Deutschlands Bedrohungslage

IP-Forsa-Frage

1. September 2019 - 0:00

Internationale Politik 5, September/Oktober 2019, S.

Kategorie: Sicherheitspolitik, Deutschland

Der Fall der Berliner Mauer und damit auch das vorläufige Ende des Ost-West-Konflikts zwischen den USA und der Sowjetunion liegen nun 30 Jahre zurück. Verglichen mit Deutschlands Sicherhetslage in Europa 1989/90: Hat sich für Deutschland die Bedrohungslage durch äußere Konflikte im Vergleich zu damals eher verringert, vergrößert oder im Großen und Ganzen nicht verändert?

Haben der Fall der Berliner Mauer und das Ende der Teilung Europas 1989/90 Deutschlands Bedrohungslage verringert, vergrößert oder nicht verändert? Über diese Frage sind die Bundesbürger völlig uneins. Je ungefähr ein Drittel der Befragten glaubt, dass sich die Sicherheitslage aus deutscher Sicht verbessert (32 Prozent), verschlechtert (29 Prozent) oder nicht verändert (30 Prozent) hat.

Einige Unterschiede zeigen sich mit Blick auf die parteipolitische Präferenz. Besonders Anhänger der Linken (48 Prozent) und der Grünen (38 Prozent) gehen 30 Jahre nach dem Mauerfall von einer geringeren Bedrohungslage aus. Nur 24 Prozent der Grünen- und sogar nur 11 Prozent der Linken-Wähler denken, dass sich die Bedrohungslage vergrößert hat. Anders die Anhänger der AfD: Während 27 Prozent glauben, dass sich die Sicherheitslage verbessert hat, gehen 42 Prozent von einer Verschlechterung aus. In der Tendenz zeigt sich dieses Bild auch bei SPD-Anhängern, die zu 25 Prozent von einer Verbesserung und zu 36 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen.

Auffällig ist auch, dass junge Menschen die Entwicklungen deutlich optimistischer einschätzen. So glauben 52 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, dass sich die Sicherheits­lage seit 1989 verbessert habe; bei den über 60-Jährigen glauben das nur 20 Prozent.

 
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