragten ist der Ansicht, dass man der Gewalt in Syrien mit einer Ausweitung der humanitären Hilfe begegnen solle. Diese Option erfährt parteiübergreifend großen Rückhalt, wobei sich vor allem die Anhänger von SPD und Grünen dafür aussprechen. Die anderen drei Auswahlmöglichkeiten finden hingegen durchweg nur wenig Zuspruch. Insbesondere die Bürger aus Ostdeutschland begegnen einem Militäreinsatz unter deutscher Beteiligung mit Skepsis. Für einen solchen stimmen dort lediglich 4 Prozent, während es in Westdeutschland mit 13 Prozent mehr als dreimal so viele sind. Überdurchschnittlich hoch ist mit 16 Prozent auch die Zustimmung der Anhänger der Piraten zu einer Militärintervention unter deutscher Beteiligung.
Dagegen befürworten lediglich 8 Prozent der Frauen eine Intervention unter der Beteiligung Deutschlands, während mehr als doppelt so viele – 17 Prozent – eine Militäraktion ohne deutsche Teilnahme bevorzugen. Bei den Männern sprechen sich 15 Prozent für beide Optionen aus. Kontraste ergeben sich bei den Anhängern der Parteien. Die Wähler der Grünen und der Piraten unterscheiden nur unwesentlich zwischen einem Militäreinsatz ohne oder mit deutscher Beteiligung. Die anderen Parteien bevorzugen, wenn auch mit nur geringem Zuspruch, indes klar eine Intervention ohne deutsche Beteiligung.

 
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