Publikationen

Filtern nach:


Ausgewählte Publikationen

Die Macht des Unerklärlichen
Was im Wettstreit mit dem Neoautoritarismus hilft – und was nicht
von Richard Herzinger
Internationale Politik 1, Januar/Februar 2017, S. 120-127
Die Macht des Unerklärlichen
Wenn wir neuen politischen Phänomenen begegnen, dann gehen wir gern mit Hegel davon aus, dass das, was wirklich sei, auch vernünftig sei. Doch hilft uns das in der Auseinandersetzung mit dem Rechtspopulismus weiter? Nein. Es gilt, mit der Irrationalität zu leben, ohne ihr Zugeständnisse zu machen – und ohne unsere Werte preiszugeben.
Kategorie: Politisches System, Politische Kultur, Medien/Information, Vereinigte Staaten von Amerika, Europa
Wer mit dem Teufel speist
… muss einen langen Löffel haben: Zur Renaissance der Realpolitik
von Richard Herzinger
Internationale Politik 1, Januar/Februar 2016, S. 120-127
Wer mit dem Teufel speist
Der Aufstieg des IS hat realpolitischen Forderungen Auftrieb gegeben, zusammen mit Baschar al-Assad gegen die Terrormiliz vorzugehen. Ein Plan, der allenfalls geeignet ist, noch verheerendere Konflikte zu schaffen. Und: Die Geschichte lehrt, dass Demokratien nur bestehen, wenn sie den Anspruch nicht aufgeben, ihre Werte weltweit zu verankern.
Kategorie: Politische Kultur, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel, Weltweit
Überrumpelt, zögerlich, lethargisch
Der Westen leidet unter einer tiefen Krise seines Selbstwertgefühls
von Richard Herzinger
Internationale Politik 2, März/April 2015, S. 118-127
Überrumpelt, zögerlich, lethargisch
Skepsis ist das Urelement der Demokratie. Doch längst schon hat westlicher Selbstzweifel selbstzerstörerische Züge angenommen. Eine solche Grundhaltung trifft sich mit der Herrschaftsideologie des Putinismus, die Menschenrechte und demokratische Freiheiten zu Propagandaerfindungen und Camouflage westlicher Vormachtsinteressen erklärt hat.
Kategorie: Politische Kultur, Westliche Welt
Licht aus dem Osten
Die Ukraine hält die Werte hoch, derer der Westen überdrüssig scheint
von Richard Herzinger
Internationale Politik 4, Juli/August 2014, S. 114-122
Licht aus dem Osten
Wird Europa ausgerechnet in einem historischen Moment äußerer Bedrohung an seiner Jahrhundertleistung irre? Erdrutschartige Wahlerfolge der Rechten lassen nichts Gutes erwarten. Die Hoffnung kommt von den Rändern, aus der Ukraine: Wo demokratische Rechte und Freiheiten noch als Verheißung verstanden werden, haben Extremisten keine Chance.
Kategorie: Demokratisierung/Politischer Systemwechsel, Politische Kultur, Ukraine, Russische Föderation
Ein anderes Wort für Angst
Warum die Forderung nach „Respekt“ die offene Gesellschaft bedroht
von Richard Herzinger
Internationale Politik 6, November/ Dezember 2012, S. 118-123
Nicht nur „Toleranz“, verstanden als duldendes Desinteresse, sondern „Respekt“ war es, das in der Debatte um den „Mohammed-Schmähfilm“ eingefordert wurde. Doch durch die Maxime eines „Respekts“, der als unterschwellige Erpressung daherkommt, droht ein Grundprinzip unserer Freiheit ausgehöhlt zu werden: das offene Austragen von Konflikten.
Kategorie: Staat und Gesellschaft, Weltweit
Zögern ist kein Masterplan
Helfen möchten wir schon gerne. Aber nicht mit humanitären Interventionen
von Richard Herzinger
Internationale Politik 1, Januar 2009, S. 89 - 96.
Eine Verwicklung in die Krisenschauplätze der Welt will man sich in Deutschland nicht leisten. Man sei, heißt es, an den Grenzen der Leistungsfähigkeit angekommen. Dabei gibt es ein Prinzip der „Schutzverantwortung“. Wollen wir Menschenrechtsverletzungen nicht tatenlos hinnehmen, sollten wir über eine „Liga der Demokratien“ nachdenken.
Kategorie: Deutsche Außenpolitik, Bundeswehr, Krieg/Kriegführung, Humanitäre Intervention, Peace-Keeping, Vereinte Nationen
Demokratie? Vielleicht später
US-Außenpolitik im Sog des Nahost-Konflikts
von Richard Herzinger
Internationale Politik 9, September 2006, S. 84‑90
Die amerikanische Außenpolitik im Nahen Osten steht vor den Scherben ihrer hehren Ansprüche. Die unvermeidliche weitere Präsenz von US-Truppen im Irak bindet Kräfte, die zur Lösung des Libanon-Konflikts und der Iran-Krise fehlen. Europäische Häme über das Scheitern der neokonservativen Strategie ist so lange fehl am Platz, wie keine besseren Konzepte zur Befriedung der Region vorliegen. Doch die sind nirgends in Sicht.
Kategorie: Konflikte und Strategien, Internationale Politik/Beziehungen, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Vereinigte Staaten von Amerika
Ein Dogma muss vom Tisch
Die deutsche Angst vor der „militärischen Option“
von Richard Herzinger
Internationale Politik 4, April 2006, S. 66 - 74
Die nicht mehr zu leugnende Bedrohung, die die iranischen Nuklearambitionen darstellen, haben endlich auch die Deutschen aus ihrem außenpolitischen Dornröschenschlaf geweckt. Dennoch scheint es schwarz-roter Konsens zu sein, dass die militärische Option unter allen Umständen ausgeschlossen werden muss. Doch gerade die Sozialdemokratie könnte aus einer antitotalitären Tradition schöpfen, die keineswegs immer pazifistisch ist.
Kategorie: Deutsche Außenpolitik, Terrorismus, Konflikte und Strategien, Krieg/Kriegführung, Staat und Gesellschaft, Politische Kultur, Iran, Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Deutschland, Europa
Wir sind uns selbst genug
Warum in die Ferne schweifen, wenn Wunschdenken so nahe liegt
von Richard Herzinger
Internationale Politik 10, Oktober 2005, S. 14 - 20
Als eine Richtungsentscheidung wollten beide politische Lager die vorgezogene Bundestagswahl 2005 verstanden wissen. Doch zumindest ein Bereich kam in der Auseinandersetzung um die große Weichenstellung für die Zukunft der Republik so gut wie überhaupt nicht vor: die Außenpolitik. Der Exportweltmeister will von der Welt nichts wissen, und Politiker aller Parteien befördern die allgemeine Ignoranz.
Kategorie: Deutsche Außenpolitik, Politische Kultur, Politische Partizipation, Deutschland
Amerika – eine deutsche Wunde
Als Urheber der deutschen Wiedergutwerdung stören die USA
von Richard Herzinger
Internationale Politik 5, Mai 2005, S. 16 - 25.
Unter amerikanischem Schutz florierte Deutschland. Jetzt will sich das Land endlich von den USA abnabeln. Dabei geht es nicht um Politik, sondern um Identität. Die neue Selbstdefinition wird auf dem Terrain der Vergangenheit gesucht und artikuliert sich als Stolz auf die gelungene Läuterung. Ein friedliches Europa anstelle der machtbewussten USA soll nun der Welt zum Vorbild dienen. Doch ein Ende der amerikanischen Supermacht sollte sich Deutschland lieber nicht wünschen.
Kategorie: Deutsche Außenpolitik, Deutschland-USA, Deutschland, Vereinigte Staaten von Amerika
DGAP in den Medien
Meistgelesen