Wird sich die Außenpolitik der USA wieder ändern, wenn Donald Trump nicht mehr Präsident ist?

IP-Forsa-Frage

1. November 2018 - 0:00

Kategorie: Staat und Gesellschaft, Internationale Politik/Beziehungen, Vereinigte Staaten von Amerika

Präsident Trump versucht gemäß seines Mottos „Amerika zuerst“, nationale Interessen selbst gegen Partner durchzusetzen. Muss sich die deutsche Politik auch unter zukünftigen Präsidenten auf ameri­kanischen Egoismus einstellen, oder ist Trump eine Ausnahmeerscheinung?

Eine gewaltige Mehrheit – vier von fünf Befragten oder 82 Prozent – geht von einer Normalisierung der transatlantischen Beziehungen aus, wenn Trump nicht mehr US-Präsident ist. Auffällig ist, dass diese Erwar-tung von den 18- bis 29-Jährigen etwas weniger stark geteilt wird (75 Prozent) als im Bundesdurchschnitt.

Unter den Hauptschulabsolventen gehen nur 72 Prozent von einer Rückkehr zur trans-atlantischen Normalität nach Trump aus. Höher sind die Raten bei Befragten mit mittlerem Abschluss (87 Prozent) und Abiturienten bzw. Hochschulabsolventen (83 Prozent).

Mit Blick auf die parteipolitische Präferenz sind die niedrigen Zustimmungsraten bei Anhängern der Linken (68 Prozent) und der AfD (65 Prozent) auffällig. Eine große Mehr-heit der Wähler von CDU/CSU (89 Prozent), SPD (82 Prozent) und FDP (88 Prozent) erwartet eine Normalisierung der transatlantischen Beziehungen. Besonders optimistisch sind Anhänger der Grünen: 92 Prozent gehen davon aus, dass der aktuelle US-Präsident die Ausnahme von der Regel ist.

Datenbasis: 1.001 Befragte in Deutschland. Statistische Fehlertoleranz: + / – 3 Prozentpunkte.
Erhebungszeitraum: 8. bis 11. Oktober 2018. Quelle: Forsa

 
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