Doing-Business-Indikatoren

1. November 2014 - 0:00

IP Länderporträt 3, November 2014-Februar 2015, S. 14-15

Kategorie: Wirtschaft & Finanzen, Frankreich

Frankreichs Wirtschaftsprobleme spiegeln sich auch im Doing Business-Index der Weltbank wider: Im Vergleich zum Vorjahr rutschte das Land im jüngsten Gesamtranking des Index von Rang 35 auf 38. (Deutschland verschlechterte sich ebenfalls um zwei Plätze – allerdings auf Rang 21.)

Dabei geht es vergleichsweise einfach und schnell, in Frankreich ein Unternehmen zu gründen. Die Schwierigkeiten beginnen danach. So dauert es extrem lange, eine Baugenehmigung zu erhalten; auch ist dies dreimal so teuer wie im OECD-Durchschnitt. Auch in der Kategorie „Eintragung von Eigentum“ rangiert Frankreich im unteren Bereich auf Platz 149 (von 189). Die eher schlechten Werte in Sachen Kreditaufnahme und  Investorenschutz korrespondieren mit dem derzeit schwierigen Investitionsklima in Frankreich und dem Zögern ausländischer Firmen, sich dort anzusiedeln. Zudem sind Insolvenzverfahren vergleichsweise zeit- und kostenintensiv.

Auch im Bereich Außenhandel verweisen die Indikatoren auf die aktuelle Malaise. Die Export- und Importkosten liegen signifikant über den Preisen in anderen OECD-Staaten – im Vergleich mit Deutschland und  Großbritannien um ein gutes Drittel höher. Der Zustand der Infrastruktur ist aber nicht deutlich schlechter; hier fällt vielmehr Großbritannien mit langen Wartezeiten und hohen Energiepreisen negativ auf.

 
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